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Estland - klein und offen

Ein Stück Meeresstrand für Jedermann

Strand von Nõva, an der Westküste

Estland ist zwar nur wenig größer als die Schweiz oder die Niederlande, kann aber nichtsdestotrotz mit einer mehr als 3.800 km langen Küstenlinie aufwarten. Bei nur 1,3 Millionen Einwohnern bleibt da viel Platz, so dass sogar an einem heißen Sommertag jeder sein eigenes, einsames Stück Strand finden kann.

Estland ist zwar nur wenig größer als die Schweiz oder die Niederlande, kann aber nichtsdestotrotz mit einer mehr als 3.800 km langen Küstenlinie aufwarten. Bei nur 1,3 Millionen Einwohnern bleibt da viel Platz, so dass sogar an einem heißen Sommertag jeder sein eigenes, einsames Stück Strand finden kann. Wer es aber eher auf Strandkörbe, Musik, Beach-Volleyball, Getränke und poppige Rhythmen abgesehen hat, wird ebenso nicht enttäuscht, denn auch belebte Strände finden sich entlang Estlands Ostseeküste.

Die Strandsaison dauert von Juni bis September, wobei die Zeit von Anfang Juli bis Mitte August die populärste ist. In der „Sommerhauptstadt“ Pärnu befindet sich der wohl meistbesuchte estnische Strandabschnitt. Hier sind Partystimmung, weißer Sand und flaches Wasser garantiert. Campingtouristen können ihre Zelte weiter südlich aufschlagen – Valgeranna heißt auf Deutsch „Weißer Strand“. Noch weiter südlich liegt – unweit der lettischen Grenze – der Strand von Kabli mit weit weniger Menschen, dafür aber genauso schönem Sand. Westlich oder nordwestlich Pärnus gibt es bezaubernde Küstenabschnitte mit einem romantischen Hinterland. Am Strand von Matsi wurde vor einigen Jahren der deutsch-estnische Spielfilm „Poll“ gedreht. Einer der schönsten Strände Estlands findet sich im Nordwesten, westlich des Dorfes Nõva bei Peraküla. Der Sand hier „singt“, was man bei einem Spaziergang feststellen kann. Auch bei Surfern ist diese Gegend beliebt.

Den Besuchern Nord- und Nordost-Estlands seien weitere Ostseestrände empfohlen. Allein Tallinn hat vier Badestrände vorzuweisen. Der beliebteste ist  Pirita, weitere sind Stroomi, Pikakari und Kakumäe. In 20 Minuten Fahrtzeit erreicht man den schönen und weniger besuchten Strand von Kaberneeme. Von hier aus ist es auch nicht mehr weit bis zum sehenswerten „Kapitänsdorf“ Käsmu. Ganz nahe liegt der Badestrand von Võsu, der sich schon im Lahemaa-Nationalpark befindet. Die langen und sehr unterschiedlich ausgeprägten Küstenlandschaften des Nordens können mit dem Auto, mit öffentlichen Verkehrsmitteln oder dem Rad gut erreicht werden. Der östlichste Ostsee-Badestrand Estlands befindet sich im Kurort Narva-Jõesuu, der nach langem Dornröschenschlaf wieder Stück für Stück zu neuem Leben erwacht. Der herrliche 7 ½ Kilometer lange Sandstrand wird von Kiefernwäldern eingesäumt.

Im Westen Estlands ist die Insel Ruhnu für ihren „singenden Sand“ bekannt. Ruhnu erreicht man von Pärnu oder von Kuressaare auf der Insel Saaremaa aus.

Übrigens gilt in Estland das so genannte Jedermannsrecht, und selbst als Privatbesitz gekennzeichnete Strandabschnitte von Seen, Flüssen oder der Ostsee müssen der Allgemeinheit zugänglich bleiben. Eine Kurtaxe gibt es in Estlands Kurorten nicht.

 


Veröffentlicht am: 02.07.2014

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