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Wirtschafts-News vom 29. September 2014

Michael Weyland informiert

(Michael Weyland) Mit den Steuern ist das ja so eine Sache.  Da ist man selbst als Steuerrechtler oft nicht mehr so ganz sicher, wie man das dem geneigten Steuerzahler erklären soll, dass fast identische Dinge unterschiedlich besteuert werden.  Wir wollen heute aber mal über die merkwürdigsten Steuervorteile sprechen, die uns der Lohnsteuerhilfeverein Vereinigte Lohnsteuerhilfe e.V. (VLH) übermittelt hat. Dass man nicht die Urlaubsreise, wohl aber den CO2-Ausgleich für den Flug absetzen kann, ist ja noch nachvollziehbar. Kurios wird es bereits bei den Kosten für die Antibabypille. Diese können als außergewöhnliche Belastung von der Steuer abgesetzt werden, wenn die Schwangerschaftsverhütung aus medizinischen Gründen notwendig ist. Das kann der Fall sein bei hormonell bedingter Akne oder bei Zyklusstörungen. Wenn das in der breiten Masse bekannt wäre, würden sich die Fälle hormonell bedingter Akne oder von Zyklusstörungen vermutlich verhunderttausendfachen!

Was den Frauen recht ist, ist den Männern in dem Falle billig, nur etwas anders gelagert, denn:   Für Viagra oder ein anderes Potenzmittel gilt das gleiche Prinzip: Die Kosten sind als außergewöhnliche Belastung von der Steuer absetzbar, wenn das Medikament vom Arzt verschrieben wurde. In Deutschland sind die blauen Viagra-Pillen ohnehin verschreibungspflichtig - der Patient erhält sie nur in der Apotheke gegen ärztliches Rezept. Übrigens: Beides, sowohl die Rechnungsquittungen als auch die ärztlichen Verschreibungen für Viagra oder die Antibabypille sollten der Steuererklärung im Original beigefügt werden. So lässt sich belegen, dass der angegebene Betrag tatsächlich bezahlt wurde und es für jede Rechnung auch ein Rezept gab.

Ebenfalls lustig ist die Sache mit dem Föhn.  Benutzt ein Architekt in seinem Büro einen Föhn ausschließlich zum Trocknen seiner Tusche, kann er die Kosten dafür von der Steuer absetzen. Zu diesem sehr speziellen Steuervorteil kam es durch ein Urteil des Bundesfinanzhofs, das bereits im Jahr 1970 gefällt wurde. In der heutigen CAD-Zeit wird vermutlich kaum noch ein Architekt mit Tusche arbeiten müssen, andererseits: Wann wäscht man sich im Büro schon mal die Haare?

Auch sehr schön: 

Sind Möbel so stark mit Formaldehyd belastet, dass sie gesundheitsgefährdend sind, kann man die Kosten für neues Mobiliar als außergewöhnliche Belastung von der Steuer absetzen. Wichtig ist, dass vor dem Kauf der neuen Wohnungseinrichtung ein entsprechendes Gutachten vorliegt, zum Beispiel vom Gesundheitsamt, TÜV oder DEKRA.

Sie merken. Vieles ist absetzbar, wenn man sich an die Spielregeln hält.

Diesen Beitrag können Sie nachhören oder downloaden unter: http://www.was-audio.de/aanews/News20140929_kvp.mp3

 


Veröffentlicht am: 29.09.2014

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