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29.04.2017

 

 

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Morgengruß von Helmut Harff: Aufschrei

Sigmar Gabriel sorgte gestern für Magenschmerzen bei mir

Als ich gestern aus den Medien erfuhr, dass Vizekanzler und Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel nun auch noch zum Vorzeigevater mutieren soll, hörte ich auf. Doch was ich dann zu hören bekam, zog mir die Schuhe aus. Da verkündete der SPD-Grande, dass er einmal die Woche seine Tochter vom Kindergarten abholen will.

Abgesehen davon, dass ich nicht glaube, dass sich jeden Mittwoch mehrere Wagen mit Gabriel und Sicherheitsbeamten von Berlin nach Goslar - dem Wohnort der Gabriels - aufmachen wird, war ich über diese Aussage entsetzt. Gesetzt auch darüber, dass man dafür Gabriel auch noch lobt. Was ist das für eine Gesellschaft, wo man Männer dafür lobt, dass sie sich doch tatsächlich für wenige Minuten - länger wird das Abholen der Tochter mit dem Auto wohl nicht dauern - Zeit für ihr Kind nehmen?

Klar, Jobs, wie sie Sigmar Gabriel hat, sind mehr als ein Fulltime-Job. Doch was macht so eine Ansammlung von Jobs ersterbenswert, wenn man sein Kind nur Minuten in der Woche sehen kann? Gar keinen! Doch was sagt uns das? Klar, Männer sind, geht es um die eigenen Kinder, noch lange nicht gleichberechtigt. Männern wird von der Gesellschaft noch immer das zeitlich unbegrenzte Recht am eigenen Kind verwährt. Man überlege mal, eine Ministerin hätte das selbe wie Gabriel verkündet. Die machtgeile Rabenmutter wäre in der Luft zerrissen worden. Einem Mann stülpt man schon mal gern für die wenigen Kinder-Minuten einen Heiligenschein über.

Dabei hat hier niemand auch nur eine Silbe des Lobes verdient. Wie steht es eigentlich mit dem im Gesetz verankerten Kindeswohl? Hat das Kind - ob der Vater Minister oder Pförtner ist - kein Recht auf einen Vater mit Zeit? Ich meine ja. Kinder haben ein Recht auf Mutter u n d Vater. So lange das nicht gesellschaftlicher Konsens wird, werden wir eine fast kinderfreie Gesellschaft bleiben.

Was ich mich frage ist, wann teilt uns Sigmar Gabriel mit, wie viel Zeit er wöchentlich für seine Frau "frei schaufelt". Aber vielleicht ist das auch gut, wenn er die Zeit gar nicht hat. Man stelle ich vor, Frau Gabriel bekäme noch ein Kind. Dann muss Vater Sigmar noch einige Minuten seiner so wertvollen Zeit für seinen Nachwuchs aufwenden. Da bricht sicherlich die Regierung und die SPD völlig zusammen.

Noch ein Mann sorgte gestern für Aufsehen: Ex-Fußball-Nationalspieler Thomas Hitzlsperger outete sich als schwul. Ja und? Ach ja, wir leben ja noch im Mittelalter und die Taliban bestimmen schon seit langem die Meinung an den Stammtischen und Fankurven. Nein, dem ist nicht so? Wieso wird dann so viel Gewese darum gemacht, dass ein bekannter Fußballer Männer liebt?

Ach ja, Männerbeauftragter der Bundesregierung - das ist noch immer mein Traumjob und träumen ist auch Männern erlaubt.

Ich mache mir jetzt mein Frühstück.

Ihnen wünsche ich ein genussvolles Frühstück und genügend Zeit für alle Menschen, die Ihnen was bedeuten.

 


Veröffentlicht am: 09.01.2014

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