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Morgengruß von Helmut Harff: Loslassen

Sich von etwas zu trennen, ist nicht einfach

Ihnen geht es sicherlich genau wie mir: Über die Jahre sammeln sich in der Wohnung immer mehr Dinge an, die man eigentlich nicht benötigt. Vieles davon schmort in Schränken, einiges schmückt die Räume.

Auf vieles von dem, was da in Schränken ein im wahrsten Sinne des Wortes ein Schattendasein fristet, will man eigentlich nicht verzichten. Das gilt auch für die Dinge, mit denen wir unsere Räume gestalten. Das gilt für Souvenirs oder Geschenke, aber nicht nur. Das gilt ebenfalls für Haushaltsgeräte, Gläser, aber auch für vieles im Kleiderschrank.

Doch eigentlich müsste man alles immer mal wieder durchsehen, ob die Dinge noch immer einen so hohen Stellenwert für uns haben, ob wir sie überhaupt noch brauchen.

Nun gibt es ja sich klug gebende Zeitgenossen, die gefragt oder ungefragt Tipps geben, wie man mit seinem Überfluss, seinem Krempel umgehen soll. Die Tipps gipfeln immer darin, dass man alles wegwerfen soll, was man in einem bestimmten Zeitraum nicht mehr benötigt hat. Die Zeitspannen reichen von sechs Monaten bis drei Jahren.

Wenn man diese Forderung auf die Spitze treiben will, könnte ich sogar meinen Ausweis wegwerfen. Den habe ich bestimmt mehr als ein Jahr nicht benötigt. Wer sich an die Sechs-Monats-Regel halten würde, müsste jeweils seine Sommer- und Wintersachen entsorgen. Gleiches gilt für die Ski-Klamotten oder den Weihnachtsschmuck.

Ich halte so eine Zeitregel für absolut unsinnig. Sinnvoll ist es dagegen schon, immer mal wieder mit offenen Augen die eigenen vier Wände, den Keller, die Garage, den Schuppen und sogar das Auto nach Dingen zu durchforsten, die man nicht mehr benötigt. Da ist der Babyflaschenwärmer - das Kind geht schon in die Schule -, da ist der uralte Röhrenbildschirm, der alte Rechner, der "Ersatz"-Handrasenmäher, der Auspuff für ein längst verschrottetes Auto, die analoge Kamera, aber auch die zahlreichen Mitbringsel aus dem Urlaub.

Auch im Kleiderschrank tummelt sich nach einigen Jahren vieles, was da nicht hinein gehört. Die Sachen sind unmodern oder passen schlicht nicht mehr. Es gibt sicherlich auch so manchen Fehlkauf (gibt es auch bei Männern) oder einiges, was man als lieb gemeintes Geschenk bekommen hat.

Überall da sollte man mal aufräumen oder besser ausmisten. Man muss ja nicht alles in den Müll stopfen. Vieles kann man sicherlich noch verkaufen. Ich mache das gerade und bin erstaunt, wie viel Geld da so zusammen kommt. Andere Dinge kann man verschenken oder an soziale Einrichtungen abgeben. Aber Achtung: Hier bitte nur wirklich noch zu nutzende Dinge abgeben. Solche Einrichtungen sind keine Müllentsorger.

Nach einer solchen Aufräumaktion fühlt man sich - zumindest geht es mir so - irgendwie gut. Man hat mal wieder etwas geschafft, wovor man sich nur allzu gern drückt. Man hat auch wieder Platz für neue Dinge. Es gibt noch etwas, was für so eine Aktion spricht: Man findet Dinge, die man schon seit langem vermisst. Ich habe auch Dinge entdeckt, von denen ich gar nicht mehr wusste, dass sie überhaupt (noch) habe.

Ich mache mir jetzt mein Frühstück.  Das Ei bekommt seit meiner Aufräumaktion seinen Platz in einem Eierbecher, der noch von meiner Oma stammt.

Ihnen wünsche ich ein genussvolles Frühstück. Viel Spaß beim Ausmisten.

 


Veröffentlicht am: 24.09.2014

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