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Morgengruß von Helmut Harff: Weihnachtsbaum

Weihnachten ohne Weihnachtsbaum, dass ist wie Hochzeit ohne Hochzeitsnacht oder noch viel schlimmer. Das nicht nur ich das so sehe, merkt man spätestens, wenn man die vielen Leute sieht, die mit einem Baum unter dem Arm die Straßen bevölkern.

Ich liebe Weihnachtsbäume, muss aber auch immer wieder beim Gedanken an sie schmunzeln. Dabei denke ich an meine Kindheit und die merkwürdigen "Krücken", die man damals zu kaufen bekam - zumindest im Osten des Landes. Wie das in den sechziger Jahren im Westen war, weiß ich gar nicht.

Also bei uns war der Weihnachtsbaumkauf die Sache von meiner Mutter und mir. Mein Vater war dann dafür zuständig, das von uns erstandene Exemplar mit zusätzlich eingebohrten Zweigen in einen "richtigen" Baum zu verwandeln. Da es damals noch keine Nordmanntannen gab, nadelte der Baum schon beim Schmücken. Eigentlich nadelte er immer. Ich glaube auch, dass die nadelnden Weihnachtsbäume für den Siegeszug der Staubsauger zumindest mit verantwortlich waren. Wir saugten schon, da wuschen wir die Wäsche noch per Hand.

Es gab vor allem zwei, nein drei Dinge, die mir am Weihnachtsbaum besonders gefielen. Das war zuerst das Schmücken. Ich durfte schon relativ früh dabei helfen. Allerdings blieben die erst "richtigen", später die elektrischen Kerzen aus. Beleuchtet bekam ich den Baum erst zu sehen, wenn das auf merkwürdige Art und Weise (ohne mein Zutun jedenfalls) an den Baum gelangt Glöckchen zur Bescherung rief.

Der Abschied vom Baum wurde durch das Plündern des selben deutlich erleichtert. Damals kamen nicht nur Kugeln, allerhand anderer Schmuck und Lametta an den Baum, sondern auch viele Süßigkeiten, goldene Walnüsse und Äpfel. Nach dem die gläsernen Schmuckstücke in Sicherheit gebracht waren, durften wir Kinder die süßen Sachen vom Baum plündern. Danach war garantiert keine Nadel mehr am Baum.

Der wurde dann zersägt und mit samt der Tannennadeln im Ofen verbrannt. Da liebte ich den Baum ein drittes Mal. Nicht wegen der Wärme, der er spendete. Es war der Geruch von verbrannten Tannennadeln. Den liebe ich bis heute. Nur das ich heute keinen Ofen mehr habe. Doch auf den Geruch will ich nicht verzichten und breche immer einen Zweig vom Baum ab und halte ihn in die brennende Kerze. Das knistert und riecht so toll nach Kindheit. Jetzt muss allerdings der Hinweis folgen: Nicht nachmachen - Feuergefahr. Die besteht bei mir nicht, denn ich trinke dazu immer ein Glas Champagner. Mit dem kann man ja ein kleines Feuer löschen.

Ich mache mir jetzt mein Frühstück.

Ihnen wünsche ich ein genussvolles Frühstück. Haben Sie Ihren Weihnachtsbaum schon gekauft oder gar selber einen geschlagen?

 


Veröffentlicht am: 18.12.2013

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