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Morgengruß von Helmut Harff: Wartezeit

Wartezeiten sind nicht immer verlorene Zeiten

Vorgestern beklagte ich mich über Zeitdiebe, über diejenigen, die mir Tag für Tag eine Stunde stehlen. Die Diskussion darüber war unerwartet intensiv. Es gab viel Zustimmung und viele weitere Beispiele, wo einem Zeit gestohlen wird. Behörden, aber auch Ärzte, Friseure und andere Einrichtungen und Menschen mit einem Wartebereich bekamen ihr Fett weg.

Warten scheint für die meisten - genau wie für mich - nicht gerade die liebste Freizeitbeschäftigung zu sein. Zumindest äußerte sich niemand so, als ob er gern wartet. Ach ja, das berühmt-berüchtigte Warten auf die Partnerin wurde nur einmal thematisiert. Augenscheinlich scheinen Frauen pünktlicher zu werden. Vielleicht stimmte das Vorurteil, wonach Frauen immer mindestens eine viertel Stunde zu Spät kommen, auch einfach nicht.

Viele Menschen ärgert es wohl weniger als mich, wenn sie warten müssen. Sie sind einfach darauf vorbereitet. Die meisten haben ständig etwas zu lesen bei sich. Bleiben einige Minuten Zeit, greifen sie zum Buch, zur Zeitung oder zum E-Book. Andere surfen unterwegs per Smartphone im Internet oder kommunizieren mit anderen (wartenden?) Menschen. Manche, die in einem Warteraum sitzen, studieren die ausgelegten Informationen oder blättern in Zeitschriften, die  sie sonst nicht in die Hand nehmen.

Richtig süß fand ich die Zuschrift eines nach eigener Aussage nicht mehr jungen Mannes. Er kam mit einer Frau im Wartebereich eines Reisecenters der Bahn ins Gespräch. Nun wohne man schon zusammen. Ob die Bahn zumindest die Fahrkarten für die ins Haus stehende Hochzeitsreise übernimmt, wusste er nicht. Allerdings fand er meine Anregung so gut, dass er bei der Bahn mal nachfragen will.

Man sieht, man kann überflüssige Wartezeiten auch sinnvoll nutzen. Das trifft ja eigentlich auch für mich zu. Klar lese ich in der Wartezeit, telefoniere oder nutze die Zeit dazu, über bestimmte Dinge intensiver nachzudenken. Am liebsten überbrücke ich die Wartezeit aber damit, andere Menschen zu beobachten. Ich rätsele dann rum, was die Leute so machen, schaue mir an, wie sie gekleidet sind, was sie lesen. Manchmal höre ich auch ihren Telefonaten zu - laut genug werden die ja häufig geführt. Ich habe sogar schon darüber nachgedacht, ein Warte-Buch zu schreiben. Bisher warte ich aber noch auf den Musenkuss.

Heute wird das sicher nichts, denn ich bin wieder den ganzen Tag auf der ITB. Der beginnt mit einem hoffentlich leckerem Frühstück.

Ihnen wünsche ich ein genussvolles Frühstück und sinnvolle Wartezeiten.

 


Veröffentlicht am: 06.03.2014

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