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Aufgespießt: Radfahrer

(Helmut Harff / Chefredakteur) Vor einiger Zeit las ich, dass an mehreren Stellen in Berlin bei Zählungen festgestellt wurde, dass immer mehr Radfahrer unterwegs sind. Manchmal soll die Zahl der Radler gegenüber vor 10 Jahren sich verdoppelt haben. Das Fazit: Immer mehr Berliner steigen aufs Rad um.

Schwachsinn, denn niemand frage ja die Radfahrer, ob sie ein oder gar mehrere Autos haben, ob sie sich ständig eines leihen oder ob sie überhaupt einen Führerschein haben. Es fragte auch niemand, warum sie gerade mit dem Rad unterwegs sind. Es ging aus der Presse auch nicht hervor, zu welcher Tageszeit und bei welchem Wetter man gezählt hat. Vergessen wurde auch, dass es in Berlin sehr viele zugezogene Neubürger gibt, die vielfach die alte (und nicht finanzkräftige) Bevölkerung verdrängt hat. So eine Zählung ist - wie schon gesagt - Schwachsinn. Ich hoffe, dafür wurden keine Steuergelder ausgegeben.

Weiterwar zu lesen, dass die Zählung bei Politikern den Reflex ausgelöst hat, mehr für das Wahlvolk Radfahrer zu tun. Schade, warum hat man nicht die Fußgänger gezählt. Dann würden die Grünphasen für die "Latscher" länger und Autos, die Kreuzungen für Kinderwagen und ähnliches versperren alle abgeschleppt. Warum zählt man nicht die Berliner mit einem Flugzeug oder zumindest einem Flugschein. Vielleicht kämen man ja dann auf die Idee, den Flughafen Tempelhof zu reaktivieren.#

Nein, man kommt angesichts eine - ich sag es noch einmal - schwachsinnigen Zählung zu dem Ergebnis, die Radwege müssten ausgebaut, die Infrastruktur für Radler deutlich verbessert werden. Keine schlechte Idee. Doch wer soll das bezahlen? Wenn, nimmt man die Studie für einen Augenblick ernst, immer mehr Menschen vom Auto aufs Rad umsteigen, so müssten ja die für den Straßenbau nicht unwichtigen Einnahmen per Kfz-Steuer sinken. Die Folge wäre, dass genau für den Ausbau von Radwegen immer weniger Geld da ist.

Was kann Politik nach ihrer gern geübter Praxis tun? Die Verursacher zu Kasse bitten. Die Radfahrer müssten ihre Radwege selber bezahlen. heißt, es müsste eine Rad-Steuer geben. Vielleicht nicht viel. 5 Euro pro Monat und Rad wären doch nur gerecht. Man könnte alle Räder wie die Hunde chippen. Ob die Steuer auch bezahlt wurde können ja extra dafür geschulte Menschen kontrollieren, die aktuell ohne Arbeit sind oder sich ihre Rente aufbessern wollen/müssen. Angesichts von 721 Rädern pro 1.000 Einwohnern - die Zahl ist von den Berliner Behörden mehr oder weniger geschätzt - käme da ein hübsches Sümmchen für den Ausbau der Radwege und sonstiger Radler-Infrastruktur zusammen.

Den Radlern sollten die fünf Euro nicht weh tun, sind sie doch - siehe Zählung - vom Auto auf das Rad umgestiegen. bekanntlich liegt die Kfz-Steuer deutlich höher. Auch ja, noch eine Idee, mit der ich mir keine Freunde machen werde: Ich finde, man sollte künftig nicht das Auto, sondern den Führerscheinbesitz versteueren. Schließlich soll ja auch die Zahl derjenigen steigen, die anstelle eines eigenen ein gemietetes Auto fahren.

Mal ganz ehrlich. Bevor noch jemand auf die Idee kommt, eine Ideen in die Tat umzusetzen, sollte man erst einmal fragen, ob die gesehen Radler, ob die Leihwagenbenutzer auch ein eigenes Auto haben. Das wären nur zwei eines sicherlich deutlich längeren Fragenkatalogs, den man abfragen müsste, anstelle sich bei politischen Entscheidungen auf so schwachsinnige Zählungen einzulassen.

 


Veröffentlicht am: 23.06.2014

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