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29.06.2017

 

 

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Spaßgarantie: Sicher, präzise und vorausschauend Fahren

Die Porsche Sport Driving School feiert ihren 40. Geburtstag



Porsche-Sportfahrschule, Hockenheimring, 1974

Vor 40 Jahren wurde mit einem einfachen Fahr-Lehrgang der Grundstein für die heutige Porsche Sport Driving School gelegt.

Auslöser war der leistungsstarke 911 Turbo, der 1974 auf dem Pariser Automobilsalon vorgestellt wurde: Schon vor dem Verkaufsstart war den Porsche-Verantwortlichen klar, dass nur geübte Fahrer das neue Spitzenmodell schnell und gleichzeitig sicher bewegen können. Der Lehrgang sollte das notwendige Know-how vermitteln, damit der Fahrspaß nicht auf der Strecke bleiben würde.

Das Konzept hatte Erfolg. Heute bietet die Dr. Ing. h.c. F. Porsche AG weltweit ein umfangreiches Programm an, um Sportwagen in allen Situationen präzise beherrschen zu können. Bei aufeinander aufbauenden Trainingsleveln oder in Spezialkursen verbessern Porsche-Instrukteure ganz gezielt das fahrerische Können der Teilnehmer. Neben On- und Offroad-Trainings gibt es auch spezielle Winterprogramme: Hier lernen die Teilnehmer, einen Porsche auch auf Schnee und Eis sicher zu fahren.

Hier eine exklusive Reportage aus dem Porsche-Kundenmagazin „Christophorus“ von 1974:

Das Sägen der Boxermotoren schallt über die Strecke. Bremsen quietschen. Der Geruch von Gummi, Öl und Benzin liegt in der Luft, hier am Hockenheimring, Anfang August 1974. Die Elfer-Fahrer jagen nicht mit Blick auf die Stoppuhr über die Rennstrecke, sondern mit Blick auf die Ideallinie. Ruhig, souverän, geführt. Ein paar Sportwagen wedeln nebenan durch Pylonengassen, driften auf bewässerten Kreisbahnen und weichen plötzlich auftauchenden Hindernissen aus. Soweit so bekannt. Jedoch: Hinterm Lenkrad sitzen keine Profis, sondern normale Autofahrer. Als Schüler der neu gegründeten Porsche Sportfahrschule.

Was vor 40 Jahren mit einem Lehrgang für ein paar Autobegeisterte begann, hat sich heute zur internationalen Porsche Sport Driving School (PSDS) entwickelt – in 15 Ländern werden Kurse angeboten. Porsche-Kunden können hier ihre fahrerischen Fähigkeiten Schritt für Schritt steigern. Die Philosophie blieb in all den Jahren unverändert: „Sie nennen uns Ihr fahrerisches Ziel und wir sorgen dafür, dass Sie es erreichen.“

Wir, das sind die Instrukteure oder Fahrtrainer. Einer von etwa 100 Instrukteuren weltweit ist Carsten Dreses. „Wir wollen Fingerspitzengefühl vermitteln, die Kunst, das Auto zu lesen und es dadurch besser zu verstehen. Wenn der Pilot die Harmonie des Autos spürt, ist er automatisch sicherer unterwegs – und damit auch schneller“, beschreibt er die Ziele am Rande eines Fahrtrainings. Er ruft den Fahrern Kommandos zu. Der 43-Jährige weiß, wovon er redet: Er arbeitet hauptberuflich als Entwicklungsingenieur bei Porsche und fährt in seiner Freizeit Langstreckenrennen. Seit 2004 bringt er rund 15 Mal im Jahr wissbegierigen Schülern das sichere und schnelle Fahren näher.

„Was heute genauso zählt wie vor 40 Jahren, ist nicht das reine Pauken grauer Theorie, sondern der Fahrspaß“, weiß Kollege Klaus-Peter Krüger. Der 57-jährige Ingenieur arbeitet seit 1981 bei Porsche, seit 1991 auch nebenbei als Instrukteur und Supervisor bei der Porsche Sport Driving School. Nach 23 Jahren ist er immer noch von der Idee, dem Konzept und den Lerninhalten dieser besonderen Fahrschule überzeugt. „Es geht zwar immer noch um das richtige Sitzen, Lenken und Bremsen. Mit ABS, dem Porsche Stability Management (PSM) sowie den sonstigen Assistenzsystemen im Hintergrund fahren sich die Autos im Grenzbereich aber inzwischen anders. Wir geben den Fahrern Tipps, in welchen Fahrsituationen die einzelnen Systeme unterstützend wirken und funktionieren“, sagt er. Im Hintergrund wedeln die Fahrschüler inzwischen recht gekonnt um die Pylonen.

„Früher konnte man sich nicht auf Assistenzsysteme verlassen“, meint Krüger zu seinem Kollegen. „Man musste vorher wissen, was in bestimmten Situationen passiert.“ Wie beim ersten 911 Turbo von 1974. „Der war vor allem in Kurven schwierig zu fahren. Bei abrupter Beschleunigung kam es schon vor, dass er untersteuernd nach vorne schob. Beim plötzlichen Gaswegnehmen schwenkte gerne das Heck aus“, weiß der Ingenieur.

