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Morgengruß von Helmut Harff: 1. Mai

Freier oder Feiertag

Heute lieben wir den 1. Mai ganz besonders. Mit nur einem Urlaubstag machen viele aus dem Feiertag vier freie Tage am Stück. Da freut sich der Garten, der Dauercampingplatz wird hergerichtet oder zuhause endlich renoviert. Gern fährt man diese vier Tag auch auf Kurzurlaub.

Ja, einige Hunderttausend Menschen werden für mehr Arbeitgeberrechte demonstrieren. Doch die Zeit, an denen der 1. Mai den Arbeitern und Gewerkschaften gehörte, scheinen vorbei. Vor allem die großen Interessenvertreter der angestellten Bevölkerung leiden unter Mitgliederschwund. Kleine Spartengewerkschaften sorgen für Furore. Man denke nur Gewerkschaften der Lokführer und Piloten. Ob die heute auch zu Demos aufgerufen haben?

Doch warum buddeln die Leute heuten lieber im Garten, fahren weg oder treffen sich mit Freunde und Familie zu einem Ausflug? Haben die Arbeitnehmer schon den Garten Eden für sich gefunden? Meinen (zu) viele, dass man sowieso nichts ändern kann, wenn man auf die Straße geht? Sind die großen Gewerkschaften zahnlose Tiger geworden, die nur die eigenen Beitragszahler im Auge haben?

Ich befürchte, dass man auf alle Fragen mit einem "ja", einem "ja, vielleicht" oder "jein" antworten kann. Wir wollen Spaß - und DGB-Mai-Veranstaltungen überzeugen nicht mit einem allzu großen Spaßfaktor. Doch ist wirklich immer Spaß angesagt? Ich als Freiberufler, als sich selbst ausbeutender, habe ja mit dem 1. Mai als "Tag der Arbeit" nicht viel zu tun. Doch wer als Arbeitnehmer diese Chance nicht nutzt und Flagge zeigt für mehr soziale Rechte und was es da sonst an sinnvollen Gewerkschaftsforderungen gibt, für den habe ich kaum Verständnis.

Wer heute nicht für seine Rechte kämpft - sorry aber zur Kundgebung zu gehen muss nicht sehr kämpferisch sein - der wird sich demnächst seinen Garten oder den dritten Kurzurlaub nicht mehr leisten können. Doch letztendlich muss jeder selber entscheiden, was ihm wichtiger ist.

Ich erinnere mich noch gut an den 1. Mai in der DDR. Da gehörte es zur (gern eingeforderten und prämiensichernden) Pflicht, an den Mai-Aufmärschen teilzunehmen. Am "Kampftag der Arbeiterklasse" habe ich nie Forderungen nach verkürzter Arbeitszeit, mehr Lohn und mehr Rente gesehen. So gesehen sind vielleicht einige Hunderttausend freiwillige Demonstranten mehr Wert als endlose Marschkolonnen.

Mal sehen wo ich mich heute mit Freunden zum Frühstück treffen werde. Leider lockt das Wetter nicht wirklich ins Freie.

Ihnen wünsche ich ein genussvolles 1. Mai-Frühstück. Gehen Sie zur Demo?

 


Veröffentlicht am: 01.05.2014

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