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Morgengruß von Helmut Harff: Trottel

Ja, ich meine die BUndestagsabgeordneten

Als ich hörte, dass die Bundestagsabgeordneten in zwei Schritten ihre Diäten um insgesamt zehn Prozent erhöhen wollten, dachte ich nur eines: solche Trottel. Na ja, eigentlich dachte ich: solche Idioten.

Nun haben CDU/CSU und SPD eine Zweidrittelmehrheit im Bundestag. Das heißt, sie könnten sogar ohne weiteres die Verfassung ändern, viele dringend notwendigen Reformen in Angriff nehmen. Doch was tun die Knallköpp in Berlin? Sie erhöhen ihre Diäten. Sind die völlig bekloppt, haben die gar kein Gefühl für die Realitäten? Nein, dass spreche ich den Bundestagsabgeordneten wirklich ab. Dabei beziehe ich die halbherzig protestierenden Oppositionspolitikern von Linken und Grünen expliziert mit ein. Die kassieren schließlich auch mit - und das ohne einen zusätzlichen Fleck auf der sowieso nicht weißen Weste. Muss man eigentlich als Abgeordneter seine Diäten in voller Höhe kassieren?

Mir geht es nicht um die Paar Euro Steuergelder, die eine solche Diätenerhöhung kostet. Klar kann man das Geld auch sinnvoller ausgeben. Mich ärgert die Dreistigkeit und völlige Unsensibilität der Politiker. Es passt nun mal nicht in die Zeit, sich eine zehnprozentige Lohnerhöhung zu genehmigen. Die Entwicklung der Diäten sollte aus meiner Sicht an der Lohnentwicklung der unteren Einkommensgruppen gekoppelt sein und nicht wie geplant an die Entwicklung der Bruttolöhne in Deutschland. Übrigens: Mit demnächst 9082 Euro muss kaum ein Abgeordneter planen. Schließlich gibt es noch diverse Aufschläge für Ausschussvorsitzenden und unzählige andere Jobs innerhalb des Bundestages.

Wie abgehoben die Bundestagsabgeordneten des Regierungslagers sind, zeigt sich ebenfalls an der angestrebten Pensionsregelung. Nun müssen die armen Abgeordneten bis zum 63. Geburtstag warten, bis sie ihre Pension beziehen können. Noch schlimmer, das geht nun nicht mehr abgabefrei. Der Höchstsatz solle von 67,5 Prozent der Diät nach 27 Mandatsjahren auf 65 Prozent sinken - von demnächst 9082 Euro. Da reibt sich ein ganz normaler Arbeitnehmer in diesem Land verdutzt die Augen.

Ich habe nichts gegen gut bezahlte Politiker. Ich glaube sogar, dass wir die nicht gut genug bezahlen um wirklich kompetente Menschen in die Parlamente bekommen. Doch ich habe entschieden etwas gegen Politiker, die sich erst einmal um ihr eigenes Geld kümmern, bevor sie den Mindestlohn beschließen und endlich wichtige Reformen in Angriff nehmen.

Ich koche mir jetzt erst einmal einen Kaffee und mache mir ein Toast - zum Trost.

Ihnen wünsche ich ein genussvolles Frühstück. Klopfen Sie - selbstverständlich verbal - ihrem selbstsüchtigen Bundestagsabgeordneten doch mal kräftig auf die gierigen Finger.

 


Veröffentlicht am: 14.02.2014

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