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Morgengruß von Helmut Harff: Sonntagskuchen

Sonntags, dass ist für mich Kuchenzeit

Seit meiner Kindheit verbinde ich den Sonntag mit frisch gebackenem Kuchen. Na ja, eigentlich wurde meist schon am Sonnabend gebacken. Für mich und meine kleine Schwester war das immer ein toller Moment. Vor allem der, wenn unsere Mutter noch ganz aus versehen noch etwas Teig in der Schüssel ließ. Irgendwie war dann auch immer mein Vater zur Stelle und wir balgten uns um den leckeren Teig. Komisch, Vater zog immer den kürzeren.

Wenn es nach mir gegangen wurde, hätte Mutter vor allem Blech-Hefekuchen, Zucker- und Streuselkuchen backen können. Es wurde immer eine Hälfte des Bleches so und die andere so gestaltet. Ich habe auch noch den Duft von Pflaumen- und Apfelkuchen in der Nase. Weniger erfreut war ich vom Napfkuchen. Das absolute Highlight war eigentlich gar kein Kuchen, sondern Kalter Hund. Voraussetzung war, dass wir Kakao im Hause hatten. In Ost-Berlin war der gern mal Mangelware.

Irgendwann wurde dann nicht mehr jedes Wochenende die Backschüssel aus dem Schrank geholt. Man kaufte Kuchen beim Bäcker. Der schmeckte auch ganz gut und machte keine Arbeit. Aber irgendwas fehlte. Es gab keine Schüssel mehr zum auslecken und keinen Duft von frisch gebackenem Kuchen. Allerdings gab es auch keinen Kuchen mehr, der nicht so ganz gelungen war. Es gab auch keinen klitschigen Kuchen, den ich gern mochte.

Später wurde mal wieder gebacken, allerdings mehr mit Backmischungen. Der Kuchen gelang jetzt regelmäßig, es machte weniger Arbeit und duftete auch nach frisch gebackenem. Doch der Teig in der Schüssel lockte nicht mehr so. War ist einfach zu Alt für das Teig lecken geworden? Kann eigentlich nicht sein, denn mein Vater naschte ja auch gern.

Irgendwann kam ich auf die Idee, wieder Mehl, Zucker, Fett, Milch, Hefe und was man sonst für einen leckeren Hefeteig benötigt zu kaufen. Das Rezept hatte ich sogar noch fast vollständig im Kopf - gelernt ist eben gelernt. Zu Sicherheit holte ich mir die letzte Bestätigung aus dem Netz. Am Ende zog ein Duft von frischem Kuchen durch die Wohnung, ich hatte die Schüssel ganz alleine auslecken können und einen Kuchen, der mich an meine Kindheit erinnerte.

Ich mache mir jetzt mein Frühstück und dann hole ich die Backschüssel aus dem Schrank. Am Nachmittag kommen meine Freunde auf ein Stück selbst gebackenem Kuchen vorbei.

Ihnen wünsche ich ein genussvolles Sonntags-Frühstück. Backen Sie noch wie zu Mutters Zeiten.

 


Veröffentlicht am: 06.04.2014

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