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Zu Leonhardi unterwegs im Tölzer Land

Im November bitten Gläubige um den Segen des Heiligen Leonhard

Leonhardi-Morgen

Bis zu 85 geschmückte Gespanne werden es sein, die an der bayernweit größten Wallfahrt zu Ehren des Schutzpatrons der landwirtschaftlichen Tiere in Bad Tölz teilnehmen.


Mit Gongschlag neun Uhr setzt sich am 6. November die beeindruckende Kolonne aus aufwändig dekorierten Wagen durch die Kurstadt in Bewegung; gezogen von hunderten Pferden – die Wallfahrer in traditioneller Tracht. Dazwischen immer wieder berittene Rösser. Und alle haben sich besonders herausgeputzt, um dem heiligen Leonhard von Limoges in einer prächtigen Prozession die Ehre zu erweisen und seinen Segen für Haus und Hof, Vieh und Vertraute zu erbitten. In genau festgelegter Reihenfolge schlängelt sich der farbenfrohe Festzug hinauf auf den Kalvarienberg, wo rund um die Leonhardikapelle ein Freiluftgottesdienst mit Segnung von Mensch und Vieh stattfindet. Zurück geht es durch die mit Lüftlmalereien verzierten Bürgerhäuser der Marktstraße, in der die „Goaßlschnalzer“ am frühen Nachmittag lautstark ihre Peitschen knallen lassen. Wer die prunkvolle Parade miterleben möchte, zahlt zum Beispiel für die Leonhardi-Pauschale ab 79 Euro pro Person, inklusive zwei Übernachtungen mit Frühstück in einem Gästehaus sowie diversen Extras.

„Rund drei Wochen dauern die Vorbereitungen“, weiß Christine Weichenrieder aus Arzbach. Die 46-Jährige gehört seit über 30 Jahren zur Besatzung eines Tölzer Truhenwagens und kennt sich aus mit den Gebräuchen rund um den nahezu höchsten Festtag im Tölzer Land. Es wird gesteckt und geputzt, geschmückt und gebürstet, bis die edlen Gespanne am frühen Morgen von Leonhardi Aufstellung nehmen, um den großen Tag von Tieren, Tradition und alter Tracht zu feiern. Dann rollen die Gespanne los, mit ihren leise betenden Insassen, vom Badeteil über die Isarbrücke, durch die untere Marktstraße zum Maierbräugasteig und hinauf zur großen Wiese an der Kalvarienkirche. „Das ist ein wunderschönes Schauspiel für Gläubige ebenso wie Publikum und Pferdefreunde“, berichtet Weichenrieder. Die Mitwirkenden tragen ihre kostbarste Tracht, Pferde werden kunstvoll eingeflochten und die oft historischen Wagen mit Moos, Immergrün und Blüten verziert. „Natürlich gibt sich jeder große Mühe, gut auszusehen, man freut sich ja schon das ganze Jahr auf die Wallfahrt und ihre Besucher“, bestätigt die Trachtenliebhaberin.

Und auch in den umliegenden Gemeinden wird dem heiligen Leonhard gebührend gedacht. Zum Beispiel am 9. November, wenn vor der herrschaftlichen Kulisse von Benediktenwand, Herzogstand und Heimgarten rund 50 geschmückte Fuhrwerke zu Segen und Wallfahrtsmesse in die barocke Klosteranlage von Benediktbeuern rollen. Unter die festlichen Gespanne mischen sich hier zahlreiche Reiter, Schützenkompanien und Musikkapellen ins Umzugsbild. Am Dorfplatz wird nach Fahrtende das Goaßlschnalzen, das traditionelle Peitschen der Fuhrleute, dargeboten.

Offizieller Ausklang des jeweils am Sonntag, der dem 6. November am nächsten liegt, stattfindenden Festzugs, ist der abendliche Leonharditanz. In Oberbuchen, einem Ortsteil von Bad Heilbrunn, sind es hingegen ausschließlich Reiter, die am 16. November den Schutz für ihr Zuhause erbitten. Gut 200 Teilnehmer lassen sich von ihren geschmückten Kaltblütern hinter einer dreiköpfigen Standarte hinaus zur Leonhardskapelle tragen. Männer wie Frauen, in Jankern wie in Jeans. „Leonhardi hat bei uns im Tölzer Land eine lange Tradition“, erklärt Dr. Andreas Wüstefeld vom Tölzer Land Tourismus. „Wir sind sehr stolz auf die Vielfältigkeit und Fülle der Veranstaltungen und das von Herzen gelebte Brauchtum, das hier direkt spürbar wird.“

Überblick Leonhardi-Termine 2014:
Wackersberg: 26. Oktober 2014, Start 13.30 Uhr (Leonhardiritt)
Bad Tölz: 6. November 2014, Start 9 Uhr
Benediktbeuern: 9. November 2014, Start 9 Uhr
Lenggries: 9. November 2014, Start 9 Uhr (Leonhardiritt)
Bad Heilbrunn/Oberbuchen: 16. Nov. 2014, Start 13 Uhr (Leonhardiritt)

Das Tölzer Land
Das Tölzer Land repräsentiert als Tourismusmarke die 21 Städte und Gemeinden des Landkreises Bad Tölz-Wolfratshausen. Die Region erstreckt sich südlich von München bis zur Tiroler Grenze. Der Starnberger See im Westen, Kochel- und Walchensee im Süden und der Sylvenstein-Stausee im Osten bieten zahlreiche Erholungsmöglichkeiten – ebenso wie Isar und Loisach, die sich als blaue Bänder durch die Bilderbuchlandschaft schlängeln. Der höchste Gipfel ist der Schafreuter (2101 m). Bergbahnen führen sommers wie winters auf den Herzogstand (1731 m) am Walchensee, auf das Brauneck (1555 m) in Lenggries und auf den Blomberg (1248 m), den Hausberg von Bad Tölz.

Tölzer Land Tourismus
Prof.-Max-Lange-Platz 1
83646 Bad Tölz
Tel.: 08041 / 505206,
info@toelzer-land.de
www.toelzer-land.de

Foto:
Gästeinformation Benediktbeuern

 


Veröffentlicht am: 26.09.2014

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