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26.09.2017

 

 

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Salzburg zwischen Barock und Moderne

Neuheiten - Highlights - Veranstaltungen 2014

Salzburg gilt weltweit als beliebte Destination für Städtereisen. Die barocke Altstadt, die seit über 15 Jahren zum UNESCO Weltkulturerbe gehört, Wolfgang Amadeus Mozart und mehr als 4.000 kulturelle Veranstaltungen im Jahr tragen dazu bei, dass die Stadt nie aus der Mode kommt.

Die international herausragenden Salzburger Festspiele sowie spektakuläre Ausstellungen sorgen stets für frischen Wind in der Mozart-stadt. 2014 wird der neue Museumsrundgang im Domquartier eröffnet, der schon im Vorfeld als europäisches Jahrhundertprojekt bezeichnet wird.

Die Mozartwoche feiert Gluck und Strauss

Der mehrfach ausgezeichnete französische Dirigent Marc Minkowski ist seit 2013 der künst-lerische Leiter der Mozartwoche. 2014 fällt der 300. Geburtstag von Christoph Willibald Gluck, einer der bedeutendsten Komponisten der Vorklassik, in Minkowskis zweite Ägide. Ein perfekter Anlass für den Maestro, um Glucks revolutionäre Oper „Orfeo ed Euridice“ in der Wiener Fassung zum Opern-Highlight der Mozartwoche 2014 zu küren. Die Titelrolle des thrakischen Sängers „Orpheus“ verkörpert der Countertenor Bejun Mehta, an seiner Seite sind Camilla Tilling als „Euridice“ und Maria Savastano als „Amor“ zu erleben, Marc Minkowski selbst dirigiert „seine“ Musiciens du Louvre Grenoble. Weitere Höhepunkte sind die Orchesterkonzerte mit den Wiener Philharmonikern, der Cappella Andrea Barca, dem Freiburger Barockorchester und dem Scottish Chamber Orchestra. Hochkarätige Solisten wie Anja Harteros, Kristian Bezuidenhout, Rolando Villazón, Fazil Say und Michael Schade werden die Mozartwoche 2014 zusätzlich bereichern – ebenso wie die Werke eines zweiten prominenten Geburtstagskindes, Richard Strauss, dessen Geburtstag sich 2014 zum 150. Mal jährt.

Auch die Stiftung Mozarteum selbst, die Veranstalterin der Mozartwoche, hat Grund zum Feiern: Der Große Saal sowie das gesamte Gebäude der Stiftung Mozarteum in der Schwarzstraße feiern im September 2014 ihr 100-jähriges Jubiläum. Zu diesem Anlass wird es ein großes Festkonzert geben und einen Tag der offenen Tür, bei dem ein interessanter Blick hinter die Kulissen der Stiftung Mozarteum geboten wird.
Mozartwoche 2014
23.1. bis 2.2.2014

Salzburger Osterfestspiele 2014 mit Richard Strauss‘ „Arabella“

Christian Thielemann und die Sächsische Staatskapelle Dresden feierten 2013 bei den Osterfestspielen Salzburg ihren fulminanten Einstand. 2014 stellt Thielemann als künstlerischer Leiter Richard Strauss und seine Oper „Arabella“ in den Mittelpunkt der Osterfestspiele. Strauss‘ Oper ist die Geschichte von einer großen Liebe, die mit Renée Fleming als „Arabel-la“ und Thomas Hampson als „Mandryka“ hochkarätig besetzt ist. Richard Strauss dominiert zusammen mit Wolfgang Amadeus Mozart und Wolfgang Rihm auch das Konzertprogramm: Im Zentrum des Konzerts mit dem Chor des Bayerischen Rundfunks unter Thielemanns Leitung steht Mozarts „Requiem“, das mit Strauss‘ „Metamorphosen“ ergänzt wird. Mit dem Konzert gedenken die Osterfestspiele Salzburg des 25. Todestags ihres Gründers Herbert von Karajan.

Gastkünstler der Saison ist Christoph Eschenbach, der die Strauss-Opern „Don Juan“ und „Don Quixote“ mit dem gefeierten Cellisten Gautier Capuçon als Solist dirigiert. Zudem er-wartet das Publikum eine besondere Uraufführung: Strauss’ bekannte und beliebte „Vier letzte Lieder“ werden ergänzt durch „Malven“, das letzte Werk, das Strauss je geschrieben hat und das Wolfgang Rihm für die Osterfestspiele Salzburg orchestrieren wird. Solistin ist die neue Star-Sopranistin Anja Harteros. Das im vergangenen Jahr neu ins Leben gerufene „Konzert für Salzburg“ wird aufgrund des enormen Erfolges auch 2014 mit Werken von Mozart und Strauss fortgesetzt.
Salzburger Osterfestspiele
12.4. bis 21.4.2014

