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Welpen auf dem Moserhof

Heinz Hartwegers Hunde-Kolumne

Als Landwirt und Jäger kennt sich Heinz Hartweger bestens mit der Haltung von Hunden aus. Auf dem Landgut Moserhof , das er mit seiner Frau Gerhild im Kärntner Mölltal führt, sind daher auch Vierbeiner willkommene Gäste. Besonderheit des Almchalet-Feriendorfs ist außer großen Freilaufflächen und einem eigenem Hundebadestrand die enge Zusammenarbeit mit Tierärzten, -heilpraktikern und –physiotherapeuten und Hundetrainer – kurzum ein echtes Kompetenzzentrum für Mensch und Hund.

Zugegeben: Als ich meinen Schweißhund Heiko vor fünf Jahren als wenige Wochen alten Welpen bekam, hat mich der kleine Kerl ganz schon ins Wanken gebracht. Mit seinen großen Augen, dicken Pfoten und tapsigen Bewegungen war er so herzig, dass man ihn einfach dauernd streicheln oder mit ihm herumtollen wollte.

Trotzdem habe ich mir einen Ruck gegeben und ihm bei aller Liebe von Anfang an klar gemacht, wer das Sagen hat. Nur so kann das Zusammenleben in einer Familie wie der unseren reibungslos funktionieren, die auf dem Landgut Moserhof ständig von wechselnden Gästen und vielen Tieren von Meerschweinchen über Hühner und Schweine bis hin zu Pferden umgeben ist.

Von Heikos Vorgängern, die wegen meiner Jagdleidenschaft zuvor schon sieben Mal zur gleichen Rasse gehörten, weiß ich, dass jeder Hund seinen eigenen Charakter hat, der individuelle Vorlieben und Abneigungen mit sich bringt. Grundsätzlich ist es aber wichtig, ihm sowohl Rangordnung als auch Verhaltensregeln beizubringen. Wer sich heutzutage einen jungen Hund anschafft, stylt sein Zuhause oft regelrecht für den Neuankömmling. Vom Spielzeug über Körbchen bis zur Kuscheldecke liegt alles – oft in mehrfacher Ausführung – für ihn bereit.

Kein Wunder, dass sich da der Eindruck geradezu aufdrängt „Alles meins! Hier bin ich der König“. Dieser wird noch verstärkt, wenn alle Bezugspersonen ständig um den Familienzuwachs kreisen. Richtig eskaliert die Situation dann, wenn der Vierbeiner auch noch mit ins Bett darf. Die Versuchung, das zu tun, ist bei einem knuddeligen Welpen zwar groß. Nach einem solchen Schritt sind aber die Probleme vorprogrammiert, weil die Distanz zwischen Mensch und Tier fehlt, Grenzen weder gezogen bzw. akzeptiert werden. Außerdem ist kein Hund porentief sauber, auch wenn er noch so penibel gepflegt wird. Bestes Beispiel sind immer wieder schmutzige Hundehaare und Pfotenabdrücke in den Betten unserer Almhütten oder -chalets. Heiko würde so etwas nie wagen und weiß zum Glück genau, wo sein Platz ist.

Um rechtzeitig die Weichen zu stellen, muss man alle möglichen Alltagssituationen vom Verhalten in der Wohnung bis zum Spazierengehen immer wieder durchspielen. Wie Kinder wollen Welpen alles ausprobieren und brauchen ihr Herrchen oder Frauchen als Erzieher. Ihre Aufgabe ist es, mit deutlicher Stimme und bei Bedarf auch barschem Ton zu kommunizieren, was der Hund darf und was nicht. Und das so konsequent wie nur irgendwie möglich, weil widersprüchliches Verhalten jedes Tier verwirrt. Ist man sich in dieser Rolle unsicher, hilft der Besuch einer Hundeschule. Falsche Verhaltensweisen, die sich erst einmal eingeschliffen haben, bekommt man nämlich sonst nur sehr schwer oder gar nicht mehr in den Griff.

Besonders sensibel ist die Situation für Familien mit Kindern. Idealerweise schaffen die sich einen Welpen an, wenn bereits ein Sohn oder eine Tochter da ist, wie das bei uns der Fall war. Denn somit stehen die in der Rangordnung eindeutig vor dem Vierbeiner. Gibt es bei Geburt eines Babys bereits einen Hund, könnte das zu Eifersucht führen, weil er plötzlich nicht mehr im Mittelpunkt ist. Wer wie ich eine ganze Reihe von Hunde nacheinander bekommen und selbst erzogen hat, weiß irgendwann aus Erfahrung, wie das erfolgreich funktioniert.

Wenn Heiko irgendwann Vater werden sollte und wir bestimmt einen seiner Nachkommen nehmen, werde ich von meinen strengen Vorstellungen aber vorübergehend ein paar Abstriche machen. Wer könnte schon beim Anblick eines niedlichen Welpen so hart sein, dass einen so etwas nicht rührt? Anwärterinnen, die Heiko decken könnte, gibt es schon jetzt mehr als genug

Text:
cn
Bilder: www.moserhof.net

 


Veröffentlicht am: 19.11.2014

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