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Morgengruß von Helmut Harff: Heiße Luft

Meine Befürchtungen haben sich erfüllt

Gestern habe ich hier über meine Befürchtungen bezüglich von "Neuerungen" auf der IFA in Berlin geschrieben. Ich kann Ihnen versichern, die wurden noch übertroffen.

Gäbe es die Designer nicht, hätten gestern Siemens, Miele und Bosch mir gar nichts neues erzählen können. Und auch den Gestaltern ist nicht wirklich etwas neues eingefallen. Alles schon gesehen, alles nichts neues. Ja, mal sieht man im Display eines Herdes ein buntes Bildchen und mal kann man so oder so an einem Rad drehen. Doch was da zumeist als Neuheit gezeigt wurde, können meine mehrere Jahre alte Mikrowelle oder mein Waschtrockner schon seit Jahren. Wirkliche Fortschritte, gar - wie von Siemens behauptet - eine neue Ära, konnte ich nicht erkennen.

Erkennen konnte ich eine Sucht zu abstrusen Bezeichnungen, mit denen sicher selbst ein englischkundiger Verbraucher nichts anfangen kann. Ob das jetzt die Nummer "6" oder "7" ist, brachten sogar die Verantwortlichen durcheinander. Manchmal fühlte ich mich regelrecht verkohlt, bei dem, was mir da als Neuerung präsentiert wurde.

Die Krönung waren die vernetzten Geräte. Warum ich meine Waschmaschine, meinen Kaffeevollautomaten oder meinen Herd auch per Smartphone oder Tablet aus der Wüste Gobi oder vom Badesee aus steuern soll, konnte mir niemand erläutern. Warum mir meine Waschmaschine im Wartesaal vom Zahnarzt dringend mitteilen muss, dass das Flusensieb voll ist, erschließt sich mir auch nicht. Warum bauen die ach so innovativen Hersteller nicht eine Maschine, bei der sich das Flusensieb von allein reinigt? Bei Miele konnte mir die Frage niemand beantworten. Zu hören war nur, dass man das nicht auf der Agenda habe.

Allerdings punktete Miele zumindest in Sachen Ehrlichkeit. Auf die Frage eines Kollegen, wie viele Menschen denn vernetzte Haushaltsgeräte wie Herde, Kühlschränke, Waschmaschinen, Trockner und was es noch so gibt, kaufen, kam nach einem kurzen Rumgedruckse die Antwort: Kaum einer. Ich würde meinen so gut wie keiner.

Das ist ja auch kein Wunder, denn wie gesagt, wer braucht eine vernetzte Waschmaschine oder Mikrowelle. Verschärfend kommt noch hinzu, dass man mit der immer notwendigen App nur die Geräte eines Herstellers - und Anbieters der App - kontrollieren und bedienen kann. Es gibt ganz zaghafte Gesprächsansätze in den deutschen und europäischen Fachverbänden, hier mal über einen einheitlichen Standard nachzudenken.

Wie weit man der Zeit hinterher hinkt, zeigt sich auch an kryptischen Bezeichnungen, die auf "2.0" enden. Man will hier wohl an Web2.0 erinnern. Meine Herren, die Zukunft hat mit Web3.0 schon begonnen. Da kommen sie wohl zu spät. Ich bin gespannt, wann ich auf die erste Innovation treffe.

Heute mache ich mir kein Frühstück, denn ich bin auf einem Kurztrip nach Griechenland. Dazu morgen mehr.

Ihnen wünsche ich ein genussvolles Frühstück.

 


Veröffentlicht am: 03.09.2014

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