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27.04.2017

 

 

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Morgengruß von Helmut Harff: Diese Jugend

Die jungen Leute hocken aufeinander und machen Krach

Es gibt wohl kaum etwas, was die Generationen so eint, wie das Jammern der Alten über den Nachwuchs. Die Eltern- oder Großelterngeneration stöhnt wohl schon seit langer Zeit unisono "Oh, diese Jugend".

Ich erinnere mich, wie meine Eltern über mein jugendliches Outfit in den späten sechziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts - man bin ich alt - zumindest die Nase rümpften. Schlimmer war es in der Schule. Meine Generation freute und freut sich zwar über den Minirock, hat aber wenig Verständnis über die Hip-Hopper-Hosen, zerrissene Jeans oder ein Punker-Outfit.

Ich habe auch so meine Probleme mit der heutigen Jugend. Sie ist - so zumindest mein Eindruck - so angepasst, so wenig aufmüpfig. Selbst bei der Kleidung sieht man kaum noch Unterschiede. Heute tragen Vater und Sohn fast genau die gleichen Klamotten. Auch die Opageneration bedient sich gern im Kleiderschrank der Enkel.

Ich höre die Jugend heute nicht mehr. Sie nimmt alles stillschweigend hin, regt sich nicht auf, stellt keine unbequemen Fragen. Nun glaube ich nicht, dass es heute nichts gibt, worüber es sich lohnt aufzuregen. Doch die heute 15- bis 30jährigen lassen alles mit sich machen. Es interessiert sie augenscheinlich nicht einmal mehr, wenn Altersgenossen zu Millionen unter Kriegen und Verfolgung in ihrer Heimat leiden.

Allerdings gibt es auch viele junge Leute, die zumindest zeigen, dass sie nicht interessenlos sind. Viele von ihnen sind gerade in Berlin oder reisen in den nächsten Tagen in die Hauptstadt. Alle haben ein Ziel - den Admiralspalast am Bahnhof Friedrichstraße. Dort treten die jungen Musiker im Rahmen des Festivals "Young Euro Classics" auf. Nach dem ersten Teil im Juli, folgt nun Teil zwei von "Young Euro Classics". Eines ist sicher, die jungen Künstler aus vielen Teilen der Erde werden wie in den Vorjahren sich die Seele aus dem Leib musizieren. Wer je einmal zu einem "Young Euro Classics"-Konzert war, weiß, auf welch wirklich hohem Niveau die jungen Leute musizieren. Vielen Zuhörern tun anschließend vom minutenlangen Applaus die Hände weh.

Für mich ist nicht nur das Engagement der nicht mehr ganz so jungen Organisatoren eine ganz tiefe Verbeugung wert. Ganz tief ziehe ich meinen Hut vor den jungen Künstlern, die in vielen Fällen unter sehr schwierigen Bedingungen ihrem Hobby, ihrer Profession nachgehen. Sie zeigen, dass junge Leute alles andere als Krieg und Verfolgung wollen. Sie zeigen auch, dass man gemeinsam mit anderen jungen Leuten Musik machen kann, die nach gängiger Lesart eigentlich Feinde sein müssten. Sie zeigen aber auch, dass der Spaß - auch an anderen Künsten wie der Mode - nicht zu kurz kommt.

Wer einmal erleben will, was die jungen Leute heute neben Party machen noch zu bieten haben, der sollte sich schnell noch die wenigen Karten für die "Young Euro Classics"-Konzerte im historischen Admiralspalast sichern.

Ich mache mir nun mein Frühstück. Sicherlich sehen wir uns in den kommenden Tagen in einem der Konzerte.

Ihnen wünsche ich ein genussvolles Frühstück.

 

 


Veröffentlicht am: 07.08.2014

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