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26.04.2017

 

 

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Vinschgau für Feinschmecker

Palabirn’, Vinschger Paarl und Schmuggler-Kaffee - einzigartige Qualitätsprodukte

Der Vinschgau hält das ganze Jahr hindurch außergewöhnliche Köstlichkeiten bereit. Spezialitäten wie Vinschger Marille, Paarlbrot, Marteller Erdbeere und der neue „Original Vintschger Schmuggler-Kaffee“ haben hier in Südtirols Westen ihren Ursprung.

Sogar Einzigartiges bringt das fruchtbare Tal hervor: Die Palabirne, eine in der Region autochthone Sorte. Mittlerweile veredeln immer mehr kreative Vinschger ihre Rohstoffe zu Feinkostprodukten und präsentieren sie im Rahmen von genussvollen Veranstaltungen die ganze warme Jahreszeit hindurch.

Der Frühling erwacht: Kastelbeller Spargel

Mit drei Hektar Anbaufläche insgesamt ist Spargel im Vinschgau ein besonders gefragtes Gut. Er wird auf nur zwei Höfen in Kastelbell kultiviert und ausschließlich tagesfrisch an Hotels, Restaurants und Geschäfte in der Umgebung geliefert – keine der raren Stangen verlässt die Region. Die ideale Bodenbeschaffenheit nahe der Etsch und die lange Reifezeit sorgen für eine Geschmacksintensität, die von der Hausfrau bis hin zum Sternekoch hoch geschätzt wird. Während der Kastelbeller Spargelwochen von Mitte April bis Anfang Juni kommen auch Urlauber bei den örtlichen Gastwirten, Weinbauern und Läden in den Genuss des edlen Gemüses, jeden Dienstag um 17.30 Uhr gibt es außerdem eine Führung durch die Spargelfelder.
Anmeldung unter Fon +39 0473 62 41 22, www.kastelbell-tschars.com.

Südtirols sonnigstes Früchtchen: Marteller Bergerdbeere

Im Sommer sehen Besucher des Martelltals buchstäblich rot: Zwischen 900 und 1.800 Metern Höhe recken sich hier, mitten im Vinschgau, Erdbeeren der Bergsonne entgegen. Die Beerenkultur im höchsten Anbaugebiet Europas wurde inzwischen perfektioniert, viele Bauern haben sich auf den Anbau der süßen Früchtchen spezialisiert. Ihre Qualität verdanken sie dem milden und trockenen Klima. Aufgrund der verschiedenen Höhenlagen reifen die Erdbeeren ganz langsam an der Sonne und werden von Mai bis September geerntet. Seit vergangenem Jahr gibt es im Martelltal das neue Informationszentrum „Südtiroler Erdbeerwelt“ mit Erdbeerweg, Hofladen und allem Wissenswerten rund um die Erdbeere. Gelegenheit zum Schnuppern, Schauen und Probieren bietet auch das Erdbeerfest, dieses Jahr am 28. und 29. Juni – mit Erdbeerkönigin, Riesentorte und Tag der offenen Tür im Erdbeerversuchsfeld.

Grenzüberschreitend: Schmuggler-Kaffee Kuntrawant

Kuntrawant“, vom italienischen „contrabbando“ abgeleitet, war in der Zwischen- und Nachkriegszeit der Vinschger Begriff fürs Schmuggeln. Der kleine Grenzverkehr beschäftigte zahlreiche Burschen aus der Region, die bei Nacht und Nebel und oft unter Lebensgefahr Zigaretten, Sacharin und vor allem Kaffee über die hohen Pässe zwischen Österreich, der Schweiz und Italien schafften. So soll auch der erste Bohnenkaffee in den Vinschgau gekommen sein. Mittlerweile kann man den „Original Vintschger Schmuggler-Kaffee“ ganz legal erwerben: Die kleine Kaffeerösterei Kuntrawant in Prad am Stilfserjoch stellt derzeit fünf verschiedene Sorten her, die Auswahl reicht vom kräftigen italienischen Espresso bis hin zum mild-fruchtigen Filterkaffee. Montags, mittwochs und freitags wird frisch geröstet, wer mag, kann sich Kuntrawant direkt im angeschlossenen Café am Platzl in Prad schmecken lassen oder online bestellen.

DAS Brot: Vinschger Ur-Paarl

Das Vinschger Ur-Paarl, bei uns als Vinschgerl bekannt, war 2004 erstes Südtiroler Qualitätserzeugnis, welches das Siegel von Slow-Food tragen durfte. Die renommierte Organisation engagiert sich weltweit für nachhaltigen und bewussten Genuss, traditionelle Herstellung und die Erhaltung regionaler Kreisläufe. Mitglieder wie die Produzenten der typischen Brotspezialität verpflichten sich zur Erfüllung strenger Vorgaben. So darf etwa der verwendete Roggen ausschließlich auf den Ackerböden des oberen und mittleren Vinschgau nach alter Tradition angebaut werden, Bäcker haben sich an das überlieferte Ur-Paarl-Rezept aus dem Kloster Marienberg zu halten. Seine urtümliche Form verdankt das „Brot der Brautleute“ übrigens einem alten Brauch: Die beiden zusammenhängenden, flachen Laibe wurden zu Hochzeiten gebacken und stehen sinnbildlich für Braut und Bräutigam. Zahlreiche Paarl-Bäckereien können selbstverständlich besucht werden.

