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In die dritte Dimension gedruckt

19. modell-hobby-spiel mit großer Präsentation zum Trendthema 3D-Druck

Ein Kunststoff-Double als Spielfigürchen? Modellobjekte, Zubehör für die Bahnanlage, Knöpfe für das Puppenkleid, Ersatzteile oder dekorative Armreifen selbst entwerfen und einfach ausdrucken? Dies wird bald in immer mehr Haushalten möglich sein: 3D-Drucker werden für den Privatgebrauch erschwinglich und damit für den Hobbyraum attraktiv.

Immerhin jeder fünfte Bundesbürger kann sich laut Umfrage im Auftrag des Hightech-Verbands BITKOM vorstellen, ein solches Gerät zu nutzen. Unter den 14- bis 49-Jährigen sind es demnach gar 25 Prozent. Vom 3. bis 5. Oktober 2014 liefert die modell-hobby-spiel in Leipzig mit dem „Fabberland 3D-Druck“ ein umfassendes Update zu diesem Trendthema.

3D-Druck: Schicht für Schicht

Mit 3D-Druckern lassen sich dreidimensionale Werkstücke fertigen. Dabei wird im Allgemeinen ein am Computer generiertes 3D-Modell Schicht für Schicht aufgebaut – zum Beispiel aus flüssigem Kunststoff, per Spritzdüse auf eine Grundfläche aufgetragen. Ist eine dünne Lage fertig, wird die Fläche abgesenkt und die nächste Lage folgt. Bis das vollständige Produkt entstanden ist, kann es mehrere Minuten bis Stunden dauern. Die 3D-Druckvorlagen lassen sich mithilfe entsprechender Software erstellen oder Gegenstände mittels 3D-Scanner zu digitalen Modellen wandeln. Zudem werden Vorlagen auf diversen Online-Plattformen angeboten. Das Verfahren wird auch als additive Fertigung oder Rapid Prototyping bezeichnet.

Zum Einsatz kommen verschiedenste Materialien – unter anderem Papier, Kunststoffe, Keramik, Metall… Die Ursprünge des 3D-Drucks gehen in die 1980er-Jahre zurück. Seit etwa 2008/2009 hat der 3D-Druck den Siegeszug in den Mainstream begonnen. Heute wird er unter anderem in Architektur, Bauwesen und Maschinen- oder Flugzeugbau sowie im Automobil- und Industriedesign angewendet – aber genauso in der Medizin oder in der Mode. Zunehmend halten bezahlbare Drucker im Privatbereich Einzug – zum Beispiel für Hobbyzwecke, bei Modellbauern und Modelleisenbahnern.

Bitte Platz nehmen: Meet & Greet für Einsteiger und Profis

Im „Fabberland 3D-Druck“ in der Glashalle zeigen insgesamt 14 Aussteller aktuelles Equipment für 3D-Druckverfahren. Namhafte Unternehmen zählen dazu wie 3D Schilling GmbH, Comprise IT Systeme GmbH, DICK & DICK Laserschneid- und Systemtechnik GmbH, EnvisionTEC GmbH, FELIXrobotics BV, Formicum 3D-Service GmbH, Freeform4U GmbH, iGo3D GmbH, MakerBot Europe GmbH & Co. KG, medacom graphics GmbH und RTC Rapid Technologies GmbH Office Düsseldorf.

Zu den Highlights gehört ein 3D-Körperscanner, womit sich das eigene Abbild realisieren lässt. Einsteiger sammeln in Workshops erste Erfahrungen mit Technik sowie Fertigungsprozess und können ein Modell kreieren. Professionelle Soft- und Hardwarelösungen richten sich jedoch gleichermaßen an 3D-Profis und CAD-Konstrukteure. Zum Meet & Greet mit den Experten laden die „Fabbersofas“ ein.

Wettbewerb für 3D-Fans und Weltrekordversuch

Alle 3D-Begeisterten ruft die Hightech-Werkstatt FabLab Thüringen in Kooperation mit der modell-hobby-spiel zum Wettbewerb auf: Wer teilnehmen möchte, sendet bis 19. September das Foto eines selbstgedruckten 3D-Modells an info@fablab-thueringen.de. Die 20 besten Objekte werden auf den modell-hobby-spiel ausgestellt, deren „Macher“ erhalten freien Eintritt am Messesonntag und die ersten drei Plätze Preise. Zudem soll auf der modell-hobby-spiel ein ungewöhnlicher Weltrekordversuch starten: Mehrere 3D-Drucker arbeiten an der längsten Nudel der Welt, die während der Messe verspeist werden soll.

