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24.07.2017

 

 

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Zum Gipfel? Anruf genügt!

Engelberg mal anders: Entlegene Abfahrten für Freerider und Tourengänger

Nach oben? „Hörer abnehmen und warten“, so steht es handschriftlich an der Talstation vom Haldigrat bei Engelberg in der Zentralschweiz. Anruf genügt, und zwar mit dem guten alten Telefon.

Wer vom Alpboden mit dem fast 50-jährigen Sessellift zum Haldigrat gondeln will, sucht an der Talstation vergeblich nach Personal. Denn Besitzer Kurt Mathis verfolgt das Geschehen mit der Videokamera oben in der Bergstation (1.937 Meter). Telefonisch fordert er die Fahrgäste zum Einsteigen auf und steuert seine Bahn per Knopfdruck. Gezahlt wird beim Aussteigen. „Erst die Ware, dann das Geld“, so lautet seine Philosophie.

Insider informieren sich vorab per Webcam, ob Kurt da ist: Dem ist so, wenn an der Bergstation in Blickrichtung zum 400 Meter höher gelegenen Brisen die Tafel „Heute in Betrieb“ steht – in der Regel nur am Wochenende. Sollte der Kurt seinen Lift nicht aufsperren, finden Tourengänger und Freerider rund um Engelberg trotzdem genügend Alternativen. www.engelberg.ch

„Immer mehr, immer schneller“. Diesem allgegenwärtigen Trend trotzen  einige Freeride- und Skitouren-Gebiete bei Engelberg in der Zentralschweiz. So hat am Haldigrat Kurt Mathis das Sagen. Vor 13 Jahren rettete der gelernte Gipser den kleinen Lift vor dem Abriss, um ihn in die nächste Generation „durchzubringen“, wie er sagt. Mit seiner Frau Antoinette, die das Bergrestaurant führt, verleiht er dem Gebiet Geheimtipp-Charakter.

Entsprechend auch der Weg dorthin: Nur ab der Bergstation Niederrickenbach ist sein Lift über einen geräumten Winterwanderweg (in rund 30 Minuten) erreichbar. Die nicht markierten und unkontrollierten Abfahrten sind nur auf eigenes Risiko befahrbar. Um das große Geld geht es den beiden nicht: Bei der ursprünglichen Beförderungskapazität von 550 Personen pro Stunde wurde nach dem Liftkauf einfach eine Null gestrichen. „Schließlich betreibe ich die Bahn alleine, und 55 ist mein Jahrgang“, erklärt Kurt. Alle sechs Minuten können vier Personen zusteigen. Halb- oder Ganztageskarten gibt es nicht. „Zwanzig. Nächstes Mal mitbringen. Jede weitere Fünf“, erklärt Kurt selbst Stammgästen sein Bezahlsystem immer wieder aufs Neue. Soll heißen: Die ersten beiden Fahrten kosten 20 Schweizer Franken, jede weitere fünf.

Selbst wenn Kurt sein „Heute in Betrieb“-Schild mal nicht aufgestellt hat, finden Tourengänger und Freerider genügend Routen. Sein Tipp: Von Wolfenschiessen im Engelberger Tal fährt eine Seilbahn auf den Brändlen. Von dort führt die Route über den Haldigrat zum Gipfel des Brisen, mit Blick auf die umliegende Bergwelt und den Titlis-Gletscher. Dann hinab zu Kurt´s Bergstation und über den Grat zurück zum Brändlen. „Dauert rund eineinhalb Stunden“, meint Kurt Mathis.

Während bei ihm am Haldigrat vor allem Freerider unterwegs sind, treffen sich im Nachbartal Bannalp vor allem die Skitourengeher. Ausgangspunkt ist die durch eine Seilbahn von Oberrickenbach erschlossene Chrüzhütte. Von dort stehen verschiedene Strecken zur Wahl: Einsteiger wählen die Route zum Kaiserstuhl, Fortgeschrittene die zum Laucherenstock (2.639 Meter), Könner die zum 2.814 Meter hohen Ruchstock.

Und wer es noch eine Nummer größer mag: Das anspruchsvolle Gelände rund um den 3.239 Meter hohen Titlis und dessen Gletscher wurde schon von so manchem internationalen Freerider zur zweiten Heimat auserkoren. Auch in dieser Szene sind Skitouren voll im Trend. Der schwedische Freeride-Profi Johan Jonsson steigt zum Beispiel immer häufiger mit Fellen auf, um noch mehr Terrain zu erschließen: „Als professioneller Skifahrer suche ich auf der ganzen Welt nach gutem Schnee. Aber im Winter ist Engelberg einfach der Ort, wo ich sein will.“

Engelberg-Titlis Tourismus
+41 (41) 6 39 77 77
www.engelberg.ch

Titlis Bergbahnen
+41 (41) 6 39 50 50
www.titlis.ch

Foto: Engelberg-Titlis

 


Veröffentlicht am: 23.10.2014

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