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30.05.2017

 

 

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Bürger wollen Rentenreform und länger arbeiten

Vertrauen in die gesetzliche Rente sinkt – Generationenvertrag umstritten

„Die Rente ist sicher“ – kaum ein politischer Satz brannte sich in die Köpfe der Deutschen ein wie dieser. Kaum eine Aussage hat dabei so an Glaubwürdigkeit verloren wie diese. Das zeigt die aktuelle Studie zum Thema „Rente, Reformen und Zukunftsängste 2014“, die das Meinungsforschungsinstitut forsa. im Auftrag der Gothaer Versicherung durchgeführt hat.

Eine große Mehrheit der Befragten hegt keine Illusionen über die Sicherheit der gesetzlichen Rente und stellt sich auf massive finanzielle Einbußen im Alter ein. Die Politik agiert dabei an der Lebenswirklichkeit vorbei. Statt einer Rente mit 63 wollen viele Menschen sogar länger arbeiten dürfen – und das nicht nur aus finanziellen Gründen. Die größten Sorgen mit Blick auf das Alter drehen sich um das persönliche Umfeld. Pflegebedürftigkeit, der Verlust an Selbständigkeit sowie Angst vor Krankheiten stehen dabei an der Spitze, wenn die Menschen sich über ihre Situation im Alter Gedanken machen. Die private Lebensversicherung ist nach wie vor die beliebteste private Vorsorgeform für das Alter.

Sorgen im Alter – das persönliche Umfeld im Fokus

Pflegedürftigkeit, Verlust an Selbständigkeit und Krankheit – vor diesen Situationen haben 63, 61 und 58 Prozent der Befragten die größte Angst, wenn sie sich mit dem Alter beschäftigen. Das Nicht-Ausreichen der Rente wurde von immerhin 47 Prozent der Befragten genannt. Vor finanziellen Einbußen im Alter haben mehrheitlich die mittleren Altersgruppen (31 bis 50 Jahre) Angst. 

„Die Rente ist sicher“ – das glaubt niemand mehr

Der Aussage „Die Rente ist sicher“ – 1986 im Wahlkampf vom damaligen Arbeitsminister Norbert Blüm plakativ inszeniert – glaubt kaum jemand noch. 83 Prozent der Befragten sagen, dass dieser Satz heute keine Gültigkeit mehr hat. Die Sicherheit der Rente bereitet den Menschen mehr und mehr Sorge. Dementsprechend machen sich viele der Befragten Gedanken über die aktuelle Ausgestaltung der Rente und deren Reformbedürftigkeit. Bereits ein Drittel der Menschen, von den 31- bis 40-Jährigen sogar 40 Prozent, halten den Generationenvertrag für nicht mehr gerecht, da die jüngere Generation zu stark belastet würde. Ihre Gelder würden die Menschen lieber selber verwalten, über 50 Prozent würden ihre Beiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung lieber privat anlegen.

Reformen unbedingt – aber so nicht

Eine große Mehrheit der Bevölkerung spricht sich für Reformen bei der gesetzlichen Rente aus. Was die Politik allerdings anbietet, geht an der Lebenswirklichkeit vorbei. Während die Rente mit 63 zwar von einer knappen Mehrheit (56 Prozent) für vertretbar gehalten wird, könnten sich 58 Prozent vorstellen, sogar länger als bis zum 65. Lebensjahr zu arbeiten. Die Motivation dazu überrascht: Der Spaß an der Arbeit steht mit 77 Prozent weit vor finanziellen Gründen mit 60 Prozent an der Spitze. Die Menschen wünschen sich statt eines starren Renteneintrittsalters einen flexiblen Übergang ins Rentendasein.

Finanzielle Situation – heute gut, als Rentner schlecht

Mit ihrer aktuellen finanziellen Situation sind die Deutschen mehrheitlich zufrieden. Nur 30 Prozent äußern sich weniger zufrieden oder gar unzufrieden. Im Alter sieht das dann ganz anders aus. Die große Mehrheit der Befragten – 77 Prozent – geht sehr realistisch davon aus, finanzielle Einbußen hinnehmen zu müssen. Mit der privaten Vorsorge sieht es dennoch eher düster aus. 43 Prozent der Befragten, sogar 64 Prozent der unter 30-jährigen, meinen, sie müssten mehr private Vorsorge betreiben. Bei 77 Prozent der Befragten ist fehlendes Geld der Hauptgrund für die mangelnde Vorsorge. Bei denen, die vorsorgen, ist die private Lebensversicherung immer noch das beliebteste Produkt. 47 Prozent setzen auf diese Vorsorgeform, Immobilien folgen mit 40 Prozent an zweiter Stelle.

Probleme erkannt – Veränderungen notwendig

„Diese Studie zeigt sehr deutlich, dass den Bürgern immer stärker bewusst wird, dass das deutsche Rentensystem in seiner heutigen Form an seine Grenzen stößt und dass die nachwachsenden Generationen durch den demografischen Wandel über Gebühr belastet werden. Zu Recht fordern die Menschen eine Reform des Rentensystems“
, fasst Dr. Karsten Eichmann, Vorstandsvorsitzender der Gothaer Versicherungen, die Ergebnisse zusammen.

„Ein wichtiger Reformansatz, den immerhin 53 Prozent der Bürger befürworten, ist die Einführung einer obligatorischen betrieblichen Altersvorsorge. Aber aus unserer Sicht bedarf es noch tiefgreifenderer Veränderungen hin zu einem zumindest zu einem Teil kapitalgedeckten System“, so Eichmann weiter. „Ein erfreuliches Ergebnis der Studie ist, dass die Menschen ihre Alterseinkünfte mittlerweile recht realistisch einschätzen und die Notwendigkeit einer privaten Vorsorge erkennen. Hier ist es an der Versicherungsbranche flexible und finanzierbare Angebote zu machen.“

 


Veröffentlicht am: 04.11.2014

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