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Morgengruß von Helmut Harff: Hundebiss

Wozu Hunde in der Großstadt

Gestern machte die Meldung die Runde, dass Stardesigner Harald Glööckler im Berliner Tiergarten von einem Schäferhund gebissen wurde. Wir berichteten darüber. Entgegen meiner Befürchtung jammerte er - selbst Hundebesitzer - nicht darüber, was ihm widerfahren ist. Er ärgerte sich über den Hundehalter und malte sich aus, was einem Kind hätte alles passieren können, wenn es mit seinem kleinen Vierbeiner unterwegs gewesen wäre.

Die Frage ist berechtigt, zumal der Schäferhund-Halter noch nach der Beißattacke behauptet haben soll, sein Hund beiße nicht, habe nur etwas gegen die kleinen Kläffer. Also gegen solche Hunde, wie den von Harald Glööcker. Schon eine merkwürdige Aussage. Wie gesagt, was hätte passieren können, wenn ein Kind oder ein alter Mensch mit seinem "kleinen Kläffer" unterwegs gewesen wäre.

Doch mich treibt wieder einmal eine Frage um, die weder der Designer, noch andere Hundebesitzer gut finden werden: Wozu braucht jemand, der weder im Sicherheitsdienst arbeitet, noch blind ist, einen Hund? Hunde im Großstadtdschungel sind für mich nicht haltbar. Das meine ich im direkten und im übertragenen Sinn.

Warum halten Menschen Hunde? Als Statussymbol, als schmückendes Accessoire, als Partner- oder Kinderersatz? Viele werden behaupten, dass es Tierliebe ist. Was ist das für eine Tierliebe, wenn der Hund in einer Wohnung leben muss? Was ist das für eine Tierliebe, einen Hund mit Trockenfutter abzufüttern? Was ist das für eine Tierliebe, mit dem Hund im Auto durch die Stadt zu einem Hundeauslaufgebiet zu fahren? Was ist das für eine Tierliebe, den Hund an der Leine von Straßenbaum zu Straßenbaum zu zerren? Was ist das für eine Tierliebe, mit dem Hund wie mit einem Kind zu reden?

Nun höre ich wieder von all den Gutmenschen, dass sie ihren Hund aus dem Tierheim oder vor der Hunde-Welpen-Mafia oder von rumänischen oder spanischen Straßen gerettet haben. Es würde weder überfüllte Tierheime, noch kriminelle Hundezüchter geben, wenn es nicht Millionen Deutsche gäbe, die sich Hunde halten.

Ich bin fest davon überzeugt, dass sehr viele Hunderhalter meinen, sich gut um ihren Hund zu kümmern, aber in fast allen Belangen gegen Tierschutzgesetze verstoßen. Hunde in Wohnungen, dass hat wohl kaum etwas mit artgerechter Haltung zu tun. Hunde, die irgend ein Futter in Gelee oder in getrockneter Form erhalten, werden ebenso wenig artgerecht gehalten, wie solche, die mit Herrchen und Frauchen im Bett schlafen, die man zum Hundefriseur schleift.

Ich höre schon Protestschreie. Hallo Hundebesitzer, stellen Sie sich bitte einmal vor, Ihr Hund hätte Sie aus einem überfüllten Kinderheim "gerettet". Sie müssten nun nur auf seine Körpersignale und die Nuancen beim Bellen reagieren, bekämen den vor Wochen verbuddelten Knochen zu essen und schliefen in einer Kuhle, die Sie sich auch noch selber schaffen müssten. Keine schöne Vorstellung - doch den Hunden wird zugemutet, genau wie wir zu leben. Das hat kein Hund verdient.

Wann setzten sich die Tierschützer endlich für geplagte Haustiere ein?

Ich mache mir jetzt mein Frühstück und freue mich auf eine intensive Diskussion mit den Hundehaltern.

Ihnen wüsche ich ein genussvolles Frühstück. Lassen Sie sich nicht vom Hund beißen - die wollen ja nur spielen.

 


Veröffentlicht am: 19.07.2014

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