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Morgengruß von Helmut Harff: Europa

... und eine Wahl

Um es mal abgewandelt mit Heinrich Heine zu sagen: Denk ich an Europa in der Nacht, so bin ich um den Schlaf gebracht. Europa, dass ist ein Kontinent, auf dem Menschen ohne Arbeit sind, die in Armut leben und teilweise als Menschen zweiter Klasse behandelt werden. In einigen Teilen herrschen Diktatoren woanders träumen Herrscher und Völker von alter Macht und Größe. In Teilen Europas ermorden sich Landsleute und in anderen stehen sich Staaten kriegerisch gegenüber.

Denke ich an Europa, so sind das in erster Line keine guten Gedanken. Da gibt es geteilte Länder, da gibt es eine (noch nicht überall sichtbare) Mauer, da sterben täglich Menschen, nur weil sie diese Mauer überwinden wollen.

Denke ich an Europa, so denke ich auch an jene Teile Europas, in denen es deutlich besser läuft. Hier herrscht im Vergleich zum übrigen Kontinent deutlich mehr Stabilität und Wohlstand. Hier ist es relativ sicher, hier verhungert kaum einer, hier werden die meisten Menschen medizinisch versorgt und Arbeit wird bezahlt. Ein Blick auf die Europakarte zeigt allerdings, dass ist der weitaus kleinere Teil der Landmasse zwischen Atlantik und Ural, zwischen Nordkap und Mittelmeer.

Denke ich an Europa, so denke ich auch an seine Geschichte. Aktuell vor allem an die des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation. Dieses Reich, maßgeblich verfasst von Kaiser Karl IV., war sozusagen das erste, das weite Gebiete Europas zumindest in Teilen vereinigte.

Nun gibt es wieder so etwas wie das alte Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation. Klar, ich meine die Europäische Union - gern völlig politisch und geografisch unkorrekt als Europa bezeichnet. Diese Europäische Union hat sich ein Parlament genehmigt. Das sollen wir heute wählen. Wir sind zur Europawahl aufgerufen. Ich befürchte bei genauem Hinsehen, dass es so eine Wahl gar nicht gibt. Wie schon gesagt, sollen wir heute das Parlament der Europäischen Union wählen.

Doch wen wählen wir da eigentlich? Ja, einige Spitzenkandidaten konnte man im Fernsehen begutachten, doch von wem sind sie eigentlich Spitzenkandidaten und wer arbeitet da zukünftig mit wem in Straßburg und Brüssel zusammen. Da durchzusteigen ist deutlich schwerer, als ein neues Smartphone zu programmieren.

Und doch, ich werde heute nicht zur Europawahl, aber zu der des Europäischen Parlaments gehen. Allerdings weiß ich ehrlicher Weise noch nicht, wem ich meine Stimme gebe.

Bevor ich mich wie jeden Sonntag zum Frühstücksbrunch treffe, gehe ich noch bei meinem Wahllokal vorbei.

Ich wünsche Ihnen ein genussvolles Sonntagsfrühstück. Bitte, nicht vergessen zur Wahl zu gehen. Das hätte Europa nicht verdient.

 


Veröffentlicht am: 25.05.2014

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