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Gesundheits-News vom 31. Oktober 2014

Michael Weyland informiert

Michael Weylands heutige Themen: Deutsche nehmen zu viele Antibiotika // Kupfer gegen Keime: Asklepios Klinikum Harburg sorgt für mehr Patientensicherheit // Erste Hilfe gegen zu hohen Blutdruck

(Michael Weyland) Fast 30 Prozent der Antibiotika-Verordnungen im vergangenen Jahr waren mit Blick auf die Diagnose fragwürdig – das zeigt die Analyse der DAK-Arzneimitteldaten. Die Über- und Fehlversorgung hat dramatische Folgen: Immer mehr Bakterien entwickeln Resistenzen und bedrohen zunehmend die Gesundheit von Patienten im Krankenhaus. Damit werden Infektionen wieder zur tödlichen Gefahr, weil Antibiotika nicht mehr wirken. Die DAK-Gesundheit legt jetzt erstmals einen Antibiotika-Report vor, der die Hauptgründe für den häufigen Einsatz der Medikamente analysiert.  Für den Report hat die DAK-Gesundheit anonymisierte Arzneimittel- und Diagnosedaten ausgewertet. Fazit: Vier von zehn DAK-Versicherten haben 2013 Antibiotika eingenommen. Außerdem wurden 3.100 Menschen in Deutschland zu drei Aspekten befragt: ihrem Umgang mit Antibiotika, ihrer Einstellung zu den Medikamenten und ihrem Wissen über Wirkung und Risiken. Ein zentrales Ergebnis: 40 Prozent der Befragten sind nicht gut über die Einsatzgebiete der Wirkstoffe informiert. Sie sind der Meinung, Antibiotika würden auch bei Virusinfekten wirken. Dabei dienen die Medikamente nur der Behandlung bakterieller Infektionen – bei Erkältungen oder Bronchitis beispielsweise sind sie in den meisten Fällen unnötig. Die Über- und Fehlversorgung wird während der Erkältungszeit besonders deutlich.  Drei Viertel der Befragten erwarten eine Antibiotika-Verordnung, wenn Erkältungsbeschwerden nicht von selbst besser werden.

Das Asklepios Klinikum Harburg in Hamburg hat große Bereiche seines gerade eröffneten Neubaus mit insgesamt 600 Türklinken aus Kupferlegierungen ausgestattet. Das Projekt ist das bislang größte seiner Art in Europa und den USA. Kupfer kann gefährliche Keime wie Bakterien, Pilze und Viren erheblich reduzieren. Eine kürzlich vor Ort durchgeführte stichprobenartige Untersuchung dieser neuen Türklinken aus einer Vollguss-Kupferlegierung hat gezeigt, dass eine Reduzierung von bis zu zwei Drittel der Keime möglich ist. 

Etwa 20 Millionen Deutsche haben zu hohen Blutdruck und leben mit der Gefahr, an einem Herzinfarkt zu sterben. Damit das nicht passiert, haben Hausärzte und Psychologen ein Coaching entwickelt, das in nur drei Monaten "Erste Hilfe" verspricht. Im Rahmen ihrer "Länger besser leben."-Initiative bieten die BKK24 und ihre Partner den 12-Wochen-Kurs OnlineCoach "Blutdruck senken" für Versicherte kostenlos an.

Diesen Beitrag können Sie nachhören oder downloaden unter: http://www.was-audio.de/aanews/gesundheitsnews20141030_kvp.mp3

 


Veröffentlicht am: 31.10.2014

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