Der Porsche 911 Turbo ist einer der Gründe für die ersten Kurse der Porsche Sportfahrschule. Im Oktober 1974 soll der Supersportwagen auf dem Pariser Autosalon vorgestellt und ab Frühjahr 1975 verkauft werden. Den Ingenieuren und Händlern ist nach den ersten Verkaufstrainings klar: Nur geübte Hände mit einem hohen Maß an Fahrzeugbeherrschung werden mit dem Auto und seinem spektakulären Leistungseinsatz schnell und sicher unterwegs sein.

Porsche ist sich seiner Verantwortung auch gegenüber Nicht-Rennfahrern bewusst und entwickelt spezielle Fahrtrainings, die einen sicheren Umgang mit den Supersportwagen vermitteln sollen. Bei den ersten Trainings kommen im August 1974 „normale“ Porsche 911 zum Einsatz, ein paar Monate später dann die Turbo-Varianten. Das spricht sich schnell unter den Kunden herum: Die wenigen zur Verfügung stehenden Plätze sind sofort ausgebucht.

Die Lehrer sind erfahren, kommen direkt von der „Universität Teststrecke“ oder dem „Versuchslabor“ aus Zuffenhausen oder Weissach. Sie sind Porsche-Mitarbeiter und vermitteln gerne ihr Wissen. Authentisch, enthusiastisch, engagiert, mit einem feinkalibrierten Gasfuß und einem ausgeprägten Popometer. In Gruppen mit maximal zehn Autos bringen die Instrukteure ihren Schülern die hohe Kunst des Fahrens bei.

Der Ablauf unterscheidet sich nicht groß von heutigen Trainings. Die richtige Sitzposition wird erklärt, die Lehne steiler gestellt und der Motor vorgewärmt. Die Übungen haben es in sich und erlauben ganz andere Manöver als auf öffentlichen Straßen: richtiges Verhalten bei plötzlich auftauchenden Hindernissen oder in Kurven, die zumachen, Fahren durch Slalomgassen oder Schikanen, Schleudern auf rutschigem Untergrund und Finden der Ideallinie. Am Schluss werden Technik und Stil bewertet. „Übungsziele waren schon damals das richtige Reagieren in kritischen Situationen sowie das Kennenlernen des Grenzbereichs“, sagt Klaus-Peter Krüger.

Basieren die ersten Kurse noch auf dem Improvisationstalent der Instrukteure, sind sie heute klar strukturiert und organisiert, und die Lerninhalte werden kompakter vermittelt. Gleichzeitig wird der Fahrspaß erhöht. Das Training dauert zwischen einem und drei Tage, abhängig davon, welches man auswählt. „Heute bieten wir für alle Autofahrer, vom Anfänger bis zum Rennfahrer, passende Kurse an. Das hatten wir vor 40 oder sogar vor 20 Jahren noch nicht“, sagt Krüger. Neben den klassischen Trainings auf Fahrsicherheits- und Rennstrecken gibt es auch Offroad- und Winterkurse.

Im Vergleich zu den Anfängen haben sich auch die Anforderungen der Teilnehmer geändert. „Die Kunden werden immer interessierter und anspruchsvoller. Sie wollen nicht nur sicherer und besser fahren, sondern auch verstehen, wann das Fahrzeug was und wie macht“, sagt Carsten Dreses und Krüger nickt bestätigend. Die Profis kennen die Unterschiede und Feinheiten der Porsche-Fahrzeuge ganz genau. Die Fragen der Fahrschüler beantworten sie entsprechend ausführlich.

Bei den Kursen geht es um sicheres, präzises und vorausschauendes Fahren – und um Schnelligkeit. „Viele Autofahrer steuern zu hektisch, sie sind zu nervös. Mit mehr Ruhe und Gelassenheit wird das Fahren automatisch souveräner“, sagt Dreses. Wenn man gut und sicher unterwegs ist, hat man auch Spaß: „Deshalb vermitteln wir in den Trainingsleveln Precision und Performance zuerst richtiges Bremsen und eine sichere Fahrzeugbeherrschung“, erklärt der Ingenieur.

Sportlich ambitionierte Fahrer können ihre Fertigkeiten im Master-Kurs verfeinern, und wer das Training Master RS absolviert, erhält gar die A-Lizenz des Deutschen Motor Sport Bundes. Das Kursangebot umfasst zudem spezielle Wintertrainings in Finnland, dort lernen die Teilnehmer die Fahrphysik auf Eis und Schnee kennen. „Um Grenzen neu zu definieren, muss man erst seine eigenen kennenlernen“, sagt Dreses. Dazu seien die Übungen ideal. „Die perfekten Fahrzeuge haben unsere Kunden ja schon, bei uns geht es darum, dieses Werkzeug auch richtig einzusetzen.“

 


Veröffentlicht am: 14.10.2014

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