Weinbau im größten Trockental der Alpen: Vinschger Spitzentropfen


Mit nur 35 Hektar ist der untere Vinschgau bis nach Schlanders Südtirols kleinste geschlossene Weinregion und unter Connaisseuren ein Geheim-Tipp: Bei minimalem Niederschlag wird auf den kargen, sandigen Böden des steilen Sonnenbergs der so genannte „Cool Climate“-Anbau betrieben. In Höhen von 500 bis 800 Metern gedeihen die Trauben für mineralisch-filigrane Weiß- und körperreiche Rotweine. Vinophile können bis zum Herbst regelmäßig an Weinverkostungen auf drei verschiedenen Weinhöfen (Weingut Unterortl in Juval, Rebhof in Kastelbell, Winzer Elmar Luggin in Schluderns) teilnehmen.
Infos und Anmeldung unter   Fon +39 0473 62 41 93 oder www.kastelbell-tschars.com

Die Edel-Aprikose: Vinschger Marille

Seit Kurzem haben sich viele Bauernhöfe wieder auf die Anbautradition der Vinschger Marille besonnen, denn hier auf 500 bis rund 1.000 Metern Höhe gedeiht sie besonders gut. Eine lange Reifezeit, die für das Tal typischen Temperaturschwankungen zwischen Tag und Nacht sowie geringe Niederschläge sind verantwortlich für ihr intensives Aroma. Auch wenn die genaue Herkunft der Vinschger Marille nicht gesichert ist – man vermutet eine Verbindung zum Typ „Ungarische Beste“ – ist sie doch eine eigene Sorte. Hausfrauen wie Feinschmecker schwören auf die Edel-Aprikose, aus der Brände, Marmeladen oder Knödel mit unverwechselbarem Geschmack hergestellt werden. Gehuldigt wird dem feinen Früchtchen vom 2. bis 3. August auf dem kulturkulinarischen Fest „Marmor und Marillen“ im Marmordorf Laas.

Hochprozentig: Italiens erster Whisky

In Südtirols kleinster Stadt Glurns gibt es seit 2012 die erste und einzige Whisky-Brennerei Italiens. Bei Puni wird echter Single Malt nach traditioneller schottischer Methode hergestellt. Das verwendete Getreide stammt, ausgenommen der Gerste, aus dem Vinschgau. Die Destillerie trägt den Namen des Flusses Puni, der in den Ötztaler Alpen entspringt. Schon lang ist das schottische „Lebenswasser“ Date : 2012-11-08 14:48:05größtes Hobby von Unternehmerfamilie Ebensperger: Zwei Jahre lang verkrochen sich Vater Albrecht und Sohn Jonas im Keller, experimentierten mit Getreide, studierten Destillierweisen und holten sich einen echten schottischen Brennmeister ins Haus, bis die perfekte Rezeptur stand – und das Gebäude: Kein Geringerer als Stararchitekt Werner Tscholl zeichnet für den 13 Meter hohen Betonziegel-Kubus verantwortlich. Führungen durch die Schau-Destillerie werden bei Voranmeldung angeboten, selbstverständlich inklusive Verkostung des ersten „Italian Single Malt“.

Eine wie keine: Die Palabirne

Die Palabirne ist eine beinah in Vergessenheit geratene Obstsorte. Sie gedeiht ausschließlich an uralten, knorrigen Bäumen im Obervinschgau und steht mittlerweile sogar unter Naturschutz. 1755 erstmals erwähnt, ist sie seitdem für ihre entgiftende und heilende Wirkung bekannt. Die einst übliche Bezeichnung als „Sommer-Apotheker-Birne“ kommt also nicht von ungefähr. Da sie leicht verdirbt und rasch verarbeitet werden muss, verlor die Palabirne mit der Zeit ihre wirtschaftliche Bedeutung. Erst Liebhaber erweckten sie kürzlich wieder zum Leben. Heute ist die Birne mit dem intensiven Karamellaroma aus der Südtiroler Gourmetküche nicht mehr wegzudenken und wird als Hauptzutat für Trockenobst, Kuchen und feinste Chutneys verwendet. Bauer Walter Tschenett vom Tälerhof zum Beispiel hat sich voll und ganz auf das feine Früchtchen spezialisiert – wer mag, kann bei ihm sogar seinen eigenen Baum mieten. Anlässlich der Palabiratage vom 12. bis 21. September in Südtirols kleinster Stadt Glurns werden alle Spezialitäten rund um die alte Birnensorte verkostet und verkauft.

GENUSS-TERMINE IM VINSCHGAU 2014

Kastelbeller Spargelzeit 
                                                      
11. April bis 22. Mai

Weinverkostungen
– jeden 2. Donnerstag, jeweils 15.30 Uhr auf dem Weingut Unterortl in Juval                
(Anmeldung unter Fon +39 0473 62 41 93)

– jeden Freitag, jeweils 15.30 Uhr auf dem Rebhof in Kastelbell
(Anmeldung unter Fon +39 0473 62 41 93)

– jeden 1. Freitag (außer Juli), jeweils 18 Uhr mit Winzer Elmar Luggin in Schluderns 
(Anmeldung unter Fon +39 0473 61 52 58)

Obervinschger Frühlingstage                                               
24. bis 31. Mai

Kulturwanderung „Am Weg ins Schnalstal“                         
25. Mai

Südtiroler Erdbeerfest im Martelltal                                     
28./29. Juni

6. Kräuter- und Bergblumenwoche                                       
28. Juni bis 5. Juli

Glurnser Laubenmarkt                                                          
12. Juli

Marmor und Marillen                                                            
2./3. August

Vinschger Palabiratage                                                        
12. bis 21. September

Laaser Krautwochen                                                            
24. Oktober bis 16. November

Infos unter www.vinschgau.net oder Fon +39 0473 62 04 80

Bilder:
Vinschgau Marketing/Frieder Blickle(2), Puni Destillerie

 


Veröffentlicht am: 27.04.2014

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