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Morgengruß von Helmut Harff: Streik

Phantasielose Gewerkschaften sind ein Graus

Das Streikrecht ist ein hohes Gut, auf das Arbeitnehmer auf keinen Fall verzichten sollten. Das gilt auch für die Möglichkeit, sich in Interessenvertretungen, in Gewerkschaften, zusammen zu schließen. Wie sonst sollen angestellte Menschen ihre Rechte gegenüber ihren Arbeitgebern durchsetzten.

Und doch, es gibt Auseinandersetzungen zwischen den Lohnempfängern und den Lohnzahlern, die treffen immer wieder viele unbeteiligte Menschen. Ich denke an den aktuellen Pilotenstreik oder den der Mitarbeiter im öffentlichen Dienst. Wenn diese Gruppen ihre Arbeit niederlegen um Forderungen Nachdruck zu verleihen, dann leiden weniger die Arbeitgeber. Leittragende sind Fluggäste, Menschen, die ihre Kinder in die Kita bringen müssen, die im Krankenhaus behandelt werden wollen, die einen Pass brauchen (um zu fliegen).

Ja, der Lufthansa kostet jeder Streiktag diverse Millionen Euro, doch das trifft die Aktionäre. Die werden aber nicht gefragt, wie die Piloten entlohnt werden sollen. Der öffentliche Dienst wird finanzielle nicht unter geschlossenen Kitas, eingeschränkt arbeitenden Krankenhäusern, ausfallenden Bussen oder nicht stattfindender Müllentsorgung leiden.

Wieso richten die Streikenden, die Gewerkschaften dann ihre Arbeitskämpfe gegen völlig unbeteiligte Mitmenschen? Weil ihnen nichts kreatives einfällt, weil man die Muster aus der Industrie auf den öffentlichen Dienst und andere Branchen überträgt. Wieso legt man nicht die Verwaltung lahm? Wieso bestreikt man nicht Bürgermeister und Minister? Wieso stellt man nicht die Heizungen ab, den Fahrdienst ein, macht (noch mehr) Dienst nach Vorschrift oder ignoriert die wo immer es geht? Die Kommunen würden beispielsweise Geld verlieren, wenn die Ordnungsämter keine Bußgeldbescheide mehr ausstellen, wenn die Blitzer nicht mehr ausgewertet werden.

Wieso zeigen Gewerkschaftler so wenig Phantasie, wenn es darum geht, ihre Forderungen durchzusetzen? Weil Sie noch immer im 20. Jahrhundert leben, weil die Verantwortlichen noch immer nicht begriffen haben, dass sie nicht gegenüber unbeteiligte Menschen, sondern gegenüber ihren Arbeitgebern ihre Forderungen durchsetzten müssen. Wieso legt man nicht die Datennetze lahm oder droht mit der Offenlegung von Vorgängen und  Daten - bitte immer wenigstens am Rande der Legalität. Alle bejubeln Edward Snowden. Der US-Amerikaner hat ja gezeigt, was man mit der Veröffentlichung von Daten erreichen kann, was man damit auslösen kann.

Ja, ich bin dafür, dass Arbeitnehmer streiken können und dies auch tun. Ich bin strikt dagegen, dass man für das eigene Wohl das von Millionen anderen mit Füßen tritt. Wann kommen die Gewerkschaften endlich im Hier und Heute an? Ich hoffe, möglichst bald!

Ich mache mir jetzt mein Frühstück. Das ist gerade nicht vom Streik betroffen.

Ihnen wünsche ich ein genussvolles Frühstück. Hoffentlich wollten Sie heute nicht mit Lufthansa fliegen.

 


Veröffentlicht am: 03.04.2014

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