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29.04.2017

 

 

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Morgengruß von Helmut Harff: Schlapphüte

Deutsche Geheimdienste sind zahnlose Tiger

Wenn es heute um Geheimdienste geht, deren Mitarbeiter man gern als Schlapphüte bezeichnet, so geht es fast immer um die der USA, Frankreichs und Großbritanniens. Der hochgelobte israelische Mossad kommt ebenso wie der russische FSB deutlich weniger vor. Von deutschen Diensten ist überhaupt nichts zu hören.

Aber wieso hören wir so wenig von den deutschen Schlapphüten? Wieso meldet niemand, dass wir das Handy des US-Präsidenten und das des Chefs der NSA abhören? Warum wissen unsere Geheimdienstler nicht, was in den Entwicklungsabteilungen von Apple und Microsoft passiert?

Wissen unsere Dienste überhaupt etwas? Ich glaube nicht. Schließlich ist ihnen ja nicht einmal aufgefallen, dass unsere Top-Politiker, dass wir mehr oder weniger alle von ausländischen - sogenannten befreundeten - Diensten ausgespäht werden. Damit stehen unsere Schlapphüte in einer langen Tradition. Die wussten schon immer nicht, was passiert. Die Geheimdienste wussten nicht von der Landungsplänen der Alliierten in der Normandie, sie wussten nichts vom Mauerbau, wussten nichts von der Entmachtung Honeckers, sie wussten nichts vom Fall der Mauer, sie wussten nichts sie vom Untergang der DDR.

Wenn jemand etwas wusste, dann waren es investigative Journalisten. Das selbst amerikanische Geheimdienstmitarbeiter wie Edward Snowden mehr den Medien als anderen Geheimdiensten trauen, ist ja mehr als bezeichnend. Er gab und gibt sein Wissen immer nur über die Medien weiter. Er sollte deshalb von allen Journalisten vergöttert werden. Schließlich sorgt gerade Snowden mit seinen Enthüllungen für ein Hype auf die Medien wie wir ihn seit langem nicht mehr kennen.

Doch zurück zu unseren Schlapphüten: Wenn die weniger effektiv sind - so scheint es jedenfalls - als die "Die drei ???", wozu brauchen wir die überhaupt? Wie wir ja in Berlin erlebten, sind sie nicht einmal in der Lage, die Baupläne für ihr neues Hauptquartier zu schützen. Mich würde nicht wundern, wenn weite Teile der Planung unter Mithilfe der NSA entstanden wären. Ja, was mit den Schlapphüten anfangen? Zum Ende der DDR gab es auf den Demos die Forderung "Stasi in die Produktion". Vielleicht sollten wir heute fordern "Schlapphüte in die Altenpflege". Da werden Leute gebraucht, die gut zuhören können, die gern bei Wind und Wetter draußen sind. Schließlich haben sie einen Schlapphut auf.

Das klingt alles irgendwie lustig, ist es aber nicht. Ich frage mich ernsthaft, wieso wir Milliarden für unsere Geheimdienste ausgeben, wenn die zumindest sichtbar keine Ergebnisse vorzuweisen haben, wenn sie uns, unsere Politiker und unsere Wirtschaftsunternehmen nicht vor den Angriffen ausländischer Dienste schützen können? Ich frage mich auch, warum der Bundesrechnungshof die Dienste nicht für ihren uneffizienten Umgang mit Steuergeldern abwatscht? Ich verstehe auch nicht, warum der Bund der Steuerzahler diese Verschwendung von Steuergeldern nicht thematisiert? Von deutschen Schlapphüten haben sie sicherlich nichts zu befürchten. Das sind nämlich keine Schlapphüte, sondern Schlappohren.

An alle Geheimdienste: Ich mache mir jetzt mein Frühstück!

Ihnen wünsche ich ein genussvolles Frühstück. Sollten Sie zu den Schlapphüten gehören, hier ein Tipp: Sehen Sie sich nach einer sinnvolleren Beschäftigung um.

 


Veröffentlicht am: 06.02.2014

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