Salzburger Pfingstfestspiele als märchenhaftes Rossini-Feuerwerk

Gioachino Rossini, der glühende Verehrer von Wolfgang Amadeus Mozart, steht im Mittelpunkt der Salzburger Pfingstfestspiele 2014. Cecilia Bartoli, die künstlerische Leiterin der Pfingstfestspiele, wird ein wahres „Rossinianisches Feuerwerk“ zünden, dessen Highlights zwei szenische Opern Rossinis bilden: Zum Auftakt die Märchenoper „La Cenerentola“ mit Cecilia Bartoli in der Hauptrolle sowie zum Ausklang, und gleichzeitig zum ersten Mal bei den Pfingstfestspielen, „Otello“, Rossinis wohl bedeutendste tragische Oper. Beide Inszenierungen werden von Jean-Christophe Spinosi und dem französischen Barock-Orchester Ensemble Matheus musikalisch begleitet. Gespielt wird in mittlerweile bewährter Tradition auf historischen Instrumenten.

Am Pfingstsonntag lädt Cecilia Bartoli zu einer festlichen Benefizgala mit Stars wie Agnes Baltsa, Montserrat Caballé, Vesselina Kasarova, Montserrat Martí, Ildebrando d’Arcangelo, José Carreras, Erwin Schrott und dem Mozarteumorchester Salzburg ein. Der Erlös des Abends kommt der Kinderseelenhilfe, dem kinder- und jugendpsychiatrischen Dienst Salzburg zugute. Das begleitende Diner bereitet die baskische Drei-Sterne-Köchin Elena Arzak zu, die 2012 zur weltbesten Köchin gekürt wurde. Das Konzertprogramm widmen die Pfingstfestspiele unter anderem dem letzten großen Kastraten auf der Opernbühne, Giambattista Velluti, für den Rossini eine Kantate sowie die Oper „Aureliano in Palmira“ komponierte. Die beiden Werke stehen im Mittelpunkt des virtuosen Konzerts mit dem jungen Countertenor Franco Fagioli. Speziell für die Pfingstfestspiele 2014 studiert das Salzburger Marionettentheater, das 2013 seinen 100. Geburtstag feierte, Rossinis komische Oper „Barbiere di Siviglia“ wieder ein. Die Begleitmusik bildet eine Aufnahme aus 1989, in der Cecilia Bartoli die „Rosina“ singt.
Salzburger Pfingstfestspiele
5.6. bis 9.6.2014

Salzburger Festspiele 2014

2014 zollen die Salzburger Festspiele Richard Strauss ihren Tribut zu seinem 150. Geburtstag und bringen seine Oper "Rosenkavalier" zur Aufführung. Unter der Regie von Sven-Eric Bechtolf und unter der musikalischen Leitung von Christoph Eschenbach wird zudem der 2013 begonnene Mozart/da Ponte-Zyklus weitergeführt: Nach der diesjährigen Aufführung von „Cosí fan tutte“ wird 2014 „Don Giovanni“ neu produziert und im Haus für Mozart auf die Bühne gebracht. Cecilia Bartoli wird bei den Salzburger Festspielen erneut als Aschenputtel in Gioacchino Rossinis "La Cenerentola" (in der Inszenierung der Pfingstfestspiele) bezaubern. Mit Spannung erwartet wird die Uraufführung der Oper "Charlotte" von Marc-André Dalbavie. Der Komponist wird sein Werk selbst dirigieren. Das Traditionsstück der Salzburger Festspiele, Hugo von Hofmannsthals "Jedermann", wird 2014 wieder in prominenter Besetzung auf der Bühne am Domplatz zu erleben sein. Insgesamt stehen bei den Salzburger Festspielen 2014 in den Sparten Oper, Schauspiel und Konzert über 250 Aufführungen auf dem Programm.
Salzburger Festspiele
18.7. bis 31.8.2014

Ein „enfant terrible“ aus Japan und politische Korrektheit

Die Ausstellung „Malermeese – Meesermaler“ im Museum der Moderne Mönchsberg zeigt von November 2013 bis März 2014 das vielgestaltige Werk von Jonathan Meese. Geboren 1970 in Tokio, gilt Meese heute als „enfant terrible“ der zeitgenössischen Kunstlandschaft. Zentrales Element seines Schaffens ist die Auseinandersetzung mit Persönlichkeiten der Weltgeschichte, Ur-Mythen und Heldenepen. Dabei kokettiert der Künstler mit Figuren, Symbolen und dem Themenkreis deutscher (Zeit-) Geschichte. Die retrospektiv angelegte Ausstellung im Museum der Moderne Mönchsberg widmet sich erstmals ausschließlich seiner Malerei und gibt einen eindrucksvollen Überblick über sein Schaffen der letzten 20 Jahre.

