Startseite  

23.04.2017

 

 

Werbung

 

Vorherigen Artikel lesen Nächsten Artikel lesen

 

Morgengruß von Helmut Harff: Vorschriften

Wir in Deutschland jammern gern. Jetzt vor der Europa-Wahl besonders gern über die EU-Bürokratie und ihren Regulierungswahn. Wir beklagen uns ebenfalls gern über viel zu viele Vorschriften, die wer auch immer erlässt.

Sicherlich gibt es Vorschriften, die sind auch auf den zweiten und dritten Blick unsinnig. Es gibt auch solche, die sind sicherlich nicht mehr zeitgemäß. Und doch, wenn ich ehrlich bin, dann bin ich froh darüber, dass es sehr viele sinnvolle Vorschriften gibt. Ich bin auch froh darüber, dass es Menschen gibt, die deren Einhaltung überwachen. Ich bin sogar ziemlich sicher, dass es ruhig noch mehr Überwacher geben sollte.

Wieso ich darauf komme? Immer wenn es in der Welt große Unglücke gibt, wie jetzt das dramatische Grubenunglück in der Türkei oder vor Jahresfrist der Einsturz eines Produktionsgebäudes in Bangladesh mit Hunderten von Toten, dann bin ich froh, dass ich im regulierten Deutschland lebe. Viele dieser Unglücke sind auf Schlamperei zurück zuführen. Selbst wenn es Regeln gibt, werden die einfach ignoriert. Es gibt kaum Kontrollen und es scheint, dass die Kontrolleure nach einer großzügigen Zuwendung plötzlich blind werden. Mich freut, dass es deutsche Kontrolleure gibt, die ihren Job ernst nehmen.

Ja, auch in Deutschland gibt es Schlamperei. Wir leben ja nicht im Garten Eden. Im Vergleich zu Drittweltländern oder sogenannten Schwellenländern leben wir in dieser Hinsicht allerdings wirklich auf Wolke sieben. Kein deutscher Politiker würde sich wie der türkische Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan hinstellen und nach so einem Grubenunglück darauf verweisen, dass es solche Katastrophen vor Jahrzehnten oder Jahrhunderten auch in Ländern wie Großbritannien gab. Sieht Erdogan sein Land auf dieser technologischen Stufe?

Eins ist sicher, Unglücke passieren auch bei uns, auch bei einem Wust von Vorschriften und (hoffentlich) unbestechlichen Kontrolleuren. Man denke nur an das verheerende Bahnunglück bei Eschede. Und doch, ob die Hauptuntersuchung für das Auto oder der regelmäßige Besuch des Schornsteinfegers, der wache Blick des Arbeitsschutzverantwortlichen im Unternehmen oder die (viel zu seltenen) Besuche von Lebensmittelkontrolleuren in Unternehmen und Gaststätten machen unser Leben sicherer.

Ich mache mir jetzt mein Frühstück. Da gibt es wohl kaum Vorschriften zu beachten.

Ihnen wünsche ich ein genussvolles Frühstück.

 


Veröffentlicht am: 15.05.2014

AusdruckenArtikel drucken

LesenzeichenLesezeichen speichern

FeedbackMit uns Kontakt aufnehmen

NewsletterNewsletter bestellen und abbestellen

TwitterFolge uns auf Twitter

FacebookTeile diesen Beitrag auf Facebook

Hoch: Hoch zum Seitenanfang

Nächsten Artikel: lesen

Vorherigen Artikel: lesen

 

 


Werbung

 


Werbung

 


Werbung

 


Werbung

Logo yorxs

 

Neu auf genussmaenner.de


 

 
         
             
     
     
     

 

Service
Impressum
Kontakt
Mediadaten
Newsletter
Nutzungshinweise
Presse
Redaktion
RSS 
Sitemap
Suchen

 

Besuchen Sie auch diese Seiten in unserem Netzwerk
| Börsen-Lexikon
| Geld & Genuss
| gentleman today
| Frauenfinanzseite
| fotomensch berlin - der Fotograf von genussmaenner.de
| geniesserinnen.de
| instock
| marketingmensch | Agentur für Marketing, Werbung & Internet
| Unter der Lupe

 

Rechtliches
© 2007 - 2017 by genussmaenner.de, Berlin. Alle Rechte vorbehalten.

Lesezeichen:
 Del.icio.us Google Bookmark Reddit