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Aufgespießt: Speisekarten - eine Welt für sich

(Helmut Harff / Chefredakteur) Urlaubszeit ist Genießerzeit, es ist die Zeit, in denen wir häufiger als sonst in die Gaststätte. Eines haben alle Gaststätten in aller Welt gemeinsam. Irgendwo ist immer zu lesen, was Küche und Keller im Angebot haben.

Manchmal, vor allem in Bergbauden, aber auch in Strandbars oder an der Imbissbude entnimmt man das Angebot handgeschriebenen Tafeln. Da hofft man, dass der schreibende eine schöne Handschrift hat. In einem Restaurant in Luxemburg - ich glaube, es war in Schengen - wurde dem Gast immer eine Tafel auf einer Staffelei an den Tisch getragen.

Doch in der Regel gibt es Speisekarten. Mal sind das nur lose zusammengefasste Blätter, mal edel in Leder gebunden. Mal sind sie ein-, mal mehrsprachig. Es gibt Karten, die sind fast so dick wie ein Telefonbuch, andere passen auf einen Bierdeckel. Es gibt fleckige Karten, abwaschbare und andere aus handgeschöpftem Bütten.

Das es so viele verschiedene Karten gibt, hat einfach seinen Grund darin, das diese Karte die Visitenkarte jedes gastronomischen Betriebes ist. Allerdings vergessen das viele genau das im Laufe der Zeit. Die Speisekarten werden unansehnlich, sind fleckig und wurden seit Jahren nicht mehr erneuert. Andere Gastronomen sind der Ansicht, dass hunderte von Positionen auf der Karte von der Qualität der Küche künden. Problematisch ist auch, wenn ein einfaches Landgasthaus, eine Strandbar oder eine Hütte in den Bergen mit einer überaus aufwendigen Karte Eindruck schinden will.

Die Speisekarte sollte einfach zum Restaurant passen. Sie sollte übersichtlich und nicht zu üppig sein. Wer seine Gäste ernst nimmt, der erläutert regionale Spezialitäten. Woher soll ein Schweizer aus Graubünden wissen, was wir in Berlin unter einem Pfandkuchen verstehen, was ein Halber Hahn oder Pfälzer Saumagen ist. Ein Hamburger kann mit Bündener Fleisch oder Mistkraxelie sicherlich auch kaum etwas anfangen. Klar, der Kellner muss außerdem erläutern können, was da dem Gast offeriert wird. Schön auch, wenn der Koch bei Fragen an den Tisch kommt.

Eine Speisekarte, vor allem in Touristengebieten sollte mehrsprachig sein. Zumindest sollten Speisekarten in den wichtigen Sprachen vorrätig sein. Was macht das für einen Eindruck auf einen Touristen, wenn er beispielsweise in München eine Karte auf Koreanisch oder Chinesisch bekommt? Da fühlt man sich als Gast so richtig willkommen. Ich persönlich mag auch Speisekarten mit Bildern. Da brauche ich häufig auch keine Übersetzungen. Allerdings sollte auch serviert werden, was da abgebildet ist. Alles andere ist so etwas wie Betrug.

Für viele Gastronomen scheint die Speisekarte so etwas wie ein Geheimnis oder zumindest ein sehr teures Requisit zu sein. Wieso sonst wird einem die Karte gleich nach dem Bestellen wieder entrissen. Haben die Gaststätten nicht genug oder wollen sie nicht, dass die Gäste noch etwas bestellen?

Achten Sie bei ihrem Gaststättenbesuch lieber auf deren Aussehen, bevor Sie bestellen. Sie können sich so manche Enttäuschung ersparen. Denn wie gesagt: Speisekarten sind die Visitenkarte eine Gaststätte.

 


Veröffentlicht am: 14.07.2014

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