3D con and print: Künstliche Fingernägel aus dem Drucker

Von selbst entworfenen Dekoartikeln bis künstlichen Fingernägeln aus dem Drucker zeigt das Konstruktionsbüro 3D con and print aus Großengottern. Desgleichen ist geplant, medizinische Anschauungsmodelle vorzustellen. Daneben werden Softwarelösungen, 3D-Scan und 3D-Druck vorgeführt, Tricks für Konstruktion und Druck verraten – denn alltägliche Dinge können zum Beispiel mittels Konstruktionssoftware oder Scanner leicht wiederhergestellt werden.

3D Schilling/FabLab Thüringen: 3D-Druck für Einsteiger und Roboter für industrielles Drucken

Ein großes Dienstleistungs- und Beratungsspektrum präsentiert das FabLab Thüringen. Einsteiger erfahren hier, was mittels 3D-Druck im Hausgebrauch möglich ist. So können Personen mithilfe von Xbox One Kinect – einer speziellen Steuerungshardware für die Spielkonsole Xbox One – in einfacher Form eingescannt werden. Die Thüringer 3D Schilling GmbH aus Sondershausen wird industrielles 3D-Drucken mit dem KUKA Roboter vorführen.

Comprise IT Systeme/FELIXrobotics: 3D-Modelle erstellen

Den schnellen, hochpräzisen 3D-Drucker Felix 3.0 von FelixRobotics sowie das kompakte Desktop-Einsteigermodell German RepRap NEO (RepRap = Replicating Rapid-Prototyper) bringt die Comprise IT Systeme GmbH aus Zerbst mit auf die modell-hobby-spiel. Anschaulich wird demonstriert, wie sich eigene 3D-Objekte am PC oder MAC entwerfen und anschließend drucken lassen. Zudem sind Felix-Drucker und RepRap-Drucker in Aktion bei FELIXrobotics BV zu erleben. Das niederländische Unternehmen führt ebenfalls das Erstellen von 3D-Modellen vor und vermittelt Wissen zum Trendthema 3D-Druck.

DICK & DICK: Drucken für Modellbahn und Copter

Referenzobjekte wie Chassis für die Modellbahn oder Vakuumgussteile für Copter sowie Möglichkeiten des 3D-Drucks zur Herstellung von Kleinserien und Sonderwünschen stellt die DICK & DICK Laserschneid- und Systemtechnik GmbH vor. Außerdem hat das Unternehmen aus Dingelstädt neue gummiartige Materialien für den Druck im Gepäck.

Electronic Things: 3D-Drucker als Selbstbausatz

Das Angebot von Electronic Things reicht von RepRap 3D Drucker Komplettsets über Teilesets bis hin zu diversen Einzelteilen, die für die Eigenkonstruktion notwendig sind oder beim Bau behilflich sein können. Eine große Bandbreite an Mechanik- sowie Elektronikzubehör gehört ebenso zum Portfolio.

EnvisionTEC: Vielfältige Einsatzmöglichkeiten des 3D-Drucks

Vor allem professionelle Anwender hat die EnvisionTEC GmbH aus Gladbeck im Visier – mit 3D-Druckermodellen wie Perfactory® Micro HiRes und Perfactory® 4 Mini XL. Diverse Musterteile beweisen, was mit 3D-Druck möglich ist. Das Unternehmen führt live verschiedene Produktionsstufen vor und will die Unterschiede vom Consumer- beziehungsweise FDM-3D-Drucker (Fused Deposition Modeling/Schmelzschichtung) zu für professionelle Anwendungen optimierten Geräten darlegen – ebenso wie die unterschiedlichen Einsatzmöglichkeiten vom verlorenen Guss bis zur Vulkanisierung durch vielfältig modifizierte photoreaktive Druckmaterialien. Interessierte können bei EnvisionTEC Musterteile ausdrucken lassen.

