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27.02.2017

 

 

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Braucht die Welt Wachstum?

“Sklaven des Wachstums - die Geschichte einer Befreiung“, heißt das Buch von Reiner Klingholz

Der Direktor des Berlin-Instituts für Bevölkerung und Entwicklung erklärt in “Sklaven des Wachstums - die Geschichte einer Befreiung“ die Umweltbewegung für gescheitert. Eine These, die die Verantwortlichen der Daimler und Benz Stiftung neugierig machten. Sie laden den Autor kurzerhand zu einem Vortrag ins Haus Huth am Berliner Potsdamer Platz ein.

Denn das gehört zum Credo der Daimler und Benz Stiftung: regelmäßig die akademische Debatte in rhetorischer Form zu pflegen. So ist das inhaltliche Portfolio dieser offenen Veranstaltungsreihe im historischen Haus Huth weit gefächert: In Plädoyers, Lamenti, Antithesen oder anderen Formaten vertreten Wissenschaftler engagiert ihren Standpunkt und begründen ihn mit den Erkenntnissen ihrer Forschung.

Prof. Dr. Eckard Minx, Vorstandsvorsitzender der Daimler und Benz Stiftung, führte die rund 200 Besucher in die spannende komplexe Problematik ein und bezeichnete das Buch als ein sprachlich gelungenes und analytisch hervorstehendes Werk.

Gegen die Wand fahren?

Klingholz skizzierte die Welt, die immer näher an den Abgrund rückt. Die Ressourcen seien bald erschöpft, die ökologische Katastrophe bereits Realität. Doch weil sich die Menschheit das nicht eingestehen wolle, beschwöre sie weiterhin endloses Wachstum und beruhige somit „ihr“ Gewissen mit nachhaltigem Konsum. „So werden wir gegen die Wand fahren“, sagt der renommierte Zukunftsforscher und löst mit diesem Satz beim Publikum ein gewisses Unbehagen aus. Viele fragen sich: Na ja, aber wie soll es weiter gehen?

Klingholz legt derweil erschreckende Zahlen nach: Seine Szenarien für die Zukunft zeigen eindringlich wie nie zuvor, dass „wir“ in der Post-Wachstums-Gesellschaft das Ruder mit den Rezepten von einst nicht mehr herumreißen können. Doch kein Grund, die Hoffnung aufzugeben! „Wir haben eine Zukunft“, so die Erkenntnis des Naturwissenschaftlers und Publizisten Klingholz, „aber wir müssen lernen, das Schrumpfen zu lieben.“

Schon über die Verhältnisse gelebt?


Im 20. Jahrhundert hat die Menschheit auf allen Ebenen ein Wachstum ohnegleichen erlebt. Doch obwohl die Ressourcen knapp werden und die Ökosysteme unter der Last von über sieben Milliarden Menschen mit immer höheren Ansprüchen ächzen, bauen die gesamten Wirtschafts-, Finanz- und Sozialsysteme nach wie vor auf endloses Wachstum. „Wir haben uns vom Wachstum regelrecht versklaven lassen“, wettert Klingholz. Dennoch schleicht sich das Ende des „Mehr-ist-mehr“ durch die Hintertür heran: Schon lebt die Hälfte aller Menschen in Ländern, deren Bevölkerung mittelfristig nicht mehr wachse. Längerfristig steht sogar ein deutlicher Rückgang der Weltbevölkerung an. Zusammen mit der Alterung der Gesellschaften sinken auch die Aussichten auf wirtschaftliche Höhenflüge.

Nach dem Vortrag diskutierten die Gäste noch vehement über das Gehörte und entwarfen spontan das eine oder andere Konzept, wie es künftig weiter gehen könnte. Ausgang offen...

Text: BG
Foto: Daimler und Benz Stiftung

 


Veröffentlicht am: 02.11.2014

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