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Morgengruß von Helmut Harff: Bigotterie

Und schon wieder benachteiligt die Politik Männer

Gestern gab es gleich zwei politisch wichtige Termine. Das politische Berlin feierte 65 Jahre Grundgesetz. Ganz besonders Stolz zeigte man sich davon, dass die sogenannten Väter und Mütter - es war vor allem einer Frau zu verdanken - darin verankerten, dass Frauen und Männer gleichberechtigt sind. Schön, doch Papier ist geduldig und von der Gleichberechtigung sind wir noch meilenweit entfernt.

Am gleichen Tag wurde von der Mehrheit des Deutschen Bundestages das neue Rentengesetz beschlossen. Darin steht unter anderem, dass Frauen, die vor 1992 Kinder aufgezogen haben, mehr Rente bekommen. Zu lesen ist dazu: "Die Mütterrente ist eine Anerkennung für die erbrachte Erziehungsleistung. Frauen und Männer, die vor 1992 Kinder großgezogen haben, hatten nicht die Betreuungsmöglichkeiten und damit Chancen auf Berufstätigkeit, wie Eltern sie heute haben. Viele haben die Arbeit unterbrochen oder ganz aufgegeben, um die Erziehung der Kinder zu übernehmen. Ihre Erziehungsleistung soll stärker gewürdigt werden als bisher".

Wieso sollen nur die Männer mehr Rente bekommen, die wegen der Kinder ihren Job aufgegeben haben? Was ist mit den Männern, die sich krumm geschuftet haben, damit sich die Frau um den Nachwuchs kümmern konnte. Diese Männer haben sich im wahrsten Sinne des Wortes kaputt gearbeitet, mussten früher in Rente gehen oder schlechter bezahlte Jobs machen. Da blieb häufig auch keine Zeit und Kraft, sich zu qualifizieren, sich auf Kosten einer nicht mehr prallen Lohntüte neue Berufsperspektiven zu erschließen. All diese Männer gehen nun leer aus. Schöne Gleichberechtigung.

Was mich noch mehr ärgert, ist die Tatsache, dass mit dem neuen Rentengesetz im Jahr 2014 das Versagen der Bundesrepublik alt von den heute Jungen bezahlt werden soll. Augenscheinlich stand (und steht) die so vollmundig gelobte Gleichberechtigung von Mann und Frau nur auf dem Papier. Ansonsten hätten sich Frauen und Männer ja auch schon vor Jahrzehnten um den Nachwuchs kümmern dürfen oder auch müssen.

Was für ein gesellschaftliches Bild transportiert das neue Rentengesetz? Kinder aufziehen ist Weibersache und Männer sorgen für das Geld? Ist es das, was CDU/CSU und SPD unter Gleichberechtigung von Frauen und Männern verstehen? Wenn man die nicht will, warum streicht man diesen Passus nicht aus dem Grundgesetz? Man hat doch eine Zweidrittel-Mehrheit im Bundestag.

Ich möchte einmal erleben, dass die Regierenden in diesem Land Männer mit Frauen gleichstellen, wenn es um Kinder geht. Das meine ich nicht nur mit Blick auf die Rente, sondern in jeder Hinsicht.

Ich mache mir jetzt mein Frühstück. Auch hier bin ich für Gleichberechtigung. Mal mache ich es, mal werde ich mit einem tollen Frühstück überrascht.

Ich wünsche Ihnen ein genussvolles Frühstück.

 


Veröffentlicht am: 24.05.2014

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