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Finale eines besonderen Weinjahres

Lauffener Weingärtner – Weine zeigen viel Eleganz und Harmonie

Nach einem turbulenten Weinjahr mit außergewöhnlichen Anforderungen haben die Lauffener Weingärtner einen besondern Jahrgang 2014 in die Keller gebracht. „Die Weine zeigen sich nach der Gärung sehr sortentypisch und feinfruchtig. Sie haben viel Eleganz und bereits viel Harmonie“, beschreibt Ulrich Maile, der Vorstandsvorsitzende der größten Einzelgenossenschaft in Württemberg, die Qualität der diesjährigen Weine.

Mit rund 11,2 Millionen Kilogramm Trauben lag die Erntemenge im langjährigen Durchschnitt. In den Lauffener Weinbergen wurden 8,4 Millionen kg (Vorjahr 7,3 Mio. kg) Trauben gelesen, in Mundelsheim an der Neckarschleife konnten 2,8 Millionen kg (2,4 Mio.) geerntet werden.

„Die Lese begann in diesem Jahr am 11. September und damit sehr früh. Der letzte Hauptlesetag fand am 9. Oktober statt“, berichtet Geschäftsführer Marian Kopp. Vor einem Jahr waren 25 Lesetage notwendig, um die Trauben einzubringen. Grund für die teilweise hektische Turbolese waren zu hohe Temperaturen zwischen 20 und 25 Grad bei außergewöhnlich viel  Regen mit 50 bis 60 Litern pro Quadratmeter innerhalb von zwei Tagen. „Dadurch entstand Fäulnisdruck. Die sehr zügige und selektive Lese brachte uns dennoch einen von der Güte und von der Menge her gesehen sehr ordentlichen Jahrgang“, stellt Ulrich Maile zufrieden fest.

Nach Angaben von Kellermeister Michael Böhm lag das durchschnittliche Mostgewicht bei den Rotweinsorten bei 76,8 Grad Öchsle und bei den Weißweinsorten bei 78,1 Grad Öchsle. Insgesamt wurden in Lauffen und in Mundelsheim 10 Millionen kg rote und 1,25 Millionen kg weiße Trauben angeliefert. Bei den roten Sorten entspricht dies 132 kg pro Ar und bei den weißen Sorten 115 kg/ar. „Die alkoholische Gärung verlief reibungslos. Die Weißweine präsentieren sich fruchtig, sortentypisch, frisch und reintönig und sind von einer außergewöhnlichen Mineralität geprägt“, sagt Michael Böhm. Die Rotweine würden durch ihre feingliedrige Art, durch Gebiets-Typizität, fruchtig-feine Ausprägung und einen ausgewogenen harmonischen Geschmack bestechen.

„Es war ein turbulentes Weinjahr mit außergewöhnlichen Anforderungen an den Wengerter, aber auch an unseren Kellermeister und unsere Keller-Mannschaft“, betont Ulrich Maile. Nach dem Austrieb am 20. März 2014, „so früh wie noch nie nach unseren Aufzeichnungen in Lauffen“, waren durch drei, höchst gefährliche Frühfrostperioden am 26. März erste Frostschäden festzustellen. Die Blüte begann in den exponierten terrassierten Steillagen, von denen es in Lauffen so viele wie sonst nirgendwo in Württemberg gibt, bereits am 23. Mai. „Am Pfingstwochenende hatten wir bilderbuchhaftes Blütewetter“, schwärmt der Vorstandschef von der Entwicklung. Allerdings folgte danach eine sehr lange Trockenphase, im Juli und August sehr wechselhaftes Wetter mit zu viel Regen bis zum Herbst. Dennoch war ein Vegetationsvorsprung von bis zu drei Wochen feststellbar.

Große Herausforderungen gab es für die Wengerter in Sachen Pflanzenschutz – insbesondere die zum ersten Mal massiv aufgetretene Kirschessigfliege bereitete große Probleme. „Die Wengerter, die durch intensive Pflege sowohl der Stöcke als auch beim Pflanzenschutz keine Experimenten eingegangen sind, wurden belohnt“, erklärt Ulrich Maile. Zwar verlangsamte sich durch die Wetterkapriolen die Traubenentwicklung; dennoch startete die Lese am 11. September, so früh wie schon lange nicht mehr. „Auch im Premiumbereich konnten wir zum Leseschluss am 12. Oktober, einem Sonntag, noch absolute Spitzen für unsere Premiumserien ‚Poeten, Josua  und Kaleb’ und für unsere Top-Line ‚vinitiative’ unserer Jungwinzer lesen“, sagt der Lauffener Vorstandschef.

Ulrich Maile, Marian Kopp und Michael Böhm sind davon überzeugt, dass der Jahrgang 2014 mit „seinen hochreifen, physiologisch harmonischen Balancen zwischen feinen Gerbstoffen und eleganten Säuren uns noch viel Freude bereiten wird“. Dafür nehmen die Weingärtner von Lauffen und Mundelsheim gerne in Kauf, dass sie der Jahrgang 2014 „über alle Maßen gefordert hat“.

 


Veröffentlicht am: 05.11.2014

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