Startseite  

16.12.2017

 

 

Werbung

 

Vorherigen Artikel lesen Nächsten Artikel lesen

 

Falera - altes Kleinod in Graubünden

Hier rechnet man in anderen Dimensionen

Falera, das ist der kleinste Ort des Verbundes Flims-Laax-Falera im Schweizer Kanton Graubünden. In dem kleinen Dorf ticken die Uhren zwar wie überall, doch man denkt und rechnet in anderen Dimensionen.

Die Geschichte von Falera (deutsch:  Fellers) reicht weit zurück. Hier siedeln seit der mittleren Bronzezeit ununterbrochen Menschen. Heute sind es rund 600 - Tendenz steigend. Falera kann ganz einfach beweisen, dass der Ort uralt ist. In den 1940er Jahren entdeckte der damalige Kantonsförster Walo Burkart auf der Hügelkuppe La Mutta, dem bewaldeten Hügel hinter der Remigiuskirche, die Reste einer ummauerten Siedlung aus der Bronzezeit; die ältesten Funde reichen bis in das 18. Jahrhundert vor Christus zurück.

Die Bronzezeitlichen Siedler hatten eine interessante Beschäftigung - die Sternenkunde. Davon kündet unter anderem eine 83 cm lange Scheibennadel aus Bronze, die man auf die Zeit um 1600 v. Chr. datiert. Es wird vermutet, sie habe als Kalender gedient. Zu meteorologischen  Zwecken haben wohl auch die Megalithen gedient, die man heute im Parc la Mutta besichtigen kann. Die rätselhafteste Figur auf der Mutta ist das in einen Verrucanoblock eingravierte lachende Gesicht eines kleinen Mannes. Der 'lachende Megalithiker' schaut nach Nordwesten, zum Sonnenuntergang während der Sommersonnenwende. Bisher ist es nicht geglückt, das Alter dieser Gravur zu bestimmen.

Die Bronzezeit ist nicht das Thema in der Sternwarte Mirasteilas von Falera. Hier geht es um Lichtjahre und um Dinge, die vor Milliarden Jahren passiert sind. Es geht aber auch um Bedrohungen aus dem All.  Mirasteilas zählt zu jenen Schweizer Observatorien, die Asteroiden, Kometen und Satelliten beobachten und deren Bahn vermessen. Die hier gesammelten Daten werden direkt an das Minor Planet Center der Internationalen Astronomischen Union an der Harvard University in Cambridge (USA) gesandt. Von dort gelangen sie an die US-Raumfahrtbehörde NASA. Es gibt also eine direkte Verbindung von kleinen Dorf Falera bis zur NASA. Irgendwann können wir den Menschen in Falera dafür danken, dass es nicht zu einem katastrophalen Kometeneinschlag auf der Erde kam.

Wer nicht so tief ins All vordringen will und dennoch etwas über unser Sonnensystem erfahren will, dem sei der 1,4 Kilometer lange Planetenweg von Falera nach Larnags/Laax empfohlen. Im Sommer 2003 wurde er auf die Initiative der Astronomischen Gesellschaft des Kantons Graubünden und den Astronomen Faleras eröffnet.

Mit Sternen hat auch das mit Sicherheit bedeutenste Bauwerk Faleras viel zu tun - die von St. Remigius. Der Vorläufer des heutigen Gotteshauses erscheint 841 erstmals im karolingischen Reichsurbar. Zur etwas abseits vom Ort gelegenen St. Remigius-Kirche führt ein prächtige Allee aus Linden- und Ahornbäumen.



Wunderbar in die Umgebung eingepasst ist dieses altehrwürdige Gotteshaus aus dem 15. Jahrhundert auf einer prachtvollen Aussichtsterrasse erbaut. Diese Kirche wird von Fachleuten zu den schönsten und interessantesten historischen Bauten im Vorderrheintal gezählt.

Vor allem der Altar, aber auch die Fresken verdienen weit mehr als nur einen flüchtigen Blick. Hier liegt auch der Friedhof der kleinen Gemeinde.

Als Wahrzeichen von Falera ziert St. Remigius das Gemeindewappen und ist von weit her im Tal sichtbar.



Direkt neben dem Gemeindeamt und der Bushaltestelle liegt die reformierte Kirche Sagogn. 1743 konnten die Reformierten von Sagogn den Neubau einer eigenen Kirche realisieren, größtenteils aus eigenen Mitteln, zum Teil aber auch mit Kollektengeldern aus Nah und Fern.

Übrigens: In Falera wird der Gottesdienst in romanischer Sprache - der Sprache der Region - gefeiert.



Das Dorf darf nur mit einer Bewilligung befahren werden; die Autos müssen auf einem grossen Parkplatz beim Dorfeingang parkiert werden. Falera kann auch zu Fuss über die Senda Sursilvana oder mit dem Postbus erreicht werden.



Wer Falera von oben sehen möchte oder oberhalb des Ortes wandern oder Ski fahren möchte, benutzt die Sesselbahn Falera - Curnius. Die Talstation liegt nur wenige Gehminuten von der Bushaltestelle oder dem Parkplatz entfernt.

 


Veröffentlicht am: 21.07.2014

AusdruckenArtikel drucken

LesenzeichenLesezeichen speichern

FeedbackMit uns Kontakt aufnehmen

NewsletterNewsletter bestellen und abbestellen

TwitterFolge uns auf Twitter

FacebookTeile diesen Beitrag auf Facebook

Hoch: Hoch zum Seitenanfang

Nächsten Artikel: lesen

Vorherigen Artikel: lesen

 

 


Werbung

 


Werbung

 


Werbung

 


Werbung

Neu auf genussmaenner.de


 

 
         
             
     
     
     

 

Service
Impressum
Kontakt
Mediadaten
Newsletter
Nutzungshinweise
Presse
Redaktion
RSS 
Sitemap
Suchen

 

Besuchen Sie auch diese Seiten in unserem Netzwerk
| Börsen-Lexikon
| fotomensch berlin - der Fotograf von genussmaenner.de
| Frauenfinanzseite
| Geld & Genuss
| geniesserinnen.de
| gentleman today - Edel geht die Welt zu Grunde
| instock
| marketingmensch | Agentur für Marketing, Werbung & Internet
| Unter der Lupe

 

Rechtliches
© 2007 - 2017 by genussmaenner.de, Berlin. Alle Rechte vorbehalten.

Lesezeichen:
 Del.icio.us Google Bookmark Reddit