FabLab Dresden: Drucker im Eigenbau

Wie sich Drucker selbst bauen lassen – darüber informiert das FabLab Dresden. Ferner gibt es Lasercutter beziehungsweise Laserschneiden zu sehen und eine Mitmachstation („Makerspace“) lädt zum Elektronikbasteln oder Löten ein.

Formicum 3D-Service: Gedrucktes Double aus Papier

Highlight am Stand der Formicum 3D-Service GmbH ist ein 3D-Personenscanner. Ebenso präsentiert die Leipziger Firma vollfarbigen 3D-Druck mit Papier mit dem Mcor IRIS 3d-Drucker sowie Gesichts- und Detailscans mit dem Point-and-Click-3D-Handscanner Fuel3D. Des Weiteren können die Besucher zahlreiche Demonstrationsobjekte und Modelle bestaunen sowie Personenscans und die dazugehörigen Miniaturen erwerben. Für Modellbauer und Modelleisenbahner ist der Druck von Modellen, Gebäuden oder Fahrzeugen in fotorealistischer Farbe attraktiv.

MakerBot Europe: Sofort loslegen

Mit neuester Hardware kommt die MakerBot Europe GmbH & Co. KG auf die model-hobby-spiel. Gezeigt werden MakerBot 3D-Drucker der 5. Generation sowie die Funktionalität des 3D Ecosystems und die perfekte Einbindung der 3D-Drucker in die Arbeitsabläufe. Veranschaulicht wird der Workflow von der Konstruktion bis zum gedruckten Objekt. Speziell für Einsteiger interessant sind der MakerBot Replicator Mini und Softwarelösungen wie MakerBot Print Shop, die Design-Datenbank Thingiverse und der MakerBot Store – damit lässt sich auch ohne Erfahrung im Bereich 3D-Druck oder CAD-Konstruktion loslegen. So können Anfänger beispielsweise bei Thingiverse.com fix und fertige Vorlagen herunterladen, müssen demzufolge weder selbst entwerfen noch konstruieren.

medacom graphics: Von Hobby bis Profi

Diverse Drucker und gedruckte Modelle stellt die medacom graphics GmbH, Butzbach, aus. Im Portfolio: 3D-Drucker von klein bis groß, von der Hobby- bis zur professionellen Anwendung – für Einsteiger wie für Fortgeschrittene.

RTC Rapid Technologies GmbH Office Düsseldorf: Professionelle Beratung

3D-Drucker des Herstellers Stratasys gehören unter anderem zu den Exponaten der RTC Rapid Technologies GmbH Office Düsseldorf. Diverse Prototypen sind zu sehen und fortgeschrittene Benutzer können sich professionell beraten lassen sowie das Angebot zur Herstellung eines Musterteils nutzen.

modell-hobby-spiel: Vorverkaufsstart am 8. September

Die modell-hobby-spiel findet vom 3. bis 5. Oktober 2014 statt und ist täglich von 10.00 bis 18.00 Uhr geöffnet. Am 8. September startet der Vorverkauf im Online-Ticketshop und in den rund 800 Vorverkaufsstellen. Die Tageskarte im Vorverkauf kostet einheitlich 11,00 Euro. Zudem marschieren Vorab-Käufer auf einer eigens eingerichteten grünen Linie vorbei an den Warteschlangen.

Tageskarten an der Tageskasse:
am 3./4. Oktober 13,00 Euro; am 5. Oktober 12,00 Euro.
Ermäßigt: 8,50 Euro; 5,00 Euro für Kinder von 7-12 (letztere nur an der Tageskasse). Dauerkarte: 19,00 Euro.
Für Kinder unter sieben Jahren ist der Eintritt frei.

Am Besuchstag berechtigen die Eintrittskarten im öffentlichen Nahverkehr zur einmaligen kostenfreien Hin- und Rückfahrt zum/ab Messegelände (gültig in den Tarifzonen 110, 151, 156, 162, 163, 168, 210, 225).

Informationen zur Messe gibt es unter www.modell-hobby-spiel.de sowie auf www.facebook.de/modell-hobby-spiel.

 


Veröffentlicht am: 03.09.2014

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