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30.04.2017

 

 

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Aufgespießt: Fußballfieber

(Helmut Harff / Chefredakteur) Nun ist die deutsche Fußballnationalmannschaft im Halbfinale. Das freut hierzulande die Menschen. Man feiert, wo immer es möglich ist. So wunderte mich auf den ersten Blick auch nicht die Äußerung einer lieben Freundin, dass sie es toll findet, dass die Deutschen noch immer im Tournier sind. Dann horchte ich auf. Die junge Dame hat sich noch nie für Fußball interessiert.

Was war passiert? Hat sie der Fußballvirus, hat sie der allgemeine Taumel, hat sie die Feierlaune übermannt. Hat sie sich in einen der deutschen Kicker verguckt? Hat sie neuerdings einen der Profikicker zum Freund? Geht sie einfach gern mit Tausenden anderen feiern?

Irgendwie glaubte ich das alles nicht. Wieso waren wir dann genau zum Spiel der deutschen Kicker gegen die Franzosen in einer Therme? Ha, genau das ist es: Die Therme war bis auf einige Fußballmuffel menschenleer. Man hatte Platz ohne Ende. Wer wenigstens wie ich wissen wollte, wie das Spiel stand, den versorgten die Bademeister mit dem notwenigen. Ein Tor, ein Sieg, mehr war das ja nicht.

Ja, wer Ruhe und Platz haben möchte, der muss an einem Spieltag der deutschen Mannschaft bei der WM einfach einen großen Bogen machen. Er sollte alle Orte meiden, an denen ein Fernseher hängt. Dort läuft sicherlich kein Rosamund-Pilcher-Film, sondern Fußball. Obwohl, manche Kicks sind ebenso spannend wie die im Cornwall spielenden Filme. Allerdings ist die Landschaft dort atemberaubender als die Spielweise der Engländer. Ob man die in Cornwell trifft. Im Urlaub sind die ja schon seit einiger Zeit. Das ist keine Häme - nein!!!

Zurück in die heimischen Gefilde: Die einen genießen die Siege Deutschlands in großen Gruppen, auf Liegestühlen im Parks oder am Strand. Hauptsache ein Fernseher ist gut sichtbar aufgehangen. Wenn "unsere" Kicker gewinnen, kann man so schön miteinander feiern, manchmal sogar fremd knutschen. Interessant fand ich in diesem Zusammenhang ein Kommentar einer eher fußballfernen Kolumnisten, die sich darüber ausließ, warum die Fans weitab von den brasilianischen Stadien bei jeder geglückten Aktion der Deutschen jubelten und klatschten und Fangesänge anstimmten. Braucht es das Stadion eigentlich gar nicht?

Dann könnte man ja die Spiele im Studio austragen lassen. Die Stadionatmosphäre könnte man dann einfach per Computer einspielen. Das würde zumindest immense Kosten für teure Stadien sparen, in die ja nur ein minimaler Bruchteil aller Fans passen. Es könnte so auch keinen Skandal um verschobene Karten geben.

Meiner Freundin wäre zumindest egal, ob die Spiele in realen oder virtuellen Stadien stattfinden. Sicher würde sie freuen, dass die Milliarden nun nicht mehr für teure Fußballtempel, sondern für bessere Lebensbedingungen der Menschen ausgegeben werden. Für sie ist viel wichtiger, dass an tagen, in denen die Löw-Truppe um die Weltmeisterschaft kämpft man viel Platz in der Therme hat.

 


Veröffentlicht am: 07.07.2014

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