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Aufgespießt: Grillen

(Helmut Harff / Chefredakteur) Fleisch gehört seit Urzeiten zur Ernährung des Menschen. Kaum etwas hat so zur Ausprägung der bis heute praktizierten Rollenbilder von Frau und Mann beigetragen, wie die Jagd auf kleine und große Fleischlieferanten. Das Kaninchen konnte Mann noch allein erlegen. Hirsche, Schweine oder gar das Mammut konnte man nur in Gemeinschaft zur Strecke bringen.

Während unsere Vorfahren vor Tausenden von Jahren so das Überleben sicherten, wussten die Frauen, wie man mittels Feuer das Fleisch lecker zubereitet. Wobei ich bezweifele, dass es damals auf Wohlgeschmack ankam. Satt werden und das Anlegen von eigenen Fettreserven war sicherlich deutlich wichtiger.

Heute ist das alles etwas anders. Es gibt hierzulande keinen Männer mehr - ich weiß das es Jäger gibt - die auf die Jagd gehen, um das Überleben ihrer Sippe zu gewährleisten. Heute "schießen" die meisten Männer - unterstützt von ihren Frauen - das Fleisch beim Metzger ihres Vertrauens oder im Supermarkt. Dafür beherrschen die Männer heute die Kunst der Zubereitung über dem offenen Feuer. Grillen ist Männersache.

Das hören vor allem die Männer gern und Frauen lassen Sie in dem Glauben. Es stimmt ja auch, am Grill wachsen wir Männer über uns hinaus. Wir machen dabei gern aus einer gebratenen Wurst oder einem hoffentlich nicht zähem Stück Fleisch eine Wissenschaft. Mann, die Teile gehören auf gut durchgeglühte Holzkohle, werden zweimal gewendet und dann "guten Appetit". Wer unbedingt seine Kammscheiben marinieren will, macht das bitte selber. Nur völlige Versager kaufen das Fleisch "fertig" mariniert.

Wer dagegen seine Qualitäten als Koch unter Beweis stellen will, der rührt nicht nur die Dipps selber an, der macht auch die Salate selber. Hier ist männliche Kreativität gefragt. Wenn es schon Kartoffelsalat sein muss, dann bitte einem nach eigenen Rezept. Wer "Mutters Salat" nachmacht, zeigt nur, dass er noch immer an Mamas Rockzipfel hängt. Sicherlich gut kommt an, wenn neben Würstchen und der klassischen Kammscheibe auch mal anderes auf dem Grill landet. Fisch, aber auch Gemüse oder Kartoffeln wurden schon vor Jahrtausenden von Grillerinnen in die Glut gehalten. Zurück zu den Wurzeln ist angesagt.

Übrigens: Der Grill ist keine Alternative zum Kampf Mann gegen Mann oder Mann gegen Frau. Es ist auch nicht derjenige der bessere Griller, der den teuersten und aufwendigsten Grill hat. Grillen soll Spaß machen. Machogehabe hat da ebenso wenig zu suchen, wie spätpubertierende Männchen, die endlich mal zeigen wollen, dass sie auch ein Kerl sind. Grillen, das macht Männern Spaß. Es macht aber auch Spaß, sich um seine Gäste zu kümmern, während Sohn, Tochter oder Frau die Würste wenden.

Ich wünsche Ihnen viele genussvolle Grillabende.

 


Veröffentlicht am: 28.04.2014

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