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An Rente nicht zu denken

Die Rüdesheimer Seilbahn wird 60

Nach dem Zweiten Weltkrieg stiegen die Besucherzahlen des nur leicht beschädigten Niederwalddenkmals wieder sprunghaft an. Zunächst wurden die Gäste mit Bussen zum Denkmal befördert. Aber das war nur eine Übergangslösung. Inzwischen war klar geworden: Der Wiederaufbau der Zahnradbahnstrecke ist unrentabel. Die Kapazität reicht nicht mehr aus. Eine moderne und zugleich kostengünstigere Lösung musste her.

Nach oben schweben - ganz ohne Schnaufen

Die Idee für eine Seilschwebebahn stammt aus dem April 1950. Der Rüdesheimer Bauunternehmer Valentin Schlotter schlug dem Stadtparlament vor, eine solche Bahn zu bauen. Doch der Kommune fehlten die dafür erforderlichen Mittel. Etwas mehr als drei Jahre später, am 22. Juli 1953, konstituierte sich die Privatinitiative „Interessengemeinschaft Rüdesheimer Seilbahn“. Im November 1953 schließlich wurde die Kommanditgesellschaft „Bayer, Opitz und Co.“ gegründet. Neben engagierten Bürgern gehörten ihr auch die Stadt und der damalige Rheingaukreis an. Kurz darauf montierte die Spezialfirma J. Polig AG die Einseil-Umlaufbahn. Das Kölner Unternehmen hatte damals 80 Jahre Erfahrung mit dem Seilbahnbau. Von der J. Polig AG stammt zum Beispiel auch die Seilbahn zum „Zuckerhut“ in Rio de Janeiro.

Am Gründonnerstag 1954 setzten sich zum ersten Mal die Zweierkabinen in Bewegung. Die bequemen Gondeln machten in der Berg- und Talstation ein problemloses Ein- und Aussteigen möglich. Bereits im Sommer 1955 wurde der Einmillionstee Fahrgast begrüßt. Im Sommer 2014 wird der 35-millionste Fahrgast erwartet. Unfälle oder technische Defekte gab es in den vergangenen 60 Jahren nie. Wobei Vorsicht die Mutter der Gondel ist: Bei starkem Wind oder Gewitter wird der Betrieb eingestellt.

Die Neue sieht aus wie die Alte - mit Absicht

Seit 2005 ist die neue Rüdesheimer Seilbahn im Einsatz. Die offenen Kabinen, in denen sich die Fahrgäste wie eh und je gegenüber sitzen, bieten mehr Platz und somit mehr Komfort. Ganz wichtig: In ihnen ist modernste Seilbahn-Technik und das bewährte Rüdesheimer Gondel-Design vereinigt.

Technik und Steuerung der neuen Anlage kommen aus dem Alpen-Raum. Und die Rüdesheimer Firma Anschau lieferte die neuen Gondeln im traditionellen Outfit. Fünfundachtzig eierförmige Edelstahlkabinen für jeweils zwei Personen wurden montiert.

Die Seilbahntechnik stammt von dem Lenggrieser Anbieter LST Loipolder, die Steuerung kommt von Siemens Austria, die Elektrik war Aufgabe des Greilinger Unternehmens Luidl. Mit Planung und Ausführung wurden ortsansässige Firmen betraut – so zum Beispiel das  Rüdesheimer Architektur-büro- Schlotter + Träuptmann und das Bauunternehmen Schlotter. Gebaut wurde unter anderem eine 400 Quadratmeter große Halle, in der die Kabinen in der Bergstation untergebracht werden können. Sie ist gleichzeitig auch für Veranstaltungen konzipiert.

Heute ist die Seilbahn im Besitz der Stadt Rüdesheim, des Landkreises und zwölf privater Gesellschafter. Neben fünf Angestellten werden zehn Saisonkräfte beschäftigt. Sie haben gut zu tun, denn jedes Jahr nutzen Hunderttausende die Seilbahn, deren Talstation in der Rüdesheimer Oberstraße liegt.

Modern und doch mit ihrem ganz besonderen Charme schwebt die Seilbahn Rüdesheim so auch im 60sten Jahr von der Oberstraße Nummer 37 zum Fuße des Niederwalddenkmals. Dort übrigens findet sich auch Kaiser Wilhelm I. noch: Er ist lebensgroß als eine der 200 Figuren im Bronzerelief des Monuments verewigt.

Seilbahn Rüdesheim

Tel. 06722 24 02
www.seilbahn-ruedesheim.de

Foto: RÜD AG

 


Veröffentlicht am: 08.07.2014

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