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Morgengruß von Helmut Harff: Berliner

Wir sind ganz anders

Wir Berliner haben es nicht leicht. Spricht man in der Welt von Berlin, denken viele Menschen an die Berliner Republik. Das ist für viele gleichbedeutend mit Angela Merkel. Und wer will mit ihr gleichgesetzt werden. Ansonsten steht Berlin für den Pleite-Flughafen und für den Party-Bürgermeister Wowereit. Berlin, dass ist für viele ein Steuergrab. Wir Berliner gelten als unfreundlich und sollen eine große Klappe habe.

Wie soll man auch keine große Klappe haben, wenn sich hier Kaiser, Diktatoren, Besatzer und Kanzler die Klinke in die Hand geben? Ja, wir haben den "Wowi" und das ist auch gut so. Ja, wir haben einen Flughafen, der einfach nicht fertig werden will. Dennoch landen hier Maschinen im Minutentakt. Wir haben sogar zwei Flughäfen!

Schlimm ist der Vorwurf, dass wir Berliner unfreundlich sind. Irgendwie kann der Vorwurf nicht stimmen oder sind die Millionen von Besuchern Masochisten, die sich gern beschimpfen und anpflaumen lassen? Ich glaube nicht. Ich bin überzeugt davon, dass wir Berliner nur das Herz auf dem rechten Fleck haben. Wir reden nicht lange um den heißen Brei, sagen, was uns auf der Seele brennt. Klar, es kommt schon mal ein nicht ganz so freundlich klingender Spruch. Doch ich finde das ehrlicher als beispielsweise das "Küss die Hand"-Gehabe der Wiener.

Wieso ich eigentlich darauf komme? Das sind mehrere Gründe! Ich erlebe es immer wieder, dass Berliner aufmerksam und großzügig sind oder zumindest sein können. So kassierten Fahrkartenkontrolleure bei eine Französin nicht ab, nur weil die ihren Fahrschein nicht entwertet hat. Ganz im Gegenteil. Der Kontrolleur stieg an der nächsten Station selber aus und entwertete den Fahrschein für die Touristin. Gestern verpasste mein Taxifahrer die richtige Abfahrt von der Stadtautobahn. Wir hatten uns etwas zu intensiv unterhalten. Kurz darauf schaltete er sein Taxameter aus. Er meinte, es sei schließlich seine Schuld, dass wir nun einige Kilometer mehr fahren müssten.

Das sind nur zwei von vielen Beispielen, die zeigen, dass wir Berliner weit besser als unser Ruf sind. Ich bin auch davon überzeugt, dass irgendwann einmal vom neuen Flughafen BER Maschinen abheben werden. Bis dahin genießen wir die kurzen Wege im Flughafen Tegel oder regen uns ganz heftig über den Murks auf. Auch das können wir Berliner mit einer gewissen Perfektion. Einen Herzinfarkt hat deshalb aber wohl noch keiner bekommen, denn so ernst nehmen wir unsere Aufregung auch nicht. Es sei denn, jemand meint, wie Berliner sind unfreundlich. Dann können wir aber so was von unfreundlich werden.

Ich mache mir jetzt mein Frühstück. Ich kann Ihnen sagen, da waren heute zwei Kunden vor mir beim Bäcker, die haben mich so was von aufgeregt...

Ich wünsche Ihnen ein genussvolles Frühstück. Vielleicht frühstücken Sie ja demnächst mal in Berlin.

 


Veröffentlicht am: 12.02.2014

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