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Morgengruß von Helmut Harff: Gleichberechtigung - Teil 2

Vorgestern beklagte ich hier, dass es mit der Gleichberechtigung in Deutschland trotz vieler Maßnahmen und vieler engagierter Frauen und Männer noch immer nicht weit her ist. Wie nicht anders zu erwarten, gab es zahlreiche Zuschriften und Anrufe.

Die einen meinten, dass die Frauen viel gleichberechtigter sind, als ich es dargestellt habe, andere bezweifelten das. Es gab auch zumindest einige Meinungsäußerungen in die Richtung, dass man das mit der Gleichberechtigung falsch verstanden habe.

Doch der Reihe nach. Meine Kritik am ZDF und Herren Lanz bezüglich der Blumengabe nur an weibliche Gäste wurde mehrheitlich geteilt. Männer scheinen Blumen zu lieben, denn kein Mann war der Ansicht, dass man männlichen Gästen keine Blumen überreichen sollte. Mehrere Frauen sahen das anders. Sie meinten, dass es Frauen zusteht, die Blumen zu bekommen. Warum das so sein sollte, wurde jedoch nur mit den Frausein begründet.

Viel mehr Diskussion gab es zu Ernährerrolle der Frau. Hier ging es heiß her. Die meisten Männer möchten augenscheinlich nicht ihre Ernährerrolle aufgeben. Das würde ihre Männlichkeit beschädigen, meinten einige ziemlich ehrlich. Es wurde auch bemängelt, dass die Tätigkeit als Hausmann eher belächelt als anerkannt wird. Allerdings konnte ich auch lesen, dass der Hausmann in der Hierarchie noch über der Hausfrau steht. Exoten sind wohl immer etwas mehr gefragter.

Noch spannender fand ich die Meinungsäußerungen zu dem Thema, wer bringt das Geld nach Hause. Hier zeigte sich, dass die Frauen zwar beklagen, dass sie häufig schlechter als Männer bezahlt werden, aber schlecht verdienende Männer auch nicht schätzen. Immer wieder war zu mindest zwischen den Zeilen - aber nicht nur dort - zu lesen, dass der Mann einer Frau was bieten müsse. Das war schon materiell gemeint. Verdienen beide, so scheint Mann nicht viel dagegen zu haben, dass die Frau eine großen, gern auch den größeren Beitrag zum Haushaltseinkommen beiträgt.

Allerdings scheinen noch immer viele Männer der Ansicht zu sein, dass die Frau zwar arbeiten gehen kann, aber eigentlich für den Haushalt und vor allem für sie da sein soll. Allerdings meinen diese Männer auch, dass die Frauen ruhig besser bezahlt werden sollten. Mehr Geld in der Haushaltskasse ist willkommen, Hauptsache sie bringt  ihm das Feierabendbier.

Unter dem Strich sehe ich mich bestätigt: Von einer wirklichen Gleichberechtigung im Alltag sind wir weit entfernt. Viele, die sich meldeten, meinten, dass es an der Zeit ist, das Verhältnis zwischen Frau und Mann einmal neu zu diskutieren. Was vor 50 Jahren galt, muss jetzt nicht mehr der Weisheit letzter Schluss sein, meinte ein Leser. Ich glaube, damit liegt er nicht so falsch.

Ich mache mir jetzt mein Frühstück.

Ihnen wünsche ich ein genussvolles Frühstück und schicke allen Lesern und Leserinnen einen virtuellen Blumenstrauß.

 


Veröffentlicht am: 12.12.2013

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