Startseite  

24.05.2017

 

 

Werbung

 

Vorherigen Artikel lesen Nächsten Artikel lesen

 

Morgengruß von Helmut Harff: Anbetungswürdig

Wir brauchen Heilige - oder?

Vor einigen Tagen sprach Papst Franziskus zwei seiner Vorgänger heilig. Ein Morgengruß widmete ich dem Thema. Wie kaum anders zu erwarten, gab es dazu einige Diskussion.

Die meisten, die sich zu dem Thema Heiligsprechung äußerten, sprachen sich nicht grundsätzlich gegen Heilige in der Kirche aus. Bezweifelt wurde allerdings, dass die beiden Päpste es wirklich verdient haben, in den erlauchten Kreis der Heiligen aufgenommen zu werden. Sie, so der Tenor, seinen weder Märtyrer, noch hätten sie wirklich Wunder vollbracht. Aber, so die eher pragmatische Sichtweise, dass ist das Problem der katholischen Kirche.

Vielmehr interessierte die Frage, ob wir überhaupt Heilige, ob wir anbetungswürdige Personen brauchen. Erstaunlich war, dass die meisten Leser genau dieser Ansicht sind. Man verwies darauf, dass schon die ersten Menschen, schon die Neandertaler Dinge und zumindest Tiere anbeteten. Das hat sich bis heute nicht geändert - so die verbreitete Meinung.

Kritisiert wurde, dass immer wieder Personen in den Stand von Heiligen gehoben werden, die das nicht verdient haben. Namen wie Stalin oder Hitler fielen. Kritisiert wurde ebenfalls die "Heiligenverehrung" von Sportlern, Künstlern und anderen Menschen. Hier wurde häufig behauptet, dass vor allem der wirtschaftliche Erfolg im Mittelpunkt steht. Da mag schon etwas dran sein. Doch ich glaube, dass man erfolgreiche Sportler weniger wegen ihrer Bankkonten, als wegen ihren herausragenden Leistungen verehrt. Kein Reporter erwähnt, wie viel ein Fußballer für seine drei Tore an Prämie bekommt. Selbst in der Formel1 wird nur am Rande erwähnt, dass es für die schnellste Rennrunde in der Mannschaftskasse kräftig klingelt.

Gott sei Dank gibt es aber auch Leute, die zwar reich wurden, aber nicht dafür, sondern für ihre Lebensleistung nahezu angebetet werden. Ich denke hier an Typen wie Steve Jobs oder Bill Gates. Gleiches gilt für Künstler wie Anna Netrebko, A. R. Penck oder Daniel Barenboim.

Ich glaube, nein, ich bin überzeugt davon, dass wir nicht unbedingt Heilige brauchen. Ganz sicher brauchen wir allerdings Menschen, zu denen wir aufblicken können, die für uns ein Vorbild sind. Ohne Vorbilder, ohne Menschen denen wir nacheifern, haben wir deutlich weniger Anreize im Leben. Allerdings sollten wir bei der Auswahl unserer Vorbilder, unserer Heiligen vorsichtig sein. Nicht jeder, der irgendwie und irgendwo erfolgreich ist, taugt zum Vorbild. Vorbild bedeutet auch nicht, dass wir genau das so weit es geht kopieren.

Ich mache mir jetzt mein Frühstück. Dafür habe ich kein Vorbild. Gibt es eigentlich einen Frühstücksheiligen?

Ihnen wünsche ich ein genussvolles Frühstück.

 


Veröffentlicht am: 02.05.2014

AusdruckenArtikel drucken

LesenzeichenLesezeichen speichern

FeedbackMit uns Kontakt aufnehmen

NewsletterNewsletter bestellen und abbestellen

TwitterFolge uns auf Twitter

FacebookTeile diesen Beitrag auf Facebook

Hoch: Hoch zum Seitenanfang

Nächsten Artikel: lesen

Vorherigen Artikel: lesen

 

 


Werbung

 


Werbung

 


Werbung

 


Werbung

Neu auf genussmaenner.de


 

 
         
             
     
     
     

 

Service
Impressum
Kontakt
Mediadaten
Newsletter
Nutzungshinweise
Presse
Redaktion
RSS 
Sitemap
Suchen

 

Besuchen Sie auch diese Seiten in unserem Netzwerk
| Börsen-Lexikon
| fotomensch berlin - der Fotograf von genussmaenner.de
| Frauenfinanzseite
| Geld & Genuss
| geniesserinnen.de
| gentleman today - Edel geht die Welt zu Grunde
| instock
| marketingmensch | Agentur für Marketing, Werbung & Internet
| Unter der Lupe

 

Rechtliches
© 2007 - 2017 by genussmaenner.de, Berlin. Alle Rechte vorbehalten.

Lesezeichen:
 Del.icio.us Google Bookmark Reddit