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Morgengruß von Helmut Harff: Dienstreise

Von Privilegien und deren Schattenseiten

Wenn Sie nicht selber zur Spezies der Dienstreisenden gehören, so werden Sie denen sicherlich schon begegnet sein. Dienstreisende sind zumeist mit kleinem Gepäck unterwegs, haben (fast) immer einen mobilen Rechner auf dem Schoß oder dem Tisch zu liegen und das Smartphone am Ohr.

Dienstreisende wirken cool, kennen sich in Flughäfen und auf Bahnhöfen aus. Sie sehen nie aus dem Fenster, wissen, was die Stewardess im Angebot hat, sind auf geschlossene Speisewagen vorbereitet. Dienstreisende sind immer beschäftigt und wenig über laute Mitreisende amüsiert. Dafür telefonieren sie gern, viel und laut.

Viele Leute sehen mit einigem Neid auf die Menschen, die ständig von A nach B unterwegs sind. Sie beneiden Dienstreisende darum, ständig in tollen Hotels wohnen zu können und ständig neue Städte zu sehen.

Leider hat das mit der Realität nicht viel zu tun. Häufig kommen Dienstreisende nicht über den Flughafen oder die Umgebung des Bahnhofs hinaus. Effizienz ist angesagt. Dazu passen keine Trips in die Stadt. An allen modernen Flughäfen gibt Hotels und die Konferenzräume sind in wenigen Minute vom Ankunftsterminal aus zu erreichen. Zwischen Landung und dem Konferenzbeginn liegen häufig nur Minuten.

Ja, es gibt auch angenehmere Termine. Da wartet schon mal der Shuttle, die Limousine oder das Taxi und bringt einen zu einer schönen Location. Wer schon im Flugzeug oder im Zug seine Vorbereitungen auf den Termin abgeschlossen hat, hat Zeit für einen Blick aus dem Autofenster. Hat man einen redseligen und kundigen Fahrer, so erfährt man sogar, wo man da gerade vorbei fährt. Wenn man noch mehr Glück hat, reicht die Zeit noch für einen Stadtspaziergang oder gar für die Nutzung des Kulturangebots der jeweiligen Stadt.

Richtig gut hat es der Dienstreisende, dem der Einladende noch etwas bieten will. Man hat dann noch ein hoffentlich abgesprochenes Programm für ihn organisiert. Das trifft häufig auf uns Pressemenschen zu.

Das klingt alles toll und es ist auch häufig toll. Und doch, nur Spaß sind Dienstreisen auch für mich nicht. Ich muss vieles vorbereiten, muss "vorproduzieren". Schließlich wollen und sollen Sie nicht auf neue Meldungen verzichten müssen. Im Hotel suche ich zuerst den Internetzugang und dann packe ich aus. Ja, dass ist schon jammern auf hohem Niveau, aber ich wollte mal zeigen, dass auch Privilegien ihre Schattenseiten haben.

Wie kam ich gerade heute auf dieses Thema? Ja, heute werden wieder viele Dienstreisende auf den europäischen Flughäfen fest sitzen. Die Fluglotsen streiken. Die meisten werden wohl auf die Bahn und das Auto umsteigen, andere auf den Flughäfen fest setzten und andere gar nicht reisen.

Ich mache mir jetzt mein Frühstück und mich dann auf dem Weg zum Bahnhof.

Ihnen wünsche ich ein genussvolles Frühstück. 

 


Veröffentlicht am: 30.01.2014

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