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ARAG Verbrauchertipps zu Haustieren

Schadensersatz für entsorgte Schildkröte

Kellerräume dürfen von Vermietern nicht eigenmächtig ausgeräumt werden, auch wenn Mieter kein Schloss anbringen. Schon gar nicht, wenn keine Gefahr droht. ARAG Experten weisen in diesem Zusammenhang auf einen kuriosen Fall hin, in dem eine Vermieterin nicht nur im Kellerraum abgestellte Gegenstände einer Mieterin entsorgen ließ, sondern auch deren 25 Jahre alte Schildkröte Max, die ihren Winterschlaf im Keller in einer Transportbox verbrachte.

Das Argument der Vermieterin, dass andere Mieter ihren Müll in unverschlossenen Kellern einlagern würden, ließen die Richter nicht gelten. Auch die Tatsache, dass der Hausmeister eine Nachricht mit entsprechender Ankündigung an der Kellertür angebracht hatte, auf die es drei Wochen keine Reaktion gab, wollten die Richter nicht akzeptieren. Keller werden durch Mieter normalerweise nur unregelmäßig und anlassbezogen aufgesucht. Darüber hinaus verpflichte eine Nachricht an der Kellertür Mieter nicht zur Reaktion. Für Max und die entsorgten Gegenstände wurde ein Schadensersatz von 560 Euro fällig (Amtsgericht Hannover, Az.: 502 C 7971/13).

Schadensersatz, wenn die fremde Katze zubeißt

Wer fremde Tiere aus seinem Hotelzimmer scheucht und dabei gebissen wird, trägt keinerlei Mitschuld an seiner Verletzung. ARAG Experten weisen in diesem Zusammenhang auf einen Fall hin, in dem nicht nur Schmerzensgeld und Schadensersatz für die Bissverletzung gezahlt werden, sondern die gegnerische Haftpflichtversicherung sogar für materielle und immaterielle Schäden in der Folgezeit aufkommen musste. Begonnen hatte alles in einem tierfreundlichen Hotel und mit einer Katze, die – von ihren Besitzern unbemerkt – über den Balkon in das benachbarte Hotelzimmer schlich. Dort logierte eine Hundebesitzerin mit ihrem Vierbeiner, die nun versuchte, den ausgebüxten Stubentiger aus ihrem Zimmer zu vertreiben.

Dabei wurde sie in den Finger gebissen. Ihr Gesundheitszustand verschlechterte sich derart rapide, dass sie noch nachts ins Krankenhaus kam. Was nun folgte, waren eine Operation und eine Vielzahl weiterer Behandlungen mit dem Ergebnis, dass die Hand nur noch eingeschränkt beweglich und die Frau bei der Arbeit teilweise auf die Hilfe von Kollegen angewiesen ist.

Nach Auskunft der ARAG Experten ist der Frau keinerlei Mitschuld an ihrer Verletzung zu geben, denn sie hat sich – objektiv betrachtet – keiner Gefahr ausgesetzt hat, als sie versuchte, die vermeintliche Samtpfote aus ihrem Zimmer zu entfernen. (Landgericht Bielefeld Az.: 21 S 38/11).

Jäger erschießt Pony statt Wildschwein

Der Erwerb des Jagdscheines wird gerne als ‚Grünes Abitur‘ bezeichnet. Und das nicht etwa, weil die Prüfung in freier Natur abgelegt wird, sondern weil sie inhaltlich sehr anspruchsvoll ist. Einem Jäger ist also durchaus zuzutrauen, Tierarten zu bestimmen.

Nicht so im vorliegenden Fall, auf den die ARAG Experten hinweisen. In der falschen Annahme, ein Wildschwein vor der Flinte zu haben, tötete ein Jäger versehentlich ein Pony. Die Waffenbehörde widerrief daraufhin die waffen- und munitionsrechtliche Erlaubnis. Der Jäger klagte und berief sich auf mangelnde Sichtverhältnisse durch Dunkelheit, doch die Richter kannten kein Pardon: Zu den elementaren Verhaltensregeln eines Jägers gehöre die Bestimmung von Art, Alter, Geschlecht und Körperzustand eines Tieres. Bei der geringsten Unsicherheit hätte der Schuss unterbleiben müssen.

Erschwerend kommt in diesem Fall nach Auskunft der ARAG Experten hinzu, dass der Jagdbereich in der Nähe eines Ponyhofes lag und der Jäger naturgemäß mit Ponys hätte rechnen müssen (Verwaltungsgericht Berlin, Az.: VG 1 L 251.13).

 


Veröffentlicht am: 26.01.2014

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