Ebenfalls ab November 2013 präsentiert das Museum der Moderne Mönchsberg mit der Foto-Ausstellung „Under pressure. Politik in der zeitgenössischen Fotografie“ unterschiedliche Werke mit den zentralen Themen Politik, politische Repression und bewaffnete Konflikte. Parallel dazu zeigt die Sonderschau „Political Correctness“ der Künstlerin Tanja Boukal Menschen und deren Umgang mit Veränderungen innerhalb gesellschaftlicher Beziehungen und Stimmungen. Mittel ihrer Auseinandersetzung sind fotografische Vorlagen: Medienbilder zu politischen Konflikten, deren Oberflächlichkeit sie mit verschiedensten kunsthandwerklichen Techniken enthüllt.
Under pressure. Politik in der zeitgenössischen Fotografie
1.11.2013 bis 2.3.2014
Tanja Boukal. Political Correctness
9.11.2013 bis 2.3.2014
Malermeese - Meesermaler
16.11.2013 bis 9.3.2014

Eine tragische Künstlerin und eine Hommage an die Freundschaft

Im Frühjahr und Sommer 2014 präsentiert das Museum der Moderne Mönchsberg die um-fassende Ausstellung „Ana Mendieta. Traces“. Die ebenso tragische wie einflussreiche Künstlerin Ana Mendieta (1948-1985) schuf im Lauf ihrer kurzen Karriere ein höchst originelles Œuvre. Unter Verwendung ihres eigenen Körpers in Verbindung mit elementaren Materialien wie Blut, Feuer, Erde und Wasser kreierte sie „Körperbilder“ und vergängliche „Erdkörper“-Skulpturen, mit denen sie die Themen Leben, Tod, Wiedergeburt und spirituelle Transformation auslotete. Ihre Performances, Zeichnungen, Filme, Plastiken und Objekte sind stets von einer überwältigenden mystischen Poetik, die unter anderem in der afrokubanischen Tradition der Santería wurzeln. Die Kubanerin wurde als Kind in die USA geschickt und verarbeitete den Schmerz über die kulturelle Vertreibung und das Exil in ihren Arbeiten. 1985 starb sie durch den Sturz aus dem 34. Stock eines Hochhauses in New York.

Zum fünften Mal präsentiert das Museum der Moderne Rupertinum eine Kunstausstellung speziell für Kinder und Familien: „Durch dick & dünn. Eine Ausstellung für Kinder und Freunde jeden Alters“ stellt Thema der Freundschaft in den Mittelpunkt. Wahre Freunde gehen mit uns durch „dick und dünn“, sie akzeptieren und mögen uns einfach so wie wir sind. ganzes Leben lang. Wie Freundschaften entstehen, warum Freunde so wichtig sind und wie Künstler das Thema Freundschaft sehen, zeigt die interaktive Ausstellung für die ganze Familie. Präsentiert werden Kunstwerke von Friedensreich Hundertwasser, Paul Flora, Alfred Kubin und von jungen zeitgenössischen Künstlern. Ein Erlebnisraum, viele interaktive Stationen und ein spannendes Rahmenprogramm mit Bilderbuchkino, Schauspielworkshop und vielem mehr runden die Ausstellung ab.

In der Reihe „Schaufenster zur Sammlung“ präsentiert das Museum der Moderne Rupertinum die Foto-Ausstellung „Ich und die anderen“. Das Bild des Individuums – sei es das künstlerische Selbstporträt, die persönliche Repräsentation oder der zufällige Schnapp-schuss – steht dabei im Zusammenhang mit dem Bild der Gesellschaft und der Mitmen-schen. Gezeigt werden unter anderem Werke von Étienne Carjat, Ernst Haas, Inge Morath, Angus McBean, Fritz Henle, Beat Streuli und Dominik Steiger.
Ana Mendieta. Traces
29.3. bis 6.7.2014
Durch dick & dünn. Eine Ausstellung für Kinder und Freunde jeden Alters
25.1. bis 22.6.2014
Schaufenster zur Sammlung VI. Ich und die anderen
1.2. bis 18.5.2014

Jahrhundertprojekt „Museumsrundgang“ im Salzburger Domquartier

Mit dem Museumsrundgang im Salzburger Domquartier wird erstmals ein historischer Rundgang aus dem 17. Jahrhundert wieder begehbar, der unter der Regentschaft von Fürsterzbischof Guidobald Graf von Thun entstand: Der Rundgang stellt die bauliche Einheit wieder her, die lange geistlicher und politischer Mittelpunkt des Landes und sichtbarer Ausdruck der Macht der Fürsterzbischöfe war. Der Weg, der 200 Jahre lang verschlossen war, führt von den ehemaligen Repräsentations- und Wohnräumen der Fürsterzbischöfe (Prunkräume und Residenzgalerie in der Alten Residenz) über die Dombögen in den Salzburger Dom. Von dort aus setzt sich der Rundgang über die Kunst- und Wunderkammer sowie die Lange Galerie der Erzabtei St. Peter und über den Wallistrakt mit Einblicken in die Franziskanerkirche weiter und endet wieder in der Alten Residenz. Besucher erwarten neue prachtvolle Aussichtspunkte auf die Stadt und die Stadtberge sowie überraschende Einblicke in die Raumabfolge eines einzigartigen Repräsentationsbaus des Barock.
Museumsrundgang
Eröffnung am 16./17.5.2014

Foto: Tourismus Salzburg GmbH

 


Veröffentlicht am: 14.01.2014

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