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28.06.2017

 

 

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Revierkampf unter der Motorhaube

Tipps zur Marderabwehr am Auto

Vor allem zwischen Juni und August nutzen Marder auf ihren nächtlichen Streifzügen den Motorraum von Autos als Unterschlupf. Und wenn die Nager die Duftmarke eines anderen Artgenossen riechen, beißen sie auch mal zu. Das kann für Autobesitzer teuer werden: Die Schäden durch Marderbisse in Deutschland belaufen sich jährlich auf etwa 63 Millionen Euro.

Frank Mauelshagen, Kfz-Experte von ERGO, gibt hilfreiche Tipps zur Marderabwehr und erläutert, wie Autofahrer Marderschäden schneller feststellen können.

Welche Schäden können durch Marderbisse entstehen und wer kommt dafür auf?
Frank Mauelshagen:
Den größten Schaden richten die Marder im Frühsommer während der Paarungszeit an. Im Motorraum eines Autos verteilen sie ihre Duftmarken in Form von Ausscheidungen. Wenn Mardermännchen den Geruch eines fremden Artgenossen im „eigenen“ Revier wittern, beißen sie oft zu! 230.000 Marderattacken gibt es in Deutschland jährlich. Darunter leiden Schläuche und Kabel, zum Beispiel Kühlwasser- und Bremsschläuche sowie Zündkerzenkabel. Aber auch Dämmmaterial und Gummidichtungen sind besonders gefährdet. Die daraus entstehenden Kosten hängen davon ab, wie schnell Autofahrer die Marderattacke feststellen.

Bleibt sie länger unentdeckt, können zusätzliche Schäden am Fahrzeug entstehen – zum Beispiel, wenn es wegen zerbissener Zündkabel zu Zündaussetzern kommt. Diese führen auf Dauer zu Katalysatorschäden. Zerbissene Kühlschläuche können wiederum zur Überhitzung des Motors führen. Die Folgen eines übersehenen Marderbisses reichen damit von einer Autopanne bis hin zu einem Unfall oder gar einem Autobrand. Zum Glück springt bei Schäden durch Marderbisse in aller Regel die Teilkaskoversicherung ein. Der Abschluss einer Kaskoversicherung ist im Gegensatz zur Kfz-Haftpflichtversicherung für Autofahrer zwar freiwillig, kann sich in solchen Fällen aber durchaus lohnen. So deckt eine gute Teilkaskoversicherung unmittelbare Schäden an Bremsleitungen, Kabeln, Schläuchen oder Dämmmaterial ab, die durch Tierbiss entstanden sind. Einige Versicherer ersetzen im versicherten Rahmen der Teilkasko sogar Folgeschäden.


Wie können Fahrer einen Schaden am Fahrzeug feststellen? Und was ist dann zu tun?
Frank Mauelshagen:
Problematisch für Autobesitzer ist, dass sich Bissstellen häufig nur schwer erkennen lassen. Denn manchmal hinterlassen die Tiere nur einen etwa stecknadelgroßen Einstich. Bei Verdacht auf einen Marderbesuch im Motorraum sollten Autobesitzer deshalb am Morgen den Stellplatz des Fahrzeugs nach Gummiteilchen und Flüssigkeitsflecken absuchen. Auch wenn während der Fahrt der Zeiger an der Temperaturanzeige des Kühlwassers in den roten Bereich geht, kann dies ein Zeichen für einen Marderschaden sein. Ein Blick unter die Motorhaube lohnt sich dann in jedem Fall! Im Zweifel empfiehlt es sich, den Wagen in einer Werkstatt auf mögliche Schäden überprüfen zu lassen. Wichtig nach einem Marderschaden: den Motorraum vom Fachmann professionell reinigen lassen! So werden die Duftmarken des Marders weggespült und andere Artgenossen beißen nicht so schnell wieder zu. Übrigens: Wer ganz auf der sicheren Seite sein möchte, lässt bereits eine Motorwäsche durchführen, wenn er Pfotenabdrücke auf der Motorhaube oder andere Marderspuren, wie Nahrungsreste im Motorraum, erkennt.

Was sollten Autofahrer beachten, um das Fahrzeug im Sommer vor nächtlichen Bissattacken zu schützen?
Frank Mauelshagen:
Nach Möglichkeit sollte das Auto in einer geschlossenen Garage parken, deren Tor auch tagsüber verschlossen bleibt. Wer seinen Wagen im Freien abstellt, sollte sich insbesondere über Nacht vor Marderbissen am Fahrzeug in Acht nehmen! Denn dann nutzen die pelzigen Vierbeiner den engen Raum unter der Motorhaube als Schlafplatz. Ein Allheilmittel gegen den Marder gibt es leider nicht. Bekannte Abwehrmaßnahmen sind Anti-Marder-Sprays, das Anbringen eines Büschels Hundehaare, Mottenkugeln oder Toilettensteine – sie alle bieten jedoch gar keinen Schutz vor Marderattacken oder zumindest keinen dauerhaften. Elektronische Schutzgeräte, die die tierischen Eindringlinge durch Stromstöße oder Ultraschall abwehren, sind nur bedingt zu empfehlen. Erfahrungsgemäß richten sie gegen Marder wenig aus. Ein effektiveres Mittel, um die nächtlichen Besucher vom Fahrzeug fernzuhalten, sind elastische Drahtgitter wie Maschendrahtzaun, die auf dem Boden ausgelegt werden. Denn Marder vermeiden den wackeligen und unbekannten Untergrund. Allerdings müssen die Gitter bei jedem Abstellen des Autos erneut unter dem Motorraum ausgelegt werden! Manche Hersteller schotten den Motorraum je nach Fahrzeugmodell inzwischen auch komplett ab. So können die Vierbeiner erst gar nicht in das Innere des Wagens vordringen.

Quelle: ERGO Versicherungsgruppe

 


Veröffentlicht am: 14.05.2014

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