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23.06.2017

 

 

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Demeter-Wein in Sicht

Nomen est omen

Dem Traditionellen verpflichtet und zugleich offen für Neues – diese Einstellung prägt insbesondere die Profiwinzer in Liechtenstein. Sie sind stolz auf ihre edlen Tropfen und die lange Weinbaukultur prägt mit ihren Weingärten an sonnigen Lagen das Landschaftsbild bis heute. Einer der vier Berufswinzer ist Harry Zech aus dem Liechtensteiner Unterland.

Die lateinischen Worte auf den Etiketten sind nicht nur typisch für die Weine von Harry Zech, sie stehen auch für den Inhalt: göttlich, leidenschaftlich und liebevoll. Der Winzer und Önologe bewirtschaftet eine Rebfläche von rund drei Hektaren, wobei sich die einzelnen Rebberge an hervorragenden Lagen in Vaduz und Mauren befinden. Oberstes Ziel auf dem Weingut Zech ist es, einen persönlichen Wein mit höchster Qualität herzustellen. Und um das zu erreichen, geht Harry Zech auch unkonventionelle Wege.

Verena Cortés sprach mit Harry Zech.

Sie haben schon seit Beginn Ihrer Winzerkarriere auf naturnahe Produktionsmethoden gesetzt. Nun gehen Sie einen Schritt weiter?
Harry Zech:
Seit Beginn dieses Jahres stelle ich auf biodynamischen Weinbau nach den «Demeter»-Richtlinien um. Das Markenzeichen «Demeter» ist noch höher qualifiziert als die Bio-Marke. Das heisst, in der Bewirtschaftung wird komplett auf chemisch-synthetische Pflanzenschutzmittel, auf Herbizide und auf Kunstdünger verzichtet.

Welche Vorzüge hat der biodynamische Anbau für die Reben?
Harry Zech:
Mit der biodynamischen Bewirtschaftung wird ein aktiveres Bodenleben gefördert. Die Weinbergböden sind das gesamte Jahr begrünt, damit die Nützlinge einen Lebensraum und ein ständiges Nahrungsangebot haben. Auch schützt die Begrünung vor Erosion und Bodenverdichtung. Die Reben können mehr Nährstoffe aufnehmen und der Boden bleibt fruchtbarer.

Die Auswirkung dieser Umstellung auf den Wein?
Harry Zech:
Rückstände von Pflanzenschutzmitteln und Herbiziden werden komplett vermieden. Da die Reben mehr Nährstoffe aufnehmen können, wird der Wein vermehrt vom Boden beeinflusst. Das spiegelt sich im Weincharakter wider und verbessert die Qualität.

Wann präsentieren Sie Ihren ersten Demeter-Wein?
Harry Zech:
Sowohl Boden wie Reben müssen sich erst umstellen und dazu braucht es ungefähr drei Jahre. Der erste Bio-Wein wird Jahrgang 2016 und der erste Demeter-Wein wird den Jahrgang 2017 tragen.

Welche Kelterei-Geheimnisse können Sie aus Ihrem Keller verraten?
Harry Zech:
Auch bei der Verarbeitung gilt: «Jede Behandlung ist eine Belastung für den Wein». Deshalb verarbeiten wir die Trauben sehr schonend mit möglichst geringer Einflussnahme. Gelesen wird von Hand mit Kisten, die «Rotwein-Maische» wird noch von Hand in den Bottichen (Standen) gestösselt, die Maische wird mit geringem Druck ausgepresst und die Weine werden unfiltriert abgefüllt, damit sich die Inhaltsstoffe authentisch entfalten können.

Welchen Wein von Harry Zech muss man unbedingt kredenzen?
Harry Zech:
Alle! (lacht). Für die heissen Tage kann ich besonders den Riesling-Sylvaner empfehlen, der ist frisch und fruchtig. Wer es lieber kräftiger und südländisch mag, dem stelle ich gerne meinen Neuling «Le Rendez-vous» vor. Das ist ein Cuvée aus Gamaret, Merlot und Cabernet Sauvignon, der – wie alle meine Rotweine – im Holzfass ausgebaut ist.

Wein aus Liechtenstein ist...
Harry Zech:
...etwas ganz Besonderes, das man sich nicht entgehen lassen sollte. Die Qualität unserer Weine hat sich in den letzten Jahren enorm gesteigert und die Auswahl beschränkt sich schon lange nicht mehr nur auf leichte Landweine.

 


Veröffentlicht am: 20.10.2014

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