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Morgengruß von Helmut Harff: Männer

Eigentlich wollte ich heute - dem Tag angemessen - über einen Mann und seine Wirkung schreiben, der in der ersten Hälfte des 4. Jahrhunderts als Bischof von Myra tätig war. Dem Heiligen verdanken wir den heutigen Nikolaustag, denn der Mann ist niemand anders als der Heilige Nikolaus.

Doch dann kam diese Nacht die Meldung vom Tod Nelson Rolihlahla Mandelas. Der ehemalige südafrikanische Staatschef starb mit 95 Jahren. Nun ist es nicht üblich, an dieser Stelle zu trauern. Doch Tata, wie ihn seine Landsleute voller Verehrung nennen, hat auch hier eine Ehrung verdient.

Nelson Mandela gehört zu den wenigen Männern, vor denen ich in Demut den Hut ziehe. Schon die Tatsache, dass jemand allein aus politischen Gründen 27 Jahre im Gefängnis saß und sich dann nicht an seinen Peinigern rechen will, zeigt, aus welchem Holz der Verstorbene geschnitzt war. Er wollte nicht nur das Ende der Apartheid, er wollte die Versöhnung aller Südafrikaner. Es bleibt wohl die Tragik seines Lebens, dass genau das bis heute nicht wirklich eingetreten ist. Fakt ist aber auch, dass die Apartheid in Südafrika abgeschafft ist. Fakt ist auch, dass Dank Nelson Mandela Südafrika weit vor den USA einen schwarzen Präsidenten hatte. Ich bin überzeugt davon, dass der Übergang vom Apartheid-Regime zu einer schwarzen Regierung in Südafrika nicht so friedfertig verlaufen wäre, hätte es nicht einen Mann wie Nelson Mandela gegeben hätte.

Das sind mehr als genug Gründe, diesem Mann für immer im Gedächnis zu bewahren. Er steht in einer Linie mit Gandhi oder Martin Luther King. Für mich ist Nelson Mandela einer der würdigsten Friedens-Nobelpreisträger, die es bisher überhaupt gab. Er zeigte, dass Macht nicht korrumpieren muss, dass man als Sieger seine Gegner nicht demütigen muss. Das ist wirkliche Größe, die man nur bei wenigen politischen Führern findet.

Ich hoffe, dass Nelson Mandela wie der Heilige Nicolaus noch in Tausend Jahren im Gedächtnis der Menschen ist. Wir müssen nicht nur Kriegsherren und Massenmördern in unseren Geschichtsbüchern Platz einräumen. Nelson Mandela hat da ein ganz eigenes Kapitel verdient.

Nun gehe ich aber schnell mal vor die Tür und sehe nach meinem Nikolausstiefel. Ich war clever und habe meine Wildlederstiefel raus gestellt. Die brauchte ich nicht extra putzen.

Ihnen wünsche ich ein genussvolles Frühstück. Ich hoffe, Ihre blank geputzten Stiefel waren gut gefüllt.

 


Veröffentlicht am: 06.12.2013

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