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Aufgespießt: Faszination Fußball

Kicker und Politiker haben einiges gemeinsam

(Helmut Harff / Chefredakteur) Am Thema Fußball kommt derzeit niemand vorbei. Nicht verwunderlich zu Zeiten der Weltmeisterschaft in Brasilien. Und doch, worin liegt eigentlich die Faszination eines Spieles, bei dem 22 Männer - bei der WM fast alle stinkreich - hinter einem Ball hinterher jagen?

Die Antwort schlechthin auf diese Frage gibt es wohl nicht. Ich vermute, es liegt vor allem daran, dass Fußball ein so simples Spiel ist, dass schon Kindergartenkinder die wichtigsten Regeln begreifen und kicken. Fußball kann man spielen, ohne lesen und schreiben zu können. Alle, die einigermaßen zu Fuß oder sonst wie beweglich sind, können Fußball spielen.

Um Fußball spielen zu können, braucht man nur eine halbwegs ebene Fläche, vier Steine als Tormarkierung und etwas, was entfernt an einen Ball erinnert. Manchmal reicht auch schon eine Konservendose. Fußball kann man im Superstadion, auf dem Schulsportplatz, im Park, auf der Straße, am Stand und sogar in der Raumstation spielen.

Fußball ist ein so einfach gestricktes Spiel, dass jeder, egal ob er jemals selber gekickt hat, sich als Trainer, als Experte fühlen kann. Jeder weiß, wie es auf dem Platz zuzugehen hat, welche Spieler wann auflaufen müssen, ob man mit einer oder zwei Viererketten spielen muss.

Fußball, dass ist wie Skat. Man kann über jedes Spiel länger diskutieren, als es überhaupt gedauert hat.

Fußball, dass ist aber auch eine Veranstaltung, eine Volksbelustigung (Stichwort Brot und Spiele), eine Show, die sich gut über das Label Sport verkaufen lässt. Fußball, dass ist eine scheinbare Möglichkeit für jeden, der ohne große intellektuelle Anstrengung reich oder zumindest vermögend werden will.

Fußball, dass ist aber vor allem ein Milliardengeschäft, dass - glaubt man vielen Journalisten - von mafiösen Strukturen, von gierigen alten Männern und vielen anderen in den Mammon verliebten Typen beherrscht wird.

Was macht nun die Faszination Fußball aus. Es ist wohl von jedem etwas. Es ist sicherlich auch eine perfekt geschmierte (Achtung Doppeldeutigkeit) Marketingmaschenerie, die uns voll im Griff hat. Vielleicht ist es aber auch einfach die Tatsache, dass man eine Grund hat, ein Bier zu trinken ohne diese begründen zu müssen.

Doch egal, ich werde sicherlich weiter Fußball lieben. Vielleicht erlebe ich es ja noch, dass nicht mehr die geld- und machtgierigen alten Männer diesen Sport mit Dreck bewerfen. Dem Fußball würde das sicherlich gut tun.

 


Veröffentlicht am: 16.06.2014

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