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Aussichten in & um Leukerbad

Wer nach Leukerbad im Schweizer Kanton Wallis kommt und in die faszinierende Bergarena eintaucht, hat viel Freude, Genuss und Lebensqualität. Wer in den Thermalbädern weilt, der weiß bald, dass es kaum eine imposantere Aussicht gibt. Wenn die Wasserfälle von den umliegenden Bergen stürzen, die Wiesen rund um Leukerbad saftiggrün schimmern oder der Vollmond die Felsenkluften beleuchtet, fühlt sich so manch einer von einer Märchenkulisse umgeben.

Weite Aussichten erhalten die Gäste, wenn sie auf die umliegenden Berge kraxeln. Von der neuen Aussichtsplattform auf dem Gemmipass (2.350 M.ü.M.) hat man nicht nur einen fantastischen Ausblick auf die Walliser Alpen, Torrent und das Daubenhorn, es kostet manch einen auch Mut, überhaupt auf die Plattform zu kommen. Das Torrenthorn (2.997 M.ü.M.) wird dahingehend auch viel die „Rigi des Wallis“ genannt. Von dort hat man die tollste Sicht auf die Walliser Alpen und kann den Blick aufs ganze Massiv bis zum Mont Blanc schweifen lassen.

Gemmipass 2.350 M.ü.M.

Der Gemmipass faszinierte schon Goethe, Alexandre Dumas, Lenin oder Picasso. Seit dem Sommer 2011 bereichert eine weitere Neuigkeit den historischen Bergübergang. Eine Aussichtsplattform zwischen Himmel und Erde ragt zehn Meter über die Felswand hinaus – direkt neben dem Bergrestaurant. Die zwanzig Quadratmeter große Empore bietet Platz für über ein Dutzend Besucher. Der Gang auf die Plattform ist eine kleine Mutprobe. Der Fußsteg besteht aus einem Gitterrost, durch den die Besucher über 250 Meter in die Tiefe blicken. Wer sich auf die Plattform wagt, wird aber mit einem einmaligen Aus- und Tiefblick belohnt. Von dort sieht man aufs rund 900 Meter tiefer gelegene Leukerbad, die Viertausender der Walliser Alpen, auf Torrent und zudem hat man einen spektakulären Seitenblick aufs Daubenhorn, wo der längste Klettersteig der Schweiz hinaufführt.

Der Gemmipass hat eine lange Vergangenheit als Nord-Südachse für den Handel über die Alpen. Der heutige Gemmiweg aus dem 18. Jahrhundert, fasziniert die Wanderer und fordert auch einiges von ihnen. Wer den Passübergang nach Kandersteg weiterläuft, erlebt eine einzigartige Landschaft, die einst von Gletschern zurechtgeschliffen wurde. Schwarenbach ist eine alte Zollstation zwischen den Kantonen Bern und Wallis, die ein Bergrestaurant und eine Bergunterkunft beherbergt. Die Spittelmatten laden hingegen mit den glasklaren Bergteichen zu einer Rast ein. Dort sollte man sich aber auch keinesfalls den Almkäse entgehen lassen, den man in der Sennhütte kaufen kann. Seit Hunderten von Jahren wird die Alm von den Leukerbadnern betrieben, obwohl das Gebiet nach ewigen Grenzstreitigkeiten dem Kanton Bern zugesprochen wurde.

Daubenhorn & Erlebnisklettersteig

Das Daubenhorn konnte man früher nur vom Gemmipass her erklimmen, was sich nach einer Initiative des Vereins IG Klettersteig schlagartig änderte. Der eher brüchige Schieferfels konnte nämlich mit einem fix installierten Klettersteig bezwungen werden und seither kann man auch von der östlich exponierten Seite zum Gipfelkreuz aufsteigen. Es ist auch der längste Klettersteig der Schweiz, der mit dem Schwierigkeitsgrad ED (Extrem Difficult) eingestuft ist.

Ein Klettersteig ist ein durchgehend mit Drahtseilen und an den erforderlichen Stellen mit Leitern gesicherter Felssteig. Dem schwindelfreien und geübten Berggänger bietet er eine Zwischenstufe von Bergwandern und Sportklettern. Im steil oberhalb von Leukerbad emporragenden Felsen des Daubenhorns installierten eine Gruppe von Bergsteigern und Bergführern mehrheitlich in Fronarbeit 216 Meter Leitern und über 2.000 Meter Stahlkabel. Der Klettersteig führt dem Besucher das einmalige Panorama der Walliser Alpen auf eindrückliche Weise näher. Einzigartig ist die rund 100 Meter lange natürliche Höhle, die man durchquert und in welcher im Winter die Lawinen ins Tal donnern. Im oberen Teil des Steigs befindet sich die Via Konst.

Eine Variante, bei der die Höhe des Daubenhorns in vollen Zügen genossen werden kann und die nichts für schwache Nerven ist. Diese luftige Variante wurde nach einem der Initianten benannt, kann man aber auch umgehen. Nach rund sechs Stunden und 1.000 Höhenmetern ist der Gipfel des Daubenhorns (2.941 M. ü.M.) erreicht. Zum Abschluss der Tour blüht einem aber noch der Abstieg Richtung Gemmipass. Falls die Kondition nicht reicht, besteht nach ungefähr einem Drittel des Klettersteigs die Möglichkeit, über steile Halden nach Leukerbad zurückzukehren. Der längste Klettersteig der Schweiz wartet auf mutige Sport- und Naturfans und ist sicher ein außergewöhnliches Erlebnis.

Kleiner Bruder

Seit kurzem hat der längste Klettersteig der Schweiz einen kleinen Bruder. Der neue Erlebnisklettersteig soll unerfahrenen Alpinisten das Verhalten in einem Klettersteig näher bringen, auch wenn der Schwierigkeitsgrad im mittleren Niveau liegt. Das Zielpublikum ist also breiter und das Angebot richtet sich so an Familien, Jugendliche, Gruppen oder sportliche Personen jeden Alters. Der neue Steig entspricht nicht ganz dem eines normalen Klettersteigs, sondern enthält auch diverse Elemente eines Seilparks.

Der Einstieg des neuen Erlebnisklettersteigs, der mit vielen attraktiven Elementen gestaltet ist, erfolgt beim Gemmipass, führt der Felswand entlang unter dem Bergrestaurant durch, so dass sich der Ausstieg neben der Bergstation der Gemmibahn befindet. Die Länge beträgt rund 800 Meter und die Höhendifferenz etwa 30 Meter. Nervenkitzel ist auch hier garantiert. Highlights sind sicherlich die 65 m lange Seilbrücke oder die 20 m hohe Drehleiter, welche sich um 540° dreht. Diese Routenführung ist in der Schweiz einmalig und die Lage sehr attraktiv. Denn aus der Bahn oder der neuen Plattform können die Alpinisten gut beobachtet werden.

Beide Klettersteige sind kostenlos begehbar. Je nach Schnee- und Witterungsverhältnissen kann mit einer Saison von Juli bis Oktober gerechnet werden. Die Begehung der Klettersteige erfolgt immer auf eigenes Risiko und sie sind nur für schwindelfreie und geübte Berggänger geeignet.

Text:
Leukerbad Tourismus/EH
Fotos: Leukerbad Tourismus

 


Veröffentlicht am: 04.09.2014

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