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Gesundheits-News vom 29. August 2014

Michael Weyland informiert

(Michael Weyland) Wer Kranke behandeln will, ohne Ärztin oder Arzt zu sein, benötigt im Normalfall eine Erlaubnis als Heilpraktiker. Dies regelt das Heilpraktikergesetz. Wer ganz ohne Erlaubnis Menschen behandelt, macht sich strafbar – im Regelfall. Doch keine Regel ohne Ausnahme.  Ein Mann, der sich als „Heiler“ bezeichnete, hatte Kranke behandelt – und zwar mittels Techniken wie Handauflegen, Pendeln und Fernheilung. Er nahm dafür Geld und gab an, dass er auch ernsthafte und lebensbedrohliche Erkrankungen heilen könne. Die Staatsanwaltschaft jedoch sah das Ganze eher formell: Der Mann hatte keine Erlaubnis nach dem Heilpraktikergesetz. Er erhielt einen Strafbefehl mit einer Geldstrafe. Dagegen legte er jedoch Widerspruch ein. Das Urteil: Das Amtsgericht Gießen entschied nach Mitteilung der D.A.S. Rechtsschutzversicherung, dass der Wunderheiler keine Erlaubnis benötigt habe. Der Mann habe nämlich gar nicht die Tätigkeit eines Heilpraktikers ausgeübt. Erlaubnispflichtig seien nur Behandlungen, durch die körperliche Schäden entstehen könnten. Pendeln und Handauflegen stellten keine Gesundheitsgefährdung dar. Obendrein habe der Mann alle Patienten darauf hingewiesen, dass seine Tätigkeit keine ärztliche Behandlung ersetze – und vielen einen Arztbesuch nahegelegt. Somit habe er nicht einmal indirekt jemanden gefährdet. Eine Strafbarkeit wegen Betruges scheide aus, da er nicht behauptet habe, Arzt oder Heilpraktiker zu sein. Dass er eine Heilung in Aussicht gestellt habe, sei keine Täuschung seiner Patienten – schließlich glaube er selbst an seine besonderen geistigen Fähigkeiten. 

Weniger als die Hälfte der Unternehmen beugt systematisch Rückenbeschwerden vor. Das geht aus einer Befragung im Auftrag der Kampagne "Denk an mich. Dein Rücken" hervor. So berücksichtigt zum Beispiel nur knapp jeder zweite Betrieb körperliche Belastungen des Rückens bei der Beurteilung von Gefahren im Betrieb. Das Ergebnis überrascht: Denn insgesamt geben rund drei Viertel der Unternehmen und Beschäftigten an, dass Rückenbelastungen im Arbeitsalltag für sie eine Rolle spielen.  "Rückenerkrankungen gelten als Volkskrankheit Nummer 1", sagt man bei der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV). Um Rückenbeschwerden vorzubeugen und zu vermeiden, sei es daher wichtig, auch Risiken und Gefahren im Arbeitsumfeld zu erkennen und zu beseitigen. Wo es um das Bewegen schwerer Lasten geht, sind die meisten Unternehmen gut aufgestellt. Laut IAG Report geben 90 Prozent der Unternehmen an, über Hebe- und Tragehilfen zu verfügen, wo sie erforderlich sind.  Von den Beschäftigten sehen dies nur 80 Prozent so.

Diesen Beitrag können Sie nachhören oder downloaden unter: http://www.was-audio.de/aanews/gesundheitsnews20140828_kvp.mp3

 


Veröffentlicht am: 29.08.2014

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