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Morgengruß von Helmut Harff: Schwul

Vor 20 Jahren wurde der "Schwulenparagraf" abgeschafft

"Ich bin Schwul und das ist auch gut so" - mit diesem Satz wurde Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit fast noch bekannter als mit dem Pleiteflughafen BER. Schöner Satz, doch was ist so gut daran, schwul zu sein?

Sind homosexuelle Menschen wirklich andere Menschen als heterosexuelle? Ich bin der festen Überzeugung, dass dem nicht so ist. Ich glaube, ich kann mir da ein Urteil erlauben, denn  ich habe über Jahrzehnte mit gleichgeschlechtlich lebenden Menschen zusammen gearbeitet. Von den meisten wusste ich lange nicht, wie ihre sexuelle Ausrichtung ist. Mir war das auch nie wichtig.

Was ist so wichtig daran, was Menschen im Schlafzimmer oder sonstwo miteinander machen? Meine sexuellen Vorlieben trage ich ja auch nicht vor mir her. Wen interessiert es, welche sexuellen Praktiken ich bevorzuge. Das geht nur mich und meine Sexpartner etwas an.

Na ja, so ganz stimmt das nicht. In einigen Fällen hat der Gesetzgeber etwas dagegen. Einst hatte er etwas gegen gleichgeschlechtliche Liebe, heute gegen die Vielehe. Beides war einmal gesellschaftlich akzeptiert und mal mit dem Tod bedroht. Sex mit Kindern war in der Antike wohl normal, ist heute völlig zu Recht unter strenge Strafe gestellt. Das ist gut so.

Doch zurück zum Thema: Warum haben immer mehr Menschen den Eindruck, dass man irgendwie nicht dazu gehört, eine Minderheit ist, wenn man nicht in einer gleichgeschlechtlichen Beziehung lebt? In dem Medien ist dieses Thema viel präsenter, als das Liebesleben von Singles oder alten Menschen. Ist das Thema doch noch so mit Vorurteilen belastet, ist es so verrucht, dass man damit die Quote, die Auflage steigern kann?

Wozu soll sich ein Fußballer als schwul outen? Warum fordert keiner, dass sich Menschen outen sollen, die gern devot leben, die gern Sex mit mehreren Partnern haben? Warum lese ich nirgendwo den Satz: "Ich gehe in den Swingerclub und das ist auch gut so"? Hoffentlich deshalb, weil es einfach niemand etwas angeht. Es geht auch niemand etwas an, ob jemand schwul ist oder nicht. Wie gesagt, was da im Schlafzimmer passiert, geht uns nichts an - solange es beide wollen.

Mir ist egal, ob jemand schwul, ob jemand hetero ist. Mir ist es auch egal, ob jemand der einen oder anderen Religion angehört, wo er geboren wurde. Mich interessiert, was er für ein Mensch ist, ob er mir sympathisch ist. Dass kann ein schwuler Moslem aus Moskau, aber auch ein katholischer Vater sein, dessen vier Kinder jeweils eine andere Mutter haben.

Ich mache mir jetzt ganz vorurteilsfrei mein Frühstück.

Ihnen wünsche ich ein schönes Frühstück und behalten Sie ihre sexuelle Ausrichtung ruhig für sich. Es gibt keine Bürgerpflicht zum Outing.

 


Veröffentlicht am: 11.06.2014

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