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Große Orchestermusik im Admiralspalast

Unser Tipp für Sie: Young Euro Classic - Teil 2

Die zweite Halbzeit von Young Euro Classic beginnt am 8. August – passend zum Sommer – spanisch. Das Joven Orquesta Nacional de España, das schon mehrfach unsere Festival-Fans zu Begeisterungsstürmen animiert hat, präsentiert eine deutsch-spanische Liebeserklärung.

Unter Leitung des Dirigenten und ausgewiesenen Orchester-Pädagogen Lutz Köhler bildet Richard Strauss mit "Till Eulenspiegel" zu Beginn und der Rosenkavalier-Suite am Ende des Konzerts einen wunderbaren Rahmen für zwei Werke, die die jungen spanischen Musiker aus ihrer Heimat mitbringen: Eine Uraufführung von Alejandro Moreno und eine Huldigung an die Stadt, die uns vielleicht am spanischsten vorkommt: Sevilla. Komponiert im Jahr 1920 von dem bei uns weithin noch unbekannten Komponisten Joaquín Turina. Ein Konzertabend mit viel Witz und Spott – den hat der damals erst 31 Jahre alte Richard Strauss im „Eulenspiegel“ kübelweise ausgegossen über jene Spießbürger, die ihm bis dahin das musikalische Leben so schwer gemacht hatten.

Jung, begabt und mutig – diese Attribute passen auch auf das Bundesjugendorchester, das am nächsten Abend (9. August) unter der Leitung von Markus Stenz den Admiralspalast begeistern wird. Deutschlands Spitzentalente - im Alter von 14 bis 19 Jahren! - beginnen mit Felix Mendelssohn Bartholdys zauberhafter Ouvertüre zu „Ein Sommernachtstraum“, die er im ebenfalls zarten Alter von 17 Jahren komponiert hat. Und in der zweiten Hälfte des Abends überzeugt das Bundesjugendorchester mit Bruckners Symphonie Nr. 4 in Es-Dur, die „Romantische“. Und dazwischen? Kommen sieben Lieder für Mezzosopran von Alma Mahler-Werfel mit der großartigen deutsch-griechischen Mezzosopranistin Stella Doufexis, deren Stimme als „Balsam für die Ohren“ (NDR) und „honigfließend“ (FAZ) beschrieben wird. Die Lieder stammen aus den ersten Jahren des 20. Jahrhunderts, wurden aber erst nach 1910 veröffentlicht: Gustav Mahler sah seine umschwärmte Gemahlin ungern auch noch als Komponistin, stimmte der Publikation der Lieder schließlich aber doch zu – auf dem Höhepunkt ihrer Ehekrise, ausgelöst durch Almas heftige Affäre mit dem Architekten Walter Gropius…

Das große Schlusskonzert von Young Euro Classic 2014 (17. August) bestreitet das renommierte Schleswig-Holstein Festival Orchester, das seit seiner Gründung durch Leonard Bernstein im Jahr 1987 einen herausragenden Ruf genießt und – mit Stefan Geiger und Michael Sanderling als Dirigenten -  zu unserer großen Freude erneut das Festival krönt. Vor der Pause bietet es Modest Mussorgskys „Bilder einer Ausstellung“ von 1874, das 1979 von Elgar Howarth für Blechbläserensemble und Schlagwerk arrangiert wurde. Bei dieser Gelegenheit können wir hören, wie ein Euphonium klingt – eine Art höher gestimmte Tuba. In starkem Kontrast dazu und wohl auch als große Erschütterung wird man Schostakowitschs Symphonie Nr. 5 d-Moll erleben. Sie stammt aus den Jahren der künstlerischen Knebelung in der Sowjet-Union. 1936 wurden die Komponisten dort dazu verdonnert, nicht länger den „dekadenten“ Tendenzen westlicher Musik zu frönen. Auch Schostakowitsch persönlich wurde an den Pranger gestellt. Die 5. Symphonie ist seine Antwort darauf – der Versuch, den Forderungen der Machthaber gerecht zu werden und sich trotzdem mit großer Musik treu zu bleiben. Am Ende steht: ein entfesseltes Orchester – aber: kein „neuer Mensch“ in Sicht.

Das Fest kann weitergehen - Neues aus der Festivalwerkstatt


Der Auftakt Ende Juni in der Philharmonie war grandios: Fast 10.000 Zuschauer sind gekommen. „Young Euro Classic ist und bleibt Kult in Berlin“, schrieb Christiane Peitz über die erste Festival-Halbzeit (Tagesspiegel, 30. Juni). Nun wollen wir das auch im Admiralspalast wahr machen.

Auch da – das werden viele nicht wissen – wandeln wir auf Karajans Spuren. Direkt nach dem Krieg haben die Philharmoniker im Admiralspalast eine erste Heimat gefunden. Auch der Staatsoper diente er im kriegszerstörten Berlin der 50-er Jahre als Ausweichquartier. Danach hat der Admiralspalast eine ziemlich wechselvolle Geschichte erlebt, vielen Berliner Kulturfreunden ist er etwas fremd geblieben. Das können Sie jetzt ändern! Kommen Sie vom 8. bis 17. August einfach vorbei. Wir sind sicher: Es lohnt sich! Der Admiralspalast ist wunderbar geeignet für die Young Euro Classic-Veranstaltungen, die wir für Sie geplant haben. Das Programm ist so vielfältig und innovativ wie nie.

Ausgezeichnete Akustik

Und wir können auch die Bedenken zerstreuen, die manche in Bezug auf die Akustik haben mögen: Für Young Euro Classic bringen großartige Akustiker den Admiralspalast – dank einer großzügigen Förderung der Lotto-Stiftung – auf Konzertniveau! Überzeugen Sie sich selbst und entdecken Sie eine Ihnen vielleicht bisher noch ziemlich unbekannte Kulturstätte Berlins für sich.

 


Veröffentlicht am: 05.08.2014

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