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Multitasking: Ein modernes Märchen

Wissen kann vor Überforderung schützen

Noch schnell mal die Mails checken, mit dem Kollegen telefonieren und dabei eine Rechnung tippen. Arbeitsalltag in deutschen Büros. Doch kann Multitasking wirklich funktionieren? Beschert es uns tatsächlich einen optimalen Output? Nein, sagen Experten und die Forschung.

Weder Frauen noch Männer können mehrere Dinge gleichzeitig erledigen. Das macht das Gehirn nicht mit. Im Gegenteil: Auf Dauer kann Multitasking zu Überforderung, Schlafstörungen, chronischer Erschöpfung und schlimmstenfalls sogar zum Burnout führen.

Hätte man vier Hände und zwei Köpfe, würde es wahrscheinlich klappen mit dem Multitasking. Doch so lange es das nur in Träumen gibt, bleibt Multitasking für den Menschen ein Märchen: Zu schön, um wahr zu sein. Der Homo sapiens besitzt eben nur einen Kopf und zwei Hände – deshalb kann er nicht mehrere komplexe Tätigkeiten gleichzeitig ausführen. Das macht das menschliche Gehirn nicht mit, zeigen immer mehr Forschungsarbeiten.

Thema für die Wissenschaft

Eine der grundlegendsten Studien: Der US-Kommunikationswissenschaftler Clifford Nass von der Stanford University in Kalifornien1 untersuchte bei selbsterklärten Multitaskern, ob und was sie besser können als andere. Er fand heraus: Nichts! Ganz im Gegenteil: Probanden, die fleißig viele Medien gleichzeitig konsumierten, erwiesen sich als ziemlich unkonzentriert, fahrig und waren leicht abzulenken. Außerdem brauchten sie für ihre Aufgaben deutlich mehr Zeit als Testpersonen aus der Vergleichsgruppe, die sich mit nur einer Aufgabe beschäftigten. Auch Informationen, die sie in ihrem Kurzzeitgedächtnis behalten hatten, konnten Multitasker schlechter in wichtige und unwichtige einteilen. Zudem brauchten sie länger, um von einer Tätigkeit zur anderen zu wechseln.

Arbeiten wie ein Computer?

Eigentlich kommt der Begriff „Multitasking“ aus der Informatik und bezeichnet die Fähigkeit eines Betriebssystems, mehrere Befehle gleichzeitig und im ständigen Wechsel auszuführen. Dabei werden die verschiedenen Prozesse abwechselnd in so kurzen Abständen aktiviert, dass der Eindruck von Gleichzeitigkeit entsteht. Auf den Menschen übertragen, bedeutet der Begriff die gleichzeitige Erledigung mehrerer Aufgaben. Angesichts Arbeitsverdichtung, Zeit- und Termindruck, häufiger Arbeitsunterbrechungen und steigender Informationsflut: Verständlich, dass das Prinzip des Multitaskings für Arbeitnehmer verlockend klingt, um besser mithalten und die persönliche Produktivität erhöhen zu können. Vor allem viele Männer stehen eigentlich ganz gern unter Strom – um sich zu profilieren und erfolgreich zu wirken.

Warum Multitasking nicht funktioniert

Doch das menschliche Gehirn ist nun mal kein Computer. Und das Bewusstsein kann sich nur auf eine einzige Angelegenheit zu einer Zeit optimal konzentrieren. Müssen wir zeitgleich verschiedene Informationen verarbeiten, wechseln wir innerhalb von hundert Millisekunden fast automatisch zwischen den kognitiven Prozessen hin und her. Und auch wenn Frauen die geschickteren, weil durch die Doppelrolle in Familie und Beruf besser trainierten Multitasker sind: Das „Alles-auf-einmal-Prinzip“ funktioniert nicht mehr, sobald aufgrund von Informationsreizen Entscheidungen getroffen oder Konsequenzen gezogen werden müssen. Denn jede einzelne Entscheidung muss bewusst und nacheinander getroffen werden. Deshalb ist Multitasking auch nicht effektiv. Durch ständiges Wechseln zwischen verschiedenen Aufgaben verlängert sich die Bearbeitungszeit einer einzelnen deutlich. Und bei umfassenderen Anforderungen führt Multitasking zu einer höheren Fehlerquote und zu Zeitverlusten.

Sich vor Überforderung schützen

Eine weitere Schattenseite: Multitasking kann sich direkt auf die Gesundheit auswirken. Wer unter Zeitdruck ständig immer mehr auf einmal erledigen muss, wird schnell hektisch. Auf die Dauer führt das zu Überforderung. Der Körper reagiert auf anhaltenden Stress mit zahlreichen Beschwerden, zum Beispiel Bluthochdruck, Kopfschmerzen oder Schlafstörungen. Am Ende zahlen viele Multitasker ihren Tribut – in Form von Überforderung, Erschöpfung und womöglich sogar einem Burnout. Aufgaben in Ruhe und der Reihe nach zu erledigen, schützt dagegen nicht nur vor negativen gesundheitlichen Folgen –  es kommt auch der Qualität der Arbeit zugute.
   
Entspannt und trotzdem effektiver arbeiten: Vier Tipps

Prioritäten setzen. Man sollte sich genau überlegen, welche Aufgaben am wichtigsten sind und diese nacheinander abarbeiten. Wichtig: Kleine Ruhe-Pausen für die körperliche und geistige Regeneration einbauen!

Bei einer Aufgabe bleiben: Wenn man eine Aufgabe begonnen haben, sollte man mindestens fünfzehn Minuten dabei bleiben, sich nicht unterbrechen lassen – und sich vor allem nicht selbst unterbrechen.

Öfter mal „Nein“ sagen: Besser, man lässt sich nicht auf Verpflichtungen ein, die man zeitlich nicht bewältigen kann!  Denn aus einem „Kannst Du mal bitte schnell ...?“ kann leicht auch eine zeitaufwändigere Angelegenheit werden. Ist man unsicher, sollte man lieber um eine kleine Bedenkzeit bitten, bevor man zusagt.

Eine Denkpause einlegen: Wenn man merkt, dass man unkonzentriert ist, gönnt man sich besser eine kleine, so genannte passive Denkpause. Dabei kann man Aufgaben erledigen, die geistig weniger anspruchsvoll sind: z. B. die Ablage, E-Mails checken oder einen längst fälligen Anruf.

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Quelle: Eyal Ophir, Clifford Nass, Anthony D. Wagner: „Cognitive control in media multitaskers“, published in „Proceeding of the National Academy of Sciences of the United States of America“, Vol. 106 no. 37, 15583-15587, July 20. 2009, www.pnas.org/content/106/37/15583

 


Veröffentlicht am: 26.10.2014

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