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Herz in Gefahr

Weltherztag am 29.09.2014 klärt über Herzinfarkt auf

Weltweit zählen Herzinfarkt sowie Schlaganfall zu den häufigsten Todesursachen. Dabei könnten sie in vielen Fällen mit einer gesunden Lebensweise und einer Aufklärung über lebensrettende Sofortmaßnahmen nicht tödlich enden beziehungsweise vermieden werden. Aus diesem Grund informiert der von Herzstiftungen und kardiologischen Fachgesellschaften initiierte Weltherztag am 29. September 2014 zum 15. Mal rund um diese Themen.

Diagnose: Koronare Herzerkrankung


Unter Ruhebedingungen schlägt unser Herz in der Regel 60- bis 80-mal pro Minute, bei Aufregung oder körperlicher Anstrengung hingegen beschleunigt sich der Puls. Damit das Herz aber überhaupt schlagen kann, benötigt es unter anderem ausreichend Sauerstoff. Zuständig dafür sind die Herzkranzgefäße, die Koronararterien. In manchen Fällen werden diese Gefäße, die anfänglich noch glatt und dehnbar waren, eng und steif. Grund dafür sind Ablagerungen aus Fett oder Kalk – sogenannte Plaques. Durch diese ist eine ausreichende Blutversorgung des Herzmuskels nicht mehr gewährleistet. Mediziner sprechen in diesem Fall von einer KHK, einer koronaren Herzerkrankung.

Engpass: Arterie


Patienten können – besonders bei Anstrengung oder Aufregung – fortschreitend Herzschmerzen oder ein Engegefühl in der Brust sowie Kurzatmigkeit verspüren. Bei einer vollständigen Blockade eines Gefäßes besteht die Möglichkeit eines Herzinfarktes. Für die Therapie stehen verschiedene Verfahren zur Wahl. Neben einer Veränderung der Lebensgewohnheiten sowie einer medikamentösen Therapie lässt sich das betroffene Gefäß etwa durch die Implantation eines Stents öffnen.

Engstellen erkennen und behandeln


Um Ärzte bei der Entscheidung zur bestmöglichen Therapie zu unterstützen, gibt es eine diagnostische Technologie – die Messung der Fraktionellen Flussreserve (FFR). Diese ermöglicht eine detailliertere, physiologische Analyse der Verengungen der Gefäße. Ärzte können dadurch den Schweregrad erkennen und feststellen, welche Verengung für die Beschwerden verantwortlich ist. „Anhand des daraus ermittelten sogenannten FFR-Werts lässt sich jetzt bestimmen, ob eine Behandlung erforderlich ist und der Patient einen oder mehrere Stents benötigt. Bei dieser diagnostischen Methode führen wir einen dünnen Draht über eine Sonde, also einen Herzkatheter, in die Herzkranzgefäße“, weiß Professor Dr. med. Volker Klauss, Facharzt für Innere Medizin und Kardiologie in München.

An der Spitze des Druckmessdrahtes befindet sich ein Sensor in der Größe eines Schmetterlingsfühlers, welcher Blutdruck, Temperatur und Blutfluss misst, um den Schweregrad der Gefäßverengungen genau festzustellen. Dabei geht der Wert 1 von einem normalen Blutfluss aus, wohingegen ein Wert von beispielsweise 0,70 anzeigt, dass nur noch 70 Prozent des regulären Blutflusses den Herzmuskel erreichen.

Liegt das Ergebnis der FFR-Messung unter 0,80, gilt die Verengung im Gefäß als behandlungsbedürftig. Muss ein Stent gesetzt werden, lässt sich mittels FFR zudem noch im Katheterlabor überprüfen, ob die Sauerstoffversorgung nun wieder gewährleistet wird oder weitere Dehnungen notwendig sind.

 


Veröffentlicht am: 29.08.2014

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