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Morgengruß von Helmut Harff: Babyboomer

Es war vor 50 Jahren...

1964 sah man in Deutschland - Ost wie West - überall Frauen mit dicken Bäuchen oder den Kinderwagen schiebend. Damals übertönte Kindergeschrei noch den Lärm der Autos. Es war das Jahr, in dem man 1.357.304 Lebendgeborene verzeichnete. Zum Vergleich: 2012 zählte das statistische Bundesamt noch 673 544 solcher Geburten.

Was war das für eine Zeit damals, die man heute als das Zeitalter der Babyboomer bezeichnet? Ich, 1955 geboren, gehöre gerade noch zu dieser Generation, kann mich aber noch genau an die Mitte der 60ger Jahre erinnern. Es war die Zeit des kalten Krieges. Meine Schule stand in Sichtweite der Mauer - der heutigen East Side Gallery. Ja, die Mauer, die Teilung Deutschlands war längst Realität. In Deutschland Ost und Deutschland West hatte man sich längst eingerichtet. Auf beiden Seiten ging es den Menschen für die jeweiligen Verhältnisse gut.

In DDR zeigten sich wirtschaftliche Erfolge und in Deutschland West boomte die Wirtschaft. Man war zufrieden und konnte sich hier wie da wieder Kinder leisten. Und man bekam Kinder, so viele wie nie wieder danach. Was nicht bedeutet, dass sich die wirtschaftliche Situation für die meisten Deutschen wieder verschlechterte. Vielmehr veränderte sich das gesellschaftliche Klima. Die Nachkriegsgeneration wurde allmählich das, was man als 68er. bezeichnet. Die Frauen fanden, dass ihnen ihr Bauch gehörte. Die Pille begann ihren Siegeszug, Karriere und persönliches Wohlergehen standen dem Kinderwunsch entgegen.

Kinder - das wurden nun Stück für Stück kleine antiautoritär erzogene Monster, die der Selbstverwirklichung im Wege standen. Kinder waren nur wenige Jahre nach dem Geburtenhoch eher lästig. Ein, maximal zwei Kinder, das war die Regel. Man wollte hier wie da seinen Wohlstand genießen, wollte Spaß. Vielleicht erinnerten sich die Babyboomer noch an die vollen Klassen und Hörsäle. Man wollte Platz, man strebte nach Höherem. Da passten Kinder nicht ins Konzept.

Das hat sich bis heute nicht geändert. Nun dämmert den Babyboomern, dass ihr Desinteresse an eigenem Nachwuchs vielleicht etwas kurzfristig gedacht war. Sie stellen fest, dass Nachrücker fehlen. Es fehlen die, die in gar nicht mehr so ferner Zeit ihre Rente erwirtschaften sollen.

Ob es einmal wieder eine Generation Babyboomer geben wird. Meine Glaskugel blieb bei der Frage trüb. So ist auch mein Empfinden bei dieser Frage. In absehbarer Zeit glaube ich nicht daran. Aber die Hoffnung stirbt ja bekanntlich zum Schluss.

Nun mache ich mir erst einmal mein Frühstück.

Ihnen wünsche ich ein genussvolles Frühstück.

 


Veröffentlicht am: 19.